Die Graue Eminenz

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Archiv für Mai 2008

Hot in the City

Verfasst von eminenz am 28. Mai 2008

Heiß ists in Wien. Der Streit um das Aufdrehen der Klimaanlage ist wieder entbrannt. Die Sandstrände am Donaukanal sind vollbesetzt mit urbanen Jung-Wienern. Und die Hormone spielen verrückt.

Plädiere trotzdem für baldige Temperaturen über 40 Grad. Dann, wenn die Euro08 beginnt. Wär doch was, wenn die Hormone den Fußball verdrängen. Obwohl eine Studie ja das Gegenteil sagt:

Jeder zweite Fan will lieber Fußball schauen als Sex

Für ein wichtiges Match verzichten 50 Prozent der europäischen Fans auf Geschlechts-Verkehr. Führend dabei sind die Spanier und die Norweger.

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Gemütlichkeit verboten

Verfasst von eminenz am 26. Mai 2008

Weinflasche aufgemacht, zurückgelehnt. Versucht abzuschalten. Aber dann in die ewig alten Gedankengänge verfallen. Über Freundschaften, die immer mehr in Brüche gehen. Über virtuelle Liebschaften, die dem Herz sehr zusetzen. Sich den Kopf darüber zermartert, wie man eine besondere Freundschaft, die sich grad in Luft auflöst, noch retten könnte. Die Gemütlichkeit darob verloren. Bis der Wein wirkt. Und man in eine andere Welt eintaucht. Die sich in Träumen auflöst. Wo aber wieder die selben Gedanken einfließen. Und den Teufelskreis perfekt machen. Und es dreht sich. Immer weiter, die Gedankenspirale. Und steckt doch immer am selben Fleck fest.

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Mondsüchtig

Verfasst von eminenz am 25. Mai 2008

Der Mond wirkt eine erhebliche Anziehungskraft auf mich aus. Bei Vollmond mutiere ich zum Partytiger, vergesse dass ich nach dem Ausgehen auch wieder heim muss. Fast wie Jekyll and Hyde. Denn nach dem Vollmond bin ich dann das Gegenteil vom Partytiger.

Ich hoff ja nur dass der Mond nicht unters Suchtmittelgesetz fällt.

Langsam sollt ich mich ja dran gewöhnen, denn so verläuft ja mein ganzes Leben: Von der Manie in die Depression. Vom Vollmond in den Neumond.

Die Fotos haben Britta und ich übrigens bei der Strandbar Hermann geschossen – sie zeigen alle den Mond, mit langer Belichtungszeit…

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Böasdeeeeh

Verfasst von eminenz am 18. Mai 2008

Der Aufruf zum gemeinsamen Kracherl-Trinken zur Feier des Böasdeeeehs kam zwar spät – aber: Viele viele nette Menschen beehrten das ehrwürdige Espresso. Mit Kracherl gaben sich zwar nicht alle zufrieden, aber zumindest mit einem Krocha-Kapperl am Kopf war ich dann zufriedengestellt. Merci bien. Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

Öfters übermannt mich ja an meinem Freudentag ein Anfall zur Depression. Dann wird wieder das Lebensjahr Revue passieren lassen. Hab ich auch heuer gemacht. Aber genau um 18 Uhr 50, Zeitpunkt meiner Geburt, hab ich dann Erleichterung gespürt. Weil: Die Version 3.6 hat nicht überzeugt. Das Update ist zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Neu installiert. Bereit zum Neustart.

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Pfingsten, unser Lieblingsfest

Verfasst von eminenz am 13. Mai 2008

Gut verteilt über das Jahr gibt es viele schöne Feste
Und die meisten denken Weihnachten wär’ das Beste
Und auch Ostern ist im Allgemeinen sehr beliebt
Doch ich weiß das es da etwas besseres gibt
Nur ich weiß nicht so recht wann genau das ist
Und ich weiß eigentlich nicht was der Grund dafür ist
Nur irgendwas hat’s mit dem heiligen Geist zu tun
Die Details haben wir vergessen doch wir sagen euch nun

Es geht um Pfingsten, unser Lieblingsfest
Denn im restlichen Jahr sind wir genug gestreßt
Doch jetzt ist Pfingsten, und die Bäume blühen
Und zu Pfingsten muß man sich um nichts bemühen

Und es gibt keine Geschenke, keine Ostereier
Keinen Weihnachtsbaum, keine Familienfeier
Keine Pfingstenlieder, außer diesem hier
Keinen Pfingstenbraten, und kein Pfingstenbier
Es gibt nur blöde Bräuche, die kein Mensch braucht
Die interessieren uns nicht, wozu denn auch
Denn der Grund warum man Pfingsten liebt
Ist weil Pfingsten sich so bescheiden gibt

Ja es ist Pfingsten, unser Lieblingsfest
Denn im restlichen Jahr sind wir genug gestreßt
Doch jetzt ist Pfingsten, und die Bäume blühen
Und zu Pfingsten muß man sich um nichts bemühen

Ja das ist Pfingsten, unser Lieblingsfest
Wir haben das ganze Jahr gewartet und wir freuen uns jetzt
Über Pfingsten, und die Schwarte kracht
Denn wir feiern Fest der Ausgießung heut’ Nacht

So sehns zumindet Christoph und Lollo…

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Speck und Pflaumenschnaps mit Prinz Charles

Verfasst von eminenz am 8. Mai 2008

Was man so alles findet im Netz:

Ganz wichtige Meldungen. Eine köstliche Meldung von heute, und soooo informativ:

Prinz Charles aß Speck und Käse mit rumänischen Bauern

Bukarest (APA/dpa) – Dem britische Thronfolger Prinz Charles ist bei seinem Privatbesuch in Siebenbürgen ein deftiger Empfang bereitet worden. Im Dorf Saschiz (Keisd) bewirteten ihn rumänische Bauern am Donnerstag auf einer Wiese mit Speck, hausgemachten Würsten und Käse. Dem im ökologischen Landbau engagierten Sohn von Queen Elizabeth mundeten die traditionellen Produkte der Region offensichtlich. „Siebenbürgen liegt mir wahrscheinlich im Blut“, sagte Prinz Charles. Seine Ur-Ur-Ur-Großmutter, Gräfin Claudia Rhedey, stamme aus diesem Gebiet.

Der 59-Jährige kostete auch den örtlichen Pflaumenschnaps und Rotwein vom Fass, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax. Der Gast interessierte sich für Absatzmöglichkeiten von Öko-Produkten in Rumänien. Charles wolle auch das Grab der Urahnin in Sangorgiu de Padure im Kreis Mures besuchen. Von den familiären Bindungen abgesehen habe er ein ganz besonderes Interesse an der Karpatenregion, „die nahezu unberührt ist“. Prinz Charles forderte mehr Schutz für solche Ökosysteme.

Der britische Thronfolger war am Dienstag zu einem einwöchigen Privatbesuch in Rumänien eingetroffen. In Bukarest traf er Staatspräsident Traian Basescu und Premierminister Calin Popescu Tariceanu zu halbstündigen Gesprächen. Anschließend übernachtete er in einem Renaissance-Schlösschen in Miclosoara (Miclosvar) in der Region Covasna.

Besser wärs mit diesem Titel gewesen:

Aufgedeckt: Prinz Charles’ Ur-Ur-Ur-Großmutter war rumänische Bäuerin

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Rettung

Verfasst von eminenz am 7. Mai 2008

Wer von einem Gedicht seine Rettung erwartet,
der sollte lieber lernen, Gedichte zu lesen.
Wer von einem Gedicht keine Rettung erwartet,
der sollte lieber lernen, Gedichte zu lesen.

Erich Fried

Und jetzt mal drüber Nachdenken. Weil ich grad grüble. Rettung wovor? Und wieso sollte man sich retten lassen? Oder ist alles hoffnungslos verloren. Keine Rettung mehr möglich. Wenn keine Rettung möglich ist, ist man vielleicht ja auf dem richtigen Weg. Also weg mit dir, Christophorus. Will nicht gerettet werden.

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Nena? Ne na na na!

Verfasst von eminenz am 4. Mai 2008

Nena am Wiener Stadtfest. Ein Ereignis. Allerdings der negativen Sorte. Der Heldenplatz hat sich ja schon viele Auftritte gefallen lassen müssen, und wenn er schreien könnte, hätte er gestern laut losgeschrien und damit Nena und ihre Band verjagt.

Wer erinnert sich noch an KLF? Diese englische Truppe kam Mitte der 80er mit ganz neuen elektronischen Klängen an die Oberfläche, aber keiner der Mitglieder gab sich erkennbar. Sie verdienten unheimlich viel Kohle und schrieben dann ein Buch wie man auf schnellstem und einfachsten Weg Rockstar wird. Nena dürfte das Buch nicht gelesen haben.

Zumindest live eine Niederlage: Eine sich überschlagende Stimme, ein ohnmächtiger Tontechniker. Ein absolutes No: Bei JEDEM Song wurden irgendwann die Instrumente zurückgefahren, um das Publikum mitsingen zu lassen. Bei JEDEM! Wurscht, ob grad Stimmung war oder nicht. Und so wurde die kleinste Stimmung zerstört.

Auch schlimm: Die Neu-Abmischungen von ihren großen Hits. Hat sich nicht gut ins neue Jahrtausend gerettet. Und interessant: Die Nummer mit dem besten Drive war eine Coverversion: Remmi Demmi von Deichkind (!). Aber musste Nena darauf unbedingt das Bowie-Cover Heroes setzten? Das machen ja wirklich nur abgetakelte ehemalige Stars. Gute Nacht Nena.

Mein bisher schlimmstes Konzert am Stadtfest St. Pölten ist nur mehr das zweitschlimmste: Das war damals das Konzert der Stoakogler.

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Franzl und Sisi auf der Gloriette

Verfasst von eminenz am 3. Mai 2008

Vorhang.

Das königlich-kaiserliche Ehepaar auf ihrem Lustschlösserl Gloriette.

Franzl: Mei, Sisi, gemma doch mal in das kleine Teicherl neben unserem Lustschlösserl.

Sisi: Aber Franzl, da werdma doch nass.

Franzl: Das würd mich sehr freuen, wenn sie nass werden.

Sisi: Aber Franzl!

Franzl: Aber Sisi!

Sisi: Aber Franzl, du hast ja gar keine Kondome mit!

Franzl: Aber Sisi, die werden ja erst im nächsten Jahrhundert erfunden.

Sisi: Aber Franzl, das geht auf keine Kuhhaut!

Franzl: Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut.

Abgang.

Vorhang.

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