Die Graue Eminenz

üste mit k und w

Nena? Ne na na na!

Verfasst von eminenz am 4. Mai 2008

Nena am Wiener Stadtfest. Ein Ereignis. Allerdings der negativen Sorte. Der Heldenplatz hat sich ja schon viele Auftritte gefallen lassen müssen, und wenn er schreien könnte, hätte er gestern laut losgeschrien und damit Nena und ihre Band verjagt.

Wer erinnert sich noch an KLF? Diese englische Truppe kam Mitte der 80er mit ganz neuen elektronischen Klängen an die Oberfläche, aber keiner der Mitglieder gab sich erkennbar. Sie verdienten unheimlich viel Kohle und schrieben dann ein Buch wie man auf schnellstem und einfachsten Weg Rockstar wird. Nena dürfte das Buch nicht gelesen haben.

Zumindest live eine Niederlage: Eine sich überschlagende Stimme, ein ohnmächtiger Tontechniker. Ein absolutes No: Bei JEDEM Song wurden irgendwann die Instrumente zurückgefahren, um das Publikum mitsingen zu lassen. Bei JEDEM! Wurscht, ob grad Stimmung war oder nicht. Und so wurde die kleinste Stimmung zerstört.

Auch schlimm: Die Neu-Abmischungen von ihren großen Hits. Hat sich nicht gut ins neue Jahrtausend gerettet. Und interessant: Die Nummer mit dem besten Drive war eine Coverversion: Remmi Demmi von Deichkind (!). Aber musste Nena darauf unbedingt das Bowie-Cover Heroes setzten? Das machen ja wirklich nur abgetakelte ehemalige Stars. Gute Nacht Nena.

Mein bisher schlimmstes Konzert am Stadtfest St. Pölten ist nur mehr das zweitschlimmste: Das war damals das Konzert der Stoakogler.

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