DIE GRAUE EMINENZ

Gefangen hinter virtuellen zerrinnenden Gittern

Posted in Graue Kunst, Wien 2.0 by eminenz on 30. Januar 2009

Peter Kogler im Wiener MUMOK. Das ist ein Pflichtbesuch im Museum. Übrigens nur mehr bis 1. Februar möglich!

Am beindruckendsten: Seine Ameisenstrasse, die sich mit Projektion in einem kleinen Raum floureszierend als temporäres Kunstwerk richtig einbrennt. Und die beiden großen Räume. Der erste Raum mit einem riesigen Spinnennetz. Und darin ein Labyrinth. Und der zweite Raum ist wirklich bombastisch. Eine multimediale Show auf Hunderten Quadratmetern, man steht mitten drin, ein ausgeklügelter Soundteppich wummert zur mutlimedialien Zerstörung eines riesigen Gefängnisses. Gänsehaut garantiert.

Kogler hat seit Beginn der 1980er Jahre die Medien- und Computertechnologie zur Grundlage seiner installativen Werke gemacht und sich damit vom Mainstream der zeitgenössischen neuen wilden Malerei abgesetzt, indem er den Perfektionismus neuer Technologien mit körperlichen und organischen Motiven konfrontiert und verknüpft. Die Ameise, das Gehirn, die Ratte oder die Röhre als einfache Grundmodule sind in ihrer seriellen Vervielfachung dabei zu prägnanten Erkennungsmerkmalen seiner Arbeiten geworden. Das Kunstwerk ist nicht länger nur Objekt an der Wand, sondern Architektur und öffentlicher Raum werden zu Trägern eindrucksvoller raumgreifender Arbeiten: So verwandelt der Künstler Galerien und Museumsräume, aber auch Bahnhofshallen oder öffentliche Plätze in virtuelle Labyrinthe mit teils end- und bodenlosen Raumfluchten, die sich ­ wie in der zentralen Installation der Ausstellung ­  dynamisch zu verändern scheinen und den BesucherInnen eine neue Raumwahrnehmung ermöglichen.

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“Vorsicht Zombies!” statt Baustellenwarnung

Posted in Flashmob, News by eminenz on 30. Januar 2009

“Zombies voraus! Rennt um euer Leben!” – mit diesen Worten haben Unbekannte in den USA Autofahrer vor Zombies gewarnt, nachdem sie am vergangenen Mittwoch in der texanischen Hauptstadt Austin elektronische Verkehrsschilder manipuliert haben. Ursprünglich hätte vor einer Baustelle gewarnt werden sollen.

Die Übeltäter dürften ein Vorhängeschloss geknackt haben, um an die Computer zu gelangen, sagte eine Sprecherin der zuständigen Behörde. Von den Tätern selbst fehlt jede Spur. Das Schauspiel dauerte wenige Stunden. Den Tätern droht eine Strafe in der Höhe von 500 Dollar (390 Euro), berichtete “Houston Chronicle” online.

Und hier gibts eine Anleitung zum Selbermachen ;-)

***

Stellt sich jetzt nur die Frage: Waren dort wirklich Zombies unterwegs? Was wollten Sie? Haben wir einen neuen Zombie-Flashmob versäumt? Und gibts Fotos?

CORRECTION Zombies Ahead

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Lack- und Leder Ball Tickets

Posted in Party, Szene by eminenz on 28. Januar 2009

Weils so viele Anfragen gibt für den Kultball am Land (hier gibts Bilder vom vorigen Jahr) und soviele Menschen noch Tickets bekommen wollen: Hier gibts eine Ticket-Börse für den Lack- und Leder-Ball in Leiben am 31. Jänner:

www.virgosystem.cc

Ich persönlich hab dort grad drei Karten erstanden.

Viel Glück!

Und wer ganz aufs Glück setzt:

Hier kann man drei mal zwei Karten gewinnen:

www.mostropolis.at

Und wer Karten ersteigern will, natürlich auf ebay.

Man sieht sich am Ball. Scharf in Lack und Leder!

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Weggeschmolzen: Das Eis ist gebrochen

Posted in Wien 2.0, Spocht by eminenz on 26. Januar 2009

Der Eislaufplatz mit dem schönsten Panorama-Blick auf die Stadt Wien bat am Wochenende zum Saisonausklang. Die 300 Quadratmeter große Eisfläche vor dem Schloss Wilheminenberg fügt sich vorbildlich in die kitschige Atmosphäre ein. Da nimmt man auch die post-weihnachtlich geschmückten Bäume in Kauf.

Durch den Wärmeeinbruch am Wochenende waren die Eisverhältnisse allerdings alles andere als gut. Mit Schneeschaufeln wollte man noch retten, was fast nicht mehr zu retten war: Über zehn Plusgrade hatten das Eis in eine weiche Schicht verwandelt…

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Obama flutscht!

Posted in News, Politik, Tech by eminenz on 21. Januar 2009

Jetzt ist er also angelobt, der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama. Und natürlich schießen jetzt überall die Obama-Devotionalien wie die Schwammerl aus dem Boden.

Bis jetzt das beste Fundstück: Der Obama-Dildo. Oder Massagestab auf altdeutsch. In gold und blau. Damit frau den Präsident auch wirklich überall und umfassend spüren kann. Der Werbespruch ist übrigens:

I want a BIG O!

Für 35 Euro ist man dabei! Wäre für sachdienliche Hinweise dankbar, wie sich das Ding so anfühlt. Und ob es vielleicht “Yessssss, we can!” schreit. Würd ja fast passen.

Mehr Infos auf  www.headostate.com

Und HIER gibts noch mehr vom Obama-Krimskrams.
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Alte Donau: Natur-Eislaufplatz mit Glühwein und ”Apres Ski”

Posted in Leben, Wien 2.0, Spocht by eminenz on 19. Januar 2009

Die anhaltenden kalten Temperaturen sind nicht für alle Wiener ein Grund, sich an den warmen Kamin zurückzuziehen. Nein, die Frischluft-Wütigen lassen sich von Minus-Temperaturen nicht beeindrucken und packen ihre Eislaufschuhe ein.

Und das erste Ziel für Eislauf-Hungrige ist die Alte Donau. Ein riesiger Outdoor-Natur-Eislaufplatz: Da kann die Stadt Wien noch so sehr davon abraten – wegen der warmen Grundwasserströmung und unter Brücken gibt es keine durchgehend feste Eisdecke.

Wer keine Schlittschuhe besitzt, kann sie auch ausborgen. Bei “Kukis Eistraum” an der Kagraner Brücke muss man dafür allerdings recht tief in die Tasche greifen: Verrechnet werden acht Euro für die erste Stunde und jeweils ein Euro für jede folgende Stunde.

Dafür ist man an diesem Steg mit der zugehörigen Infrastruktur ausgerüstet: Glühwein und Würstel schmecken hervorragend, und auch für Sitzplätze im Feuerwehrfest-Stil ist gesorgt. Wers mag: “Apres Ski Hits” mit voller Lautstärke. Das nervt schon nach gewisser Zeit.

Und weil die Musik gar so nervig ist, läuft man dieser so weit wie möglich davon – und Platz ist genug auf der Alten Donau. Vom Schnee geräumt sind allerdings nur kleinere Flächen, meist muss man sich im Langlauf-Parallelstil mit den Eislaufschuhen vorwärtsbewegen…

>>HIER gibts ALLE Bilder und mehr Infos
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Sportlerball

Posted in Leben, Party by eminenz on 16. Januar 2009

Der Sportlerball in Loosdorf. Scheinbar ein Highlight der Ballsaison. Ich persönlich bin ja nicht so der Ballgeher, und schon gar nicht am Land, aber mein Schwesterherz, ihren Herrn C. und die Prinzessin hab ich hingeschickt. Und damits was zum Herzeigen haben, präsentiere ich hiermit die Roben der Lieben.

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Ein Abbild

Posted in Graue Kunst, Leben by eminenz on 14. Januar 2009

Der Mensch als ein Abbild Gottes. Ja, dürfen die denn das? Nachdem das ganze aber im sakralen Gebäude von Stift Melk möglich ist, gehe ich davon aus, dass man sich keiner bewussten Sünde aussetzt, um das mal ganz im römisch-katholischen Sinn zu definieren.

Und Erster in Religion waren wir ja schon immer.

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Aufs Glatteis geführt

Posted in Leben, Reise, Spocht by eminenz on 13. Januar 2009

Eisprinzessinen sind rar gesät. Ich hab trotzdem eine gefunden. Am Eislaufplatz in Melk. Und sofort hat sie mich aufs Glatteis geführt. Die erste Runde war ein bisschen zäh. Aber dann hat es mit dem Diagonalschritt schon ganz gut funktioniert. Ist ja wie langlaufen. Nur dass die Unterfläche glatter ist. Und wenn man so schön an der Hand geleitet und geführt wird, kann ja sowieso nichts passieren. Da kann die Eisfläche noch so glatt sein.

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Die Krone der Volksmusik

Posted in Medien by eminenz on 12. Januar 2009

Samstagabend. Bei den Eltern. Sie diktieren das Fernsehprogramm. Und am Programm steht “Die Krone der Volksmusik”. Erleichterung: Weil, es hat nichts mit der gleichnamigen Zeitung zu tun. Und für eine zeitlang ist eine Darbietung volkstümlicher oder soll man lieber schreiben volksdümmlicher Weisen ja fast lustig und (ich nehm einmal an unfreiwillig) komisch und kabarettistisch angehaucht.

Zum Beispiel der Auftritt der Klostertaler. Vom Moderator als einzigartig in der Mediengeschichte angekündigt. Weil: Der Sänger lag nach einem Skiunfall mit gebrochenem Schienbein in einem Spital in Vorarlberg. Und die Technik machte es möglich: Die Band spielte in der Halle vor Publikum und hinten zugeschaltet sang der Sänger im Krankenbett “live”, wie erwähnt wurde. Jedem wachen Medienkonsumenten fiel natürlich auf, dass hier “live” ein Fremdwort war. Synchrone Lippenbewegungen können aber auch Lippenbekenntnisse sein. Aber egal.

Und dann unser unsäglicher DJ Ötzi. Ganz zufällig war seine kleine Tochter im Publikum. Und durfte ihm die Krone der Volksmusik (das ist eine Auszeichung für die bestverkauften oder irgendsowas) überreichen. Und der Herr Ötzi war so überrascht, so schlecht gespielt überrascht, dass er nur mehr stammeln konnte. Besser als singen in jedem Fall, Herr Ötzi. Stammeln Sie lieber weiter und belästigen sie uns nicht mehr mit ihrer Abfall-Musik.

Ganz interessant der Moderator: Gunther Emmerlich hieß der Gute. Und dieser hat eine Ausstrahlung wie eine Regentonne, die seit fünf Jahren nicht mehr befüllt worden ist. Und auch den Humor einer Tonne. Und die Ausstrahlung einer Tonne. Am Schluss durfte er sogar singen. Mit dem Tonfall einer Tonne.

Ausgestiegen aus der Drei-Stunden-Live-Sendung bin ich allerdings, als eine Musical-Einlage zur Aufführung kam. Und zwar das Udo-Jürgens-Musical “Ich war noch niemals in New York”. So gern ich die Musik von Udo Jürgens – teilweise – mag, so sehr verabscheue ich jegliche Verhunzung musikalischer Töne durch die unsäglichste und unvergleichlich augenscheinlichste Verluderung der Musik des Musicals. Wenn ich Musical-Darsteller auf der Bühne herumhüpfen sehe, muss ich leider umgehend kotzen. Wie diese mit Inbrunst und lachendem Gesicht unsere Nerven strapazieren, ist schon fast gefährlich. Meiner Meinung nach müssten Musicals verboten werden, weil das ein Anschlag auf Augen, Ohren und alle anderen Sinnesorgane ist.

Dann sogar lieber Volksmusik.

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