DIE GRAUE EMINENZ

C-Promis im A-Team

Posted in Politik, Satire by eminenz on 28. April 2009

A-Team hieß eine TV-Serie in den 80er-Jahren, an die ich mich fast nimmer erinnern kann. Ich nehm an, dass ich mich in einiger Zeit auch (hoffentlich) nicht mehr an die Plakate zur Europawahl der SPÖ erinnern kann. Hier wird groß plakatiert: “Das A-Team für Europa”. Aha. Kennen tut man grad noch den Herrn Swoboda in Frontposition. Die anderen, die hinter ihm aufgefädelt sind wie in einer Werbung für Billig-TV-Serien, habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen und ich nehme an, auch andere Rezipienten werden sich fragen, wer denn da von diesen Plakaten grinst. Oder werden sich gar nicht fragen, weil sie sich schon totgelacht haben über dieses Plakat.

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Auf der anderen Seite: Vielleicht will die SPÖ jetzt ja auch einfach Ironie und Witz beweisen. Dass jetzt nur das C-Team antritt, weil keiner nach Brüssel will, ist ja so hervorragend parodiert.

Oder aber: Es läuft eine Verschwörung gegen die Roten. Die gefinkelten Schwarzen haben einfach über Nacht SPÖ-Schmäh-Plakate gedruckt und diese avisiert. Aber die habens ja auch nicht leicht mit ihrem “Fast-Quer-Einsteiger” Ernst Strasser (jetzt wollt ich schon schreiben Grasser) und dem trotzdem um Vorzugsstimmen kämpfenden ausgebremsten Karas.

Na das wird ja noch ein wahrlich fader Wahlkampf werden.

Aja. Wem das Lachen noch immer nicht im Hals stecken geblieben ist, HIER gibts noch mehr Plakate. Und: Ja, die sind echt!

Calexico on Speed

Posted in Konzert, Party by eminenz on 27. April 2009

Slim Cessna’s Auto Club waren in der Stadt. Räudig! Roh! Explosiv! Eine Dynamit-Mischung aus Country Blues Overdrive. Da schaun Calexico nebenbei wie eine Rentnertruppe aus. Hätten sich mehr Zuschauer in der Arena verdient.

Ganz toll: Der Gitarrist mit seiner Doppelgitarre und dem Bildnis der heiligen Maria drauf.

Hatte ein bissl was von der Stimmung wie bei Balkan-Bands – die beiden Sänger sind auch ins Publikum gehopst. Großartig: Das rumorende Schlagzeug. Interessant: Das undefinierbare Instrument, sowas wie ein Crossover von Zither, Syntesizer und Hackbrett. Großartig.

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Die Tschuschen spielen auf

Posted in Konzert, Szene, Wien 2.0 by eminenz on 27. April 2009

Die Wiener Tschuschenkapelle mit ihrem “Obertschuschen” Slatko Ninic ist eine der Konstanten in der Wiener Balkanmusik-Bewegung. Gegründet und bekannt geworden ist die Band schon weit vor dem Balkanmusik-Hype in dieser Stadt. Wie schreiben sie selbst so schön:

Die Wiener Tschuschenkapelle ist ein Garant dafür, das im Zeitalter der worldmusic das Multikulturelle nicht zu einem langweiligen, oberflächlichen Crossover degradiert wird.

Macht Spaß, Ihnen zuzuhören, mit ihrer etwas anderen Interpretation von türkisch-orientalen Serenaden bis zum Zigeunerjazz.

Ein schöner Act war im Burggarten vor dem Palmenhaus. Richtig chillig, im Gras liegend den Weisen der Tschuschen lauschend.

Das war übrigens einer der Events beim diesjährigen Wiener Stadtfest. Recht viel mehr interessantes war allerdings nicht dabei.

Tosca wummern in der Kirche

Posted in Konzert, Szene by eminenz on 26. April 2009

Tosca stellten ihr neues Album “No Hassle” in der Minoritenkirche vor. Richard Dorfmeister und Rupert Huber holten sich Unterstützung vom VJ Fritz Fitzke.

Und der Auftritt ließ mich ein bisschen ratlos zurück. Einmal gut gelungen: Der Aufführungsort. Ein Elektronik-Konzert in einer Kirche ist doch aufregend. Allerdings: Hier hätte man die Video-Installationen schon etwas ausweiten können und den riesigen Kircheninnenraum ganz bespielen. So hätt ich das auf jeden Fall gemacht: Die gotische Architektur einbeziehen in die Video-Installationen.

Ganz zufrieden mit den Fitzke-Installationen war ich dann auch nicht: Zu Beginn zu zurückhaltend, ab und zu im Stil von Windows 95 (mit Absicht? – das hätte sich für mich jedenfalls nicht erschlossen), manchmal einfach zu eintönig. Aber trotzdem mit einigen sehr guten Ideen.

Nun zur Musik selbst. Dorfmeister und Huber betreiben das Tosca-Projekt ja schon seit 1994 und “No Hassle” ist dann schon das fünfte Album der beiden. Ich bin ja schon beim dritten ausgestiegen. Der Grund: Die beiden DJs Kruder und Dorfmeister waren meine Heroen, spätestens mit dem grandiosen DJ-Kicks-Album.  Wegweisend auch die K&D Sessions, das Remix-Album der beiden. Das hat mich geprägt.

Tosca war dann die Weiterentwicklung für den Richard Dorfmeister. Für mich war damit allerdings der Zenit der Wiener Elektronik-Schule überschritten. Irgendwie hat sich da seit Mitte der 90er-Jahre nichts mehr weiterentwickelt. Der Wiener Downbeat ist mir irgendwie zu schal geworden – und klingt irgendwie noch immer so wie damals.

Und das hat sich auch bei der CD-Präsentation bestätigt: Im großen und ganzen etwas zu perfekt produziert. Für mich nichts neues. Nur ab und zu prägten schöne Beats den Klangteppich.

Dass Tosca erfolgreich sind, hat sich allein an der Warteschlange vor der Minoritenkirche gezeigt. Die meisten Menschen bekamen keinen Einlass bei den zwei Gratis-Konzerten – es war einfach zu wenig Platz. Der Erfolg hatte sich schon bei den ersten Alben von Tosca manifestiert. Bei vielen Fernseh-Musik-Untermalungen und sogar in Werbespots hörte man plötzlich die Musik von Dorfmeister und Huber. Breitenwirksam. Aber nichts mehr für mich.

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Ab an den Strand

Posted in Leben, Wien 2.0 by eminenz on 26. April 2009

Ganz schön schnell ist der Sommer über Wien hereingebrochen. So schnell, dass vorerst die Sommer-Bars am Donaukanal gar nicht reagieren konnten. Jetzt aber ist überall eröffnet. An der Strandbar Herrmann bekommt man wieder keinen Platz im Sand und muss sich mit Ultra-Bobos herumschlagen.

Geheimtipp ist daher die Adria. Dafür muss man nicht nach Italien. Zur Salztorbrücke reicht. Kleiner als der Herrmann-Strand, dafür viel gemütlicher. Und statt der Aussicht auf den Uniqa-Tower – der am Abend mit äußerst interessanten Lichtinstallationen bespielt wird sieht man auf den Ringturm, den ersten sogenannten Wolkenkratzer aus den 50er-Jahren, der damals in unserem Städtchen aufgestellt wurde. Und der hat auch was zu bieten: Von der Beleuchtung seiner Antenne kann man die Wettervorhersage ablesen. Obwohl: An der Adria müsst doch immer schönes Wetter sein…

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Pröll chattet

Posted in Politik by eminenz on 22. April 2009

Gleich nach der Budgetrede war Finanzminister Josef Pröll zu Gast bei uns im Chat. Das ganze ist auch auf Video festgehalten:

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Um die VP-Granden schwirren derzeit ständig Video-Redakteure, nachdem die ÖVP in der vorigen Woche ihre Homepage neu gelauncht hat. Und nun meint: Online first.

>>Chat zum Nachlesen

>>Bilder vom Chat

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Marathon: Drei Ziele, keines erreicht

Posted in Spocht by eminenz on 20. April 2009

Der Vienna City Marathon ist gelaufen, unsere Zeit steht fest. In der Rückschau bin ich etwas gespalten: Auf der einen Seite finde ich es gut, dass ich meine 9,1-Kilometer-Distanz so locker hinbekommen habe – und auch fast ohne Muskelkater am nächsten Tag – auf der anderen Seite bin ich doch enttäuscht über mein Laufergebnis.

>>Alle Bilder von unserem Lauf

>>Die besten Bilder vom Marathon

Drei Ziele hatte ich mir für den Marathon gesetzt:

Erstens wollte ich eine Zeit von unter 50 Minuten für meine 9,1-Kilometer-Strecke erreichen. Ziel denkbar knapp verfehlt – es waren dann doch 50 Minuten und 19 Sekunden.

Zweitens wollte ich in unserer Staffel die beste Durchschnittszeit pro Kilometer laufen. Auch das habe ich knapp verfehlt – Sara ist zwar um sieben Kilometer länger gelaufen, war aber um 10 Sekunden pro Kilometer schneller als ich.

Drittens war mein Ziel im direkten Duell mit unserem Arbeitskollegen Benedikt, der für eine “feindliche” Staffel genau auf meiner Distanz startete, schneller als er zu sein. Auch das habe ich nicht erreicht, Benedikt hat mir immerhin gut eine Minute abgenommen.

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Insgesamt wär es auch noch sehr schön gewesen, wenn wir mit unserer Gesamtzeit unter vier Stunden geblieben wären. Aber das ist sich leider auch knapp nicht ausgegangen.

Und noch etwas ärgert mich: Bei der Staffelübergabe von Heide an mich vor der Wiener Hauptuni hab ich unnötig Zeit liegen lassen, weil ich “blindes Hendl” sie einfach übersehen hab. Erst auf Zuruf von meiner Freundin auf der anderen Straßenseite hab ich Heide erblickt und mich für den Lauf abgeklatscht. Wichtige Sekunden sind so verloren gegangen.

Der Lauf selbst: Zu Beginn war ich relativ schnell unterwegs und habe in der Liechtensteinstraße auch ziemlich viele Läufer überholt. Plötzlich ist mein direkter Konkurrent Benedikt neben mir gelaufen. Mir kam vor, ich wär dann an ihm vorbeigezogen, dem war aber nicht so. Irgendwo hat er mich unbermerkt überholt, siehe Punkt drei oben.

Nach relativ flottem Start bin ich leider auf der langen Strecke am Donaukanal etwas eingegangen. Die Sonne war furchtbar heiß und ich konnte nicht mehr zulegen. Erst als ich die Zeit zwischen zwei Kilometer-Anzeigen stoppte, wurde mir etwas flau im Magen – ich brauchte über sechs Minuten. Das spornte an, schneller zu laufen.

Das gelang auch nach dem Einbiegen in den Prater, wo die Bäume wohltuenden Schatten spendeten. Doch bis ins Ziel war es noch weit und die Schleife vor dem Happel-Stadion war noch anstrengend. Obwohl: Mit dem Zielsprint bin ich ganz zufrieden. Und mein lautes “Huaba”-Geschrei hat meinen Folgeläufer Peter auch sofort erreicht, keine Pannen bei dieser Staffelübergabe.

Mit ein Grund für die für mich enttäuschende Zeit: Ich bin zweimal zu “Wasser-Tankstellen” gelaufen, um zwei Schlucke zu trinken und mir den Rest des Bechers über den Kopf zu leeren. Das hat Zeit gekostet und wäre nicht unbedingt notwendig gewesen.

Fazit: Die mentale Einstellung hat nicht ganz geklappt. Beim nächsten Antreten hab ich vor, alle Ziele zu erreichen. Koste es was es wolle.

>>Der Blog zum Marathon: Acht Beine

Quetschn-Punk und 30er-Jahre-Balkan-Dixie

Posted in i.me.nenz, Konzert by eminenz on 15. April 2009

Rideontime.at, die ach so wienerisch genannte Jugendplattform der Wiener Linien hat im WUK Geburtstag gefeiert. Und ich überleg mir grad: Wofür gibts diese Plattform eigentlich? Bin dankbar für sachdienliche Hinweise.

Jedenfalls: Party im WUK, bei schönstem Schanigartenwetter und mit Live-Auftritten von Attwenger und Fatima Spar and the Freedom Fries.

Zuerst traten Fatima Spar auf, auf die ich mich besonders gefreut hatte. Damals hatte ich sie im Roten Salon des Volkstheaters gesehen, und dort hatte diese Musik im Stil der 30er-Jahre mit Balkan-Einschlägen genau hingepasst. Diesmal war ich eher enttäuscht. Zu dixieländig waren mir die Bläsersoli, zu verwechselbar der Balkan-Einschlag. Am besten hat mir noch die Stimme von Fatima gefallen – und das verraucht französisch klingende Akkordeon. Und das war wohl der Übergang auf die an diesem Abend bessere Band – auf Attwenger.

Zu Attwenger gibt es ja eigentlich nicht mehr viel zu sagen, ich habs ja schon sehr oft live gesehen. Und jedes mal dasselbe: Bei den Auftritten von Binder und Falkner wird mir immer vor Augen geführt, was man aus der Ziehharmonika rausholen kann. So viel hatte ich damals nicht drauf, als ich von meinen Eltern sanft gezwungen worden war, Akkordeon zu lernen.

Wie immer ein sprechgesanglich hochwertig monotoner Drum and Akkordeon-Event. “Werma schaun, werma sogn.” Nicht nur monoton, dazwischen auch feurig mit Landler und “I und du und nu a Mau.”

Ein bissl leise ist mir das Akkordeon vorgekommen. Zwei Erklärungsmodelle: Ich bin nach so vielen Konzerten halbtaub. Oder die Wiener Linien schaun auf unsere Jugend und lassen die Regler weiter unten.

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Osterhasi!

Posted in Leben by eminenz on 14. April 2009

Der Osterhase ist wieder herumgehoppelt. Und meine kleine Nichte hat Unmengen von Schokoeiern, Süssigkeiten in allen Formaten, abkassiert. Obwohl sie schon Angst gehabt hatte, dass der Hase nicht mehr zu uns kommt. So lang hatte er sich Zeit gelassen, erst nach dem Ostersonntags-Mittagessen hat er sich dann entschlossen, dass er seine Nesterl in unserem Garten verteilt. Und dann hat sie gestrahlt. Mit der Sonne um die Wette. Liab.

Und ökologisch wertvolle Arbeit haben wir dann auch noch geleistet. Haben wir doch unseren reissenden Marktbach erstens von einem hängengebliebenen halben Baum befreit und dann auch noch die Ufer gesäubert von weggeworfenem Müll. Und ich muss mich schon fragen, auch wenn das Bacherl nicht das romantischste ist: Muss das wirklich sein, dass man den ganzen Dreck da reinschmeisst?

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Kübeltäter: “Bruhahaaa!”

Posted in Politik, Wien 2.0 by eminenz on 8. April 2009

Wiener Schmäh auf den Wiener Mistkübeln. Die Stadt hat dazu ein Casting der besten Sprüche ausgerufen, die künftig auf den Kübeln picken sollen. Witzig oder nicht? Auswählen kann man zum Beispiel von “Für Kübeltäter” über “Ganz Wien bleibt clean” bis hin zu “Ich bin eine Dreck-Queen”.

>>Hier kann man abstimmen

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Als Reaktion auf diese Aktion hat die FPÖ wieder eine wahre Perle von OTS-Meldung ausgeschickt. Die Textkünstler in der blauen Zentrale werden sich totgelacht haben. Oder ist das eher zum Weinen?

FP-Matiasek: Bruhahaaa – “witzige” Mistkübelsprüche in den Müll

Sima setzt weiter auf kindischen Aktionismus statt auf Arbeit

Wien, 08-04-09 (OTS) – “SPÖ – samma net sehr super?”, “Sima setzt sich für sich selbst ein”, “Fetzen, Sima setzen!”, wären einige oberlustige Sprüche für die neue Sima-Aktion “Witzige Sprüche für Wiens Mistkübel gesucht”, schlägt die Wiener FPÖ-Umweltsprecherin LAbg. Veronika Matiasek vor. Während grillende Zuwanderer auf der Donauinsel und den Grillplätzen im Wienerwald an jedem schöneren Tag Müllberge hinterlassen und die Umwelt verschmutzen, kümmert sich SPÖ-Umweltstadträtin Sima um die nächsten Zeitungsfotos. Wenn sich Sima endlich um die Umwelt sorgen und nicht nur Werbung in eigener Sache machen würde, wäre der Wiener Bevölkerung sehr geholfen, sagt Matiasek.

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