DIE GRAUE EMINENZ

Kraftwerk beim Urban Art Forms

Posted in Konzert, Party by eminenz on 30. Mai 2009

Regen in Wiesen. Bei einem Festival nichts Neues. Diesmal wird das Urban Art Forms von Starkregen heimgesucht – und man ist froh, dass man nicht unter den Campierenden ist. Neben Erdbeerwein heuer am ersten Tag auf der Bühne: Die legendären Elektro-Pioniere von Kraftwerk. Wer kennt nicht “Das Model” oder “Wir sind die Roboter”. Allerdings: Diese Rückschau auf die Pionierzeit der elektronischen Musik lässt einen doch schalen Eindruck zurück. Außer beim “Roboter”-Song mit den typischen Kraftwerk-Roboter-Modellen an den vier DJ-Stelen war die Band – zu Beginn mit nach Star Trek anmutenden Uniformen – nicht zu einem Zucker bereit und alle vier verschanzten sich hinter ihren Elektro-Aufbauten.

Dass die Einflüsse der Band in viele Richtungen gingen, sei hier hoch angemerkt. Inmitten der weiterentwickelten elektronischen Szene hatte das ganze aber ein wenig was Verstaubtes. Wie ein Kollege meinte: “Da kann man gleich einen Gameboy an die Anlage hängen.”

>>Hier gibts alle bilder vom UrbanArtForms

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Stereo am See

Posted in Konzert, Party by eminenz on 27. Mai 2009

Ein kleines Festival im Pielachtal, das Stereo am See. Mit Bühne am See. Wobei: Der See war großflächig abgesperrt und die Wasserqualität hat nicht unbedingt eingeladen dass man da auch nur einen Zehen reinhängt. Nicht so gschmackig.

Trotzdem feines Festival mit relativ wenig Besuchern. Headlinertechnisch war das ganze jetzt auch nicht unbedingt vom allerfeinsten: 3Feet Smaller, Alkbottle und Shantel.

Wobei: 3FeetSmaller haben ordentlich Stimmung in das Publikum gebracht und Sinn für Humor bewiesen mit einem Luftgitarre-Wettbewerb. Alkbottle haben noch immer die selben Fans, wieso auch immer. Der Schmäh is schon ein bissl lasch geworden und dem Roman Gregory glaubt man nach seinem Starmania-Ausflug sowieso nix mehr.

Shantel mit Band war wieder fast ein bisschen zu professionell, ohne Ecken und Kanten. Obwohl: Einige sind schon ein bisschen ratlos herumgestanden im Publikum, ist ja doch nicht alles so Balkan-Rock’n’Rollig wie Disco Partizani…

>>Hier gibts MEHR Bilder

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Ganz in weiß, mit einem Blumenstrauß…

Posted in Leben by eminenz on 26. Mai 2009

G’heiratet is worden. Eine traditionelle Bauernhochzeit im Mostviertel. Genauer gesagt in Oberndorf an der Melk und Kirnberg an der Mank, wers kennt.

Inklusive Schiasser-Buam, Braut-Verzahn und Kranzl-Owesingan. Nett!

Ich wünsche dem Brautpaar Gerhard und Birgit Aspalter viel Glück!

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Moslemhand in Christenhand!

Posted in Graue Kunst, Politik by eminenz on 18. Mai 2009

Plakate stehen derzeit überall herum, weil am 6. Juni die EU-Wahl ist. Und einige “Künstler” haben diese Plakate wie vor jedem Wahlkampf wieder etwas umgestaltet, beschmiert, überklebt. Ganz besonders gelungen sind dabei die Slogan-Erweiterungen der FPÖ-Plakate. “Abendland in Schlumpfverstand” hat doch was. Und ist viel origineller als das Original!

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>>Hier gibts noch mehr Plakat-Graffiti

Weihnachtsbratl und Bier

Posted in Graue Kunst by eminenz on 15. Mai 2009

Aus der noch nicht gestarteten Serie “Die besten Plakate des Jahrhunderts”.

So hat man damals Werbung für Bockbier gemacht. Ja, zum Weihnachtsbratl ein Bockbier. Das schmeckt. Großartig! Und man kann sich richtig das Beisl vorstellen, in dem der Silverserver in den 50er-Jahren sein Bierlein getrunken hat…

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Krampus und Nikolo

Posted in Graue Kunst, Satire by eminenz on 14. Mai 2009

Endlich einmal ein Süssigkeiten-Automat, der korrekt befüllt ist! Leider nicht ganz zur Jahreszeit passend. Aber Krampus und Nikolo im Automaten haben jetzt sogar schon den Osterhasen überlebt. Kommt vielleicht davon, dass man sich nichts rausnehmen darf. Ist nur ein Schauobjekt im Technischen Museum. Und zwar zur Sonderausstellung “Geschmackssache”. Die ist bereits im Oktober gestartet, und damals wars ja fast zeitgemäß, dass hier Nikolo und Krampus rausgrinsen. Schad, dass man den Automat nicht bedienen konnte. Ich wollt dem Nikolo nämlich mal die Ohren langziehen und ihn so zum Osterhasen machen. Und das vor Pfingsten. Aber da gibts ja kein Viecherl dafür. Oder hat schon wer einen Heiligen-Geist-Schoko gesehn?

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A faire Milch: “Heimische Milchfee statt EU-Milchsee”

Posted in Leben, Politik by eminenz on 14. Mai 2009

Derzeit läuft eine Plakat-Aktion für den Fortbestand der Milchbauern in Österreich: A faire Milch. Bin übrigens drauf hingewiesen worden, dass es dieses Milchprodukt eh schon ganz lange gibt. Mir fällts erst jetzt auf, wegen dem Plakat mit der Kuh, die einen Schatten mit Kreuz drauf wirft.

Ganz köstlich auf der Homepage: Das Milchipedia ;-) Ja, was man aus Milch so alles machen kann. Nicht nur Topfen. Und um was gehts der Aktion eigentlich?

A faire Milch ist 100 % aus Österreich. Nur wo “Guat. Fair.” drauf steht, ist auch 100 % Zukunft für unsere heimischen Bauern drinnen. Genauer gesagt, jeder Liter davon wurde von einem österreichischen Milchbauer oder-bäuerin gemolken und von einer österreichischen Molkerei abgefüllt.

Hört sich ja fast ein bissl nach FPÖ-Werbung an. “Heimische Milchfee statt EU-Milchsee” tät ich als Plakat mit dem grinsenden HC Strache vorschlagen. Die Blauen selbst sind aber wahrlich nicht in den heimischen Bio-Milchkübel gefallen, bevor sie zum dichten begonnen haben, nicht umsonst reimen sie zum Beispiel “Für Österreich da – statt für EU und Finanzmafia”. Schon ein bisschen holprig. Und dem Menschen, der “Abendland in Christenhand” gereimt hat, will ich jetzt auch nicht unbedingt einen intellektuellen Tiefgang unterstellen. Gewählt werdens ja trotzdem wieder, die blauen Fratzen. Was solls. Der Österreicher lernt halt nicht dazu. Nicht in 1000 Jahren.

Aber wurscht, zuviel abgeschweift. Ich will die Bauern nicht in einen Topf mit den Blauen werfen! Im Gegenteil, der Milchpreis bringt die heimischen Milchbauern ziemlich in Bedrängnis. In meiner bäuerlich geprägten Verwandtschaft haben schon einige ihre Nebenerwerbslandwirtschaften aufgegeben, weil es sich einfach hinten und vorne nicht rechnet. Dazu hats in Wien ja vor einiger Zeit eine Demo gegeben. (>>Hier gibts Bilder dazu)

Nur mehr am Hof einer meiner Tante gibt es Viehwirtschaft. Ein uralter Stall voller Kühe. Lang, sehr lang, ich glaub seit die Wirtschaft bei meiner Oma aufgegeben worden ist, war ich nimmer in einem Kuhstall. Waren dann am letzten Wochenende Erinnerungen an die Kindheit. Der eigene Geruch, ich schreib jetzt nicht dass es stinkt. Das Ausmisten, das Gemuhe der Kühe. Hat was. Aber natürlich ein ziemlicher Arbeitsaufwand. Zweimal pro Tag den Stall machen. Und das fast nur für den Selbstkostenpreis. Also: Rettet die letzten Kleinbauern!

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Der Dreizehnte

Posted in Erotinator, Graue Kunst by eminenz on 13. Mai 2009

Es ist immer Freitag, der Dreizehnte, auch wenn er diesmal auf einen Mittwoch fällt

Es ist immer Freitag, der Dreizehnte, weil Dreizehn eine Primzahl ist

Es ist immer Freitag, der Dreizehnte, weil der Freitag nie Frei-Tag ist

Es ist immer Freitag, der Dreizehnte, weil überall Leitern stehen, durch die man durchgehen muss

Es ist immer Freitag, der Dreizehnte, weil schwarze Katzen an jeder Ecke lauern

Es ist immer Freitag, der Dreizehnte, weil jeder Tag derselbe ist.

Ich bin traurig.

Posted in Erotinator, Leben, Szene by eminenz on 10. Mai 2009

Aus gegebenem Anlass wiederaufgewärmt. Zuletzt gepostet im November:

Der Soundtrack für Tage wie diese. Da gehts einem dann zwar nicht besser, wenn man das hört, aber man kann sich noch mehr in der Scheiße suhlen. Perfekt.

„Ich bin traurig und irgendwie schon den ganzen Tag nicht gut drauf. Mir fliegt die Welt heut um die Ohren, und das Leben nimmt so seinen Lauf.“

Tanz Baby!

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“Obelix-Attentat” auf Che in Wien!

Posted in Politik, Satire by eminenz on 6. Mai 2009

che Ende April ist die Büste von Che Guevara im Wiener Donaupark geschändet worden. Ja, die gibt es wirklich in Wien, kein Schmäh. Wien ist halt tiefrot. Und so ist im vorigen Jahr zum 41. Todestag die erste Büste des Revolutionärs auf eropäischem Boden enthüllt worden.

Die Rechten dieses Landes – und leider gibt es von denen viel zu viel – haben das ganze mit Häme überschüttet. Deshalb wird auch ein politisch motivierte Tat vermutet: “Das ist ein politischer Vandalenakt gegen das Gedankengut Che Guevaras”, meinte Hans Mikosch von der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft”.

Das Denkmal wird jedenfalls repariert, auch wenn durch das Absageln der Nase 10.000 Euro Schaden entstanden sind.

>>Hier gibts den ganzen Artikel zum Nachlesen

Jetzt erst, einige Tage später meldet sich die ÖVPWien (ja, die gibts noch, aber nur im Mikrokosmos) dazu zu Wort. Und probiert es mit einer OTS-Aussendung im Stil von FPÖ und BZÖ. Als ob diese nicht schon genug peinlich wären. Aber vielleicht will der Herr Walter ja bald Farbe wechseln:

VP-Walter: “Verurteile Obelix-Attentat auf revolutionären Riechkolben”

ÖVP Wien fordert ersatzlose Entfernung der Guevara-Büste

Wien (OTS) – “Die ÖVP Wien verurteilt das feige, hinterhältige, perfide und absolut skrupellose Attentat auf eine völlig wehrlose Nase im Wiener Donaupark nach dem Muster des Obelix-Attentats auf die Sphinx als das, was es ist: nämlich Vandalismus und Sachbeschädigung. Oder vielleicht hat Che sein Standplatz auch nur gestunken. Ein klarer Fall für eine Sonder-Taskforce unter Einbeziehung von Kriminaltechnikern und Hals-NASEN-Ohren-Ärzten. In Zeiten einer wirtschaftlichen Krise könnte man sich von einem Pensionistenvertreter wie Karl Blecha allerdings anderes erwarten, als sich mit revolutionären Riechkolben zu beschäftigen. Wien hat wirklich andere Probleme als die Nase eines kubanischen Revolutionärs. Es ist Blecha unbenommen, in Che Guevara-Bettwäsche zu schlafen. Das ist seine Privatsache. Aber um teures Geld Büsten für Stalinisten aufstellen zu lassen und sich dann zu wundern, dass das nicht nur helle Begeisterung auslöst, ist einigermaßen weltfremd. Die ÖVP Wien hat immer betont, dass es sich bei der Aufstellung dieser Büste um eine Provokation und um einen Schlag ins Gesicht für alle Exilkubaner handelt. Wir fordern daher die ersatzlose Entfernung dieser Büste.” So die Reaktion des Landesgeschäftsführers der ÖVP Wien, Stadtrat Norbert Walter, auf die große Aufregung des SPÖ-Pensionistenchefs bezüglich der abgeschlagenen Nase des Che Guevara. Rückfragehinweis:

ÖVP Wien – Pressestelle

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