DIE GRAUE EMINENZ

Screaming Pühringer

Posted in Politik, Satire by eminenz on 28. September 2009

Landtagswahldn in Oberösterreich waren am Wochenend. Mit wiedermal desaströsem Ergebnis für die SPÖ. Und der Landeskaiser Josef Pühringer hat sogar noch einige Prozent dazugewinnen können. Hat ja eh jetzt nur über 46 Prozent. Nicht der Rede wert. Bei den ersten Hochrechnungen dürft sich der Herr Landeshauptmann aber ordentlich gefreut haben: Ein Bild von ihm im Siegesschrei-Taumel wurde bei den ersten Hochrechnungen veröffentlicht. Und weil er gar so ein außerirdisches Gesicht macht dabei, hat Zive.at zum Photoshop-Contest aufgerufen.

Mit köstlichen Ergebnissen. Endlich wird die Connection von Pühringer zu Castro und Captain Kirk erklärt Aber sehen Sie selbst:

Hier mal das Original:

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Und jetzt ein Best-Of des Photoshop-Contests:

Frei von Castro bis Hitler…

(Mehr davon auf Zive.at)

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Gauki 3.0

Posted in Leben, Party by eminenz on 28. September 2009

Feiern im 80er-Outfit hat was von Faschings-Gschnas. Ist also nicht ganz meins. Weil: Maskieren tut man sich eh das ganze Jahr. Aber wenn sichs die Jubilarin wünscht, macht man doch gerne mit. Und so spazierten alle mit Plastikketten, Neon-T-Shirts und Jogging High herum. Doppelplus für das Outfit von der Gauki: Die wandelnde Discokugel. Verloren gehen konnte sie nicht am Abend, weil alle geblendet waren – ein cool-gewagtes Outfit!

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Ein paar Schnaps weniger und wir wären weniger peinlich herumgesprungen. Aber wenigstens beim O.B.-Spiel – in Anlehnung an die scheinbar legendäre Bindenparty – haben wir nicht mitmachen müssen. Und gsungen haben wir auch, fehlerfrei mit großem Grölfaktor. So wird g’feiert im Zöchbau-Kölla.

Der aufgestaute Rio Negro: Hanabanilla-Stausee

Posted in Cuba Libre, Reise by eminenz on 21. September 2009

War eigentlich nur ein kleiner Abstecher zum zweitgrößten Stausee in Kuba: Der Hanabinala-Stausee zwischen Santa Clara und Topes de Colantes ist allerdings sehenswert. Und endlich mal kein einziger Tourist weit und breit. Auf jeden Fall haben wir uns einen ordentlichen Sonnenbrand geholt bei der fünfstündigen Bootsfahrt – ja, der See ist wirklich verdammt groß. Die beiden kubanischen Jungs, die mit dem Motorboot gefahren sind, haben die Sonne ein bisschen besser vertragen. Erfrischend war auf jeden Fall der Sprung unter den kleinen Wasserfall… Das Ausrutschen am glitschigen Felsen war weniger gut.

Der Hanabanilla-Stausee ist übrigens der einzige Stausee in Kuba, der auch zur Erzeugung von Elektrizität genutzt wird. Alle anderen Stauseen dienen für den Wasserausgleich der Flüsse und gegen Überschwemmungen – und als Wasserreservoir.

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In die Berg bin i gern…

Posted in Reise, Spocht by eminenz on 8. September 2009

Der Titel ist zwar glatt gelogen, weil ich ja ein typischer Flachländler bin. Aber ab und zu sind die Berge ned amoi so schlecht. Diesmal wieder im Salzburger Land. Ziel: Die Südwiener Hüttn da irgendwo bei Obertauern. Und daunn aufi aufn Spirtzinger auf ca. 2100 Meter. Warn immerhin 800 Meter Höhenunterschied zum Gehen.

Was einen als Flachländler immer wundert: Warum grüßt jeder Bergwanderer, am besten mit “Griassenggggchhh!”?? Wir warn ja ned in Tirol!

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Zu Gast bei Che Guevara

Posted in Cuba Libre, Reise by eminenz on 2. September 2009

Nach dem Varadero-Aufenthalt haben wir uns ein Auto ausgeborgt und waren dann sieben Tage unterwegs. Erste Station war Santa Clara. Beim Hinfahren haben wir uns einmal absolut blöd verfahren und sind dann auf einem Feldweg unterwegs gewesen, da wars fast ein bisschen unheimlich so zwischen Industrieruinen und Kleinbauern.

Und die erste Begegnung mit der zentralen Autopista: Die Autobahn ist sechsspurig, ohne Bodenmarkierung, mit Schlaglöchern so groß wie ein Auto, Pferdefuhrwerke kommen dir entgegen. Die Auffahrten sind wie ein Kreuzung gelöst. Und es kommt schon vor, dass man plötzlich bei einem Stoppschild steht, weil eine Bahn quert. Unter den Brücken warten die Kubaner auf Mitfahrgelegenheiten.

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In Santa Clara haben wir uns auch mal gscheit verfahren – und waren etwas überfordert mit dem Trubel auf den Straßen. Gottlob haben uns zwei junge Radfahrer zu einem Hostel dirigiert, das zwar voll war, aber wir sind gleich ums Eck in eine Casa Particular vermittelt worden. Am Abend waren wir dann schon an den Trubel mit den vielen Radfahrern und Fuhrwerken auf der Straße gewöhnt. Das Stadtzentrum ist ein riesengroßer Platz mit Kolonialbauten und einem Hotel-Klotz, auf dem noch die Einschusslöcher der Revolutions-Kämpfe prangen.

Che Guevara ist überall präsent. Als Memorial aufgebaut sind die Waggons des Zuges, den Ches Truppen im Dezember 1957 entgleisen ließen. Damit fiel ihnen eine Munitionslieferung für die Truppen des Diktators Batista in die Hände, viele Soldaten der Batista-Truppen liefen über, Guevara konnte die Stadt einnehmen. Wenig später setzte sich Batista ins Ausland ab, die Einnahme der Stadt war also entscheidend für den Vormarsch nach Havanna, wo die Revolutionäre rund um Fidel Castro euphorisch empfangen wurden.

Auch das Grabmal von Che ist in Santa Clara, bekrönt von einem großen Denkmal des einstigen Mitstreiters Castros, das ihn als Guerillakämpfer mit allen Requisiten – Tornister, Maschinenpistole und Handgranate – zeigt. Umgeben ist das Denkmal von mehreren Steinen mit Aussprüchen Guevaras über die Notwendigkeit einer Revolution in ganz Lateinamerika und Aussprüchen Fidel Castros zu seiner Person. Der Ausbau der Stadt Santa Clara soll so erfolgen, dass diese Grabstätte samt Denkmal einmal den Mittelpunkt der Stadt bildet. Bisher gibt es aber nur einen riesigenAufmarschplatz neben dem Monument.

Die sterblichen Überreste von Che Guevara wurden ja erst 1997 in Bolivien gefunden und nach Kuba überführt. Che hatte sich nicht mit dem Sieg der kubanischen Revolution geschlagen geben und war nach Gastspiel im Kongo wieder guerillakämpfend in Südamerika, wo er in Bolivien geschnappt und exekutiert wurde.

Was war sonst noch in Santa Clara: Wir haben ziemlich nette Kubaner kennengelernt – und gelernt, dass man manchen auch davonlaufen muss, weil sie nervig ihre Zigarren anbringen wollen oder sonstwas andrehen wollen. Und das mit dem sambatanzenden Kubaner ist nur eine Sage, die nicht stimmt. In Wirklichkeit sitzt der Kubaner am Abend vor seinem Haus auf der Türschwelle oder in seinem Schaukelstuhl vor dem Fernseher.

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