Monat: November 2009

Eiskeller plus Advent ergibt Konzert

Langsam weihnachtet es schon ganz heftig – in der Werbung und in den Geschäftsstraßen ja schon seit Ende Oktober. Jetzt ist auch Loosdorf nachgezogen. Neben einem Adventmarkt-Wochenende gab es auch ein Adventkonzert der Musikschule im Eiskeller. Von der Flöte über die Gitarre bis zur Geige zeigten die jüngsten dem Advent-Hasen, wo der Bartl den Most herholt. Auch wenns teilweise nur Süßmost war. Advent, Advent…

Ki-Ka-Kinder-Perchtenlauf

Brauchtum soll in der heutigen Zeit ja hochgehalten werden. Vor allem bürgerliche Parteien bestehen darauf, um die dahinsiechenden Sozialdemokraten ganz zertrümmern zu können. Desto mehr verwundert es, dass es in Loosdorf eine Perchtengruppe gibt. Der Ort ist erstens tiefrot und zweitens vom Brauchtum Perchtenlauf soweit entfernt wie Salsa in Vorarlberg. Lange könnte ich jetzt über Verschwörungstheorien nachdenken. Hab ich auch schon an einer anderen Stelle gemacht. Und ich bin schon damals zur Überzeugung gekommen, dass es besser ist, beim Perchtenverein zu sein, als den ganzen Tag zu saufen. Obwohl bei den Veranstaltungen der Perchten auch ganz schön gsoffen wird. Diesmal haben die Perchten-Väter ihre Perchten-Söhne in die Laafn gsteckt. Und fertig war der Kinder-Perchtenlauf. Ki-Ka-Kinder. Gefürchtet haben sich die Kleinsten. Zählt also zur Abschreckung. Und zurückgeschlagen haben die größeren. Zählt also schon zur Kampfausbildung. Äußerst interessant.

Im kubanischen Gebirge: Topes de Collantes

Über 1000 Meter erheben sich die Berge um das Gebirgsdorf Topes de Collantes zwischen dem Hanabanilla-Stausee und Trinidad auf beschwerlicher Straße mit Riesen-Schlaglöchern erreichbar – beschaulich ist das Dorf geblieben, aber es ist vom Bauerndorf zum Kurort gewachsen. Am höchsten Punkt steht ein Riesen-Kurhotel im Stalin-Stil. Rundherum viele Hotelanlagen mit verschiedensten Preisklassen. Unser Hotel war eine schöne Appartment-Anlage. Mit dem größten Gummibaum den ich je gesehen habe und ganz schlechter Live-Musik beim Abendessen. Das richtig schöne dort ist die Natur: Man geht zwar zwei Stunden über Stock und Stein hinunter zum Salto de Caburni, aber es zahlt sich aus. Erstens durch den wirklich beeindruckenden Nationalpark mit den riesigen Palmen und den vielen Eidechsen. Zweitens durch die äußerste erfrischende Bademöglichkeit ganz unten beim Wasserfall und drittens wegen der kleinen Freiluft-Bar mitten unter den Hühnern am Weg zurück in den Ort.

Im Hamsterrad

Irgendwie laufen wir alle ein bisschen im Hamsterrad. Immer laufen. Immer mit dabei sein. Niemals zurückschaun. Auf der Stelle laufen. Ohne Verschnaufen. Und weil viele Menschen gern in diesem Hamsterrad laufen, haben zwei findige Franzosen in Nantes jetzt eine “Hamster Villa” eröffnet. Ein Hotel mit Riesen-Hamsterrad in jedem Zimmer, viel Heu zum Schlafen, Körner zum Essen und einen Brunnen zum Trinken. Kein Schmäh. Das Hotel gibt es wirklich. Überleg mir nur grad ob es da auch Doppel-Zimmer gibt, in denen zwei Hamsterräder stehen. Da könnt man dann wie im wirklichen Leben miteinander auf der Stelle treten. Volia.

“Orangensaft statt Burschenschaft”

Das als Titel formulierte Motto eines Transparents gegen den Burschenschafts-Kommers kann mich nicht ganz begeistern. Mag ich doch beides nicht besonders. Allerdings find ich Burschenschafter dann doch etwas rechtsdrehender als Orangensaft. Aber egal: Einige hundert Menschen demonstrierten gegen den Festkommers in Wien. Hinter dem Rathaus mit der Aktion “Wiener Lichter”, dem Versuch eines Lichtermeers, der aber dann doch nur ein Lichterteich war. Ganz unbeeindruckt blieben aber die Tausenden Besucher des Christkindlmarkts. Vielleicht ist es ja auch ein politisches Statement: “Glühwein statt Rechts-Sein”.

Aufgerufen worden war auch dazu, Kerzen in die Fenster zuhaus gegen die “dunkle Vergangenheit” zu entzünden. Am Ring war ein Demo-Zug unterwegs, bei der auch die Audimax-Besetzer eine große Abordnung stellten: “Unis besetzen – Nazis räumen” war ihr Motto. Die Polizei hat das mit ihrem massiven Aufgebot allerdings nicht unterstützt. Sondern die Burschenschafter-Veranstaltung geschützt. Wien bleibt eben Wien.

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Maschek und die Brezina-Fantasieschule

Die Audimax-Besetzung dauert nun schon 26 Tage. Und am Abend kam Unerstützung von “Maschek”, die drüber geredet haben, gut synchronisiert. Begeisterungsstürme haben die Solidaritätsbekundungen der beiden angetretenen “Mascheks” ausgelöst. Das Programm war ganz auf die Besetzer abgestimmt und schon aktualisiert. So hat durch die mascheksche Synchronisation nun endlich auch Bundesheinz Fischer das Wort an die Studenten gerichtet. Und mit einigen “Hehe”-Klassikern wurde Kanzler Faymann ins Bildungs-Out gelacht. Seitenhiebe auf den “Eh-Bald-Nimmer-Da-Gio” Hahn wurden vom Publikum mit Johlen quittiert. Und dass dem Faymann zur Bildungspolitik nichts einfällt – das müssen “Maschek” nicht mal synchronisieren. Der “Tom Turbo” Österreichs, Thomas Brezina als Gründer der Fantasieschule und Bak-Produzent und sogar Clown “Enrico”, die für die östererreichische Bildung wohl mehr gemacht haben als manch ein Politiker, wurden eingebaut und laut beklatscht.

Allerdings: Show-Programm ist gut, aber die Besetzer müssen jetzt wohl – am besten gleich beim internationalen Protesttag – zeigen, dass sie noch mobilisieren können. Ein bisschen einen Achter hat das Audimax-Rädchen in der letzten Zeit bekommen. Und manche Gesichter im Audimax waren schon ein bisschen schläfrig. Basisdemokratie kann auch müde machen. Und dass sich viele Studenten von der Breite der Forderungen distanzieren, macht das ganze auch nicht leichter.

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Der Bart des Propheten

Bart rasieren ist Schwerstarbeit. Überhaupt wenn man die Haare im Gesicht schon wochenlang wuchern hat lassen und schon wie ein kubanischer Revolutionär ausgesehen hat. Wobei, er war schon länger im Spätsommer nach unserem Kuba-Urlaub. Hätt also noch länger wachsen können. Aber: Hilft nichts, der Bart musste ab. Aber ich hab probiert, ob mir verschiedene Bart-Varianten stehen würden.

Der Ausgangspunkt – der Fidel-Castro-Bart. Zumindest ansatzweise. Wobei einige gemeint haben, das stehe mir gut. Trotzdem. Her mit dem Rasierer, denn: Es zwickt, fühlt sich auch wenn man den Bart pflegt ungepflegt an und: Für ein schönes Aussehen muss man den Bart trimmen. Nicht mit mir, das ist ja anstrengender als rasieren!

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Rasierstufe Eins: Hier ein bisschen weg rasiert, dort ein bisschen weg rasiert und fertig: Koteletten mit Klobrillen-Bart. Wär mal was anderes, aber so ganz war ich dann doch nicht überzeugt. Macht einen doch älter als man ist so eine bärtige Mundumrundung.

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Darum bin ich zur Rasierstufe Zwei gekommen: Der “My Name is Earl”-Bart. Sehr fesch. Würde wohl gutes Karma bringen. Schaut doch gleich nach Strizzi aus und hat was von einem Zuhälter-Look. Fast wär ich dabei geblieben, aber ganz zufrieden war ich damit doch wieder nicht. Wer weiß, ob der Zuhälter-Look wirklch so gut ankommt da draussen…. Also wurden die Rasiermesser wieder gewetzt.

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Rasierstufe Drei: Der klassische proletarische Oberlippenbart. Fesch, aber nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Da ich nicht in Simmering oder Favoriten wohne, hab ich auch davon Abstand genommen. Obwohl ich damit fast so fesch bin wie der wunderbare Austrofred. In einem ersten Schritt hab ich noch probiert, obs ohne Koteletten besser ausschaut, dann wieder ein bissl was wegretuschiert vom Bart.

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Ich habs weiter probiert >>

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