DIE GRAUE EMINENZ

Pro-Sit!

Posted in Leben, XXX reloaded by eminenz on 31. Dezember 2009

Heute: Krachend, knallend, feuerwerkend, sekttrinkend, bleigießend, tanzend, donauwalzernd, neujahrsvorsätzemachend, singend, nachdenklich, feiernd.

Morgen: Lang schlafend, Kopfweh habend, Neujahrskonzert schauend, Heringe essend, fernsehend, neujahrsvorsätzebrechend, frühinsbettgehend.

Auch immer das Gleiche….

2009

2010

Pro-Sit Neu-Jahr!

Kein XXX für ein U vormachen!

Posted in XXX reloaded by eminenz on 26. Dezember 2009

Oh du fröhliche – wiewohl auch nachdenkliche. Süßer die Glocken nie klingen – und sich wie ein Kreissägengeräusch in die Gehörgänge graben. Das Familienfest – ohne dass man den Großteil der Familie sieht. Doch der Kern bleibt. Und leise rieselt der Schnee, auch wenn es 10 Grad über Null hat. Ein Weihnachtsverweigerer? Nein, das bin ich nicht. Aber kritisch wird man die “stillste Zeit im Jahr” doch noch betrachten können. Und die Antennen in Form eines Elchgeweihs ausstrecken. Happy XXX!

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Südbahnhof vor der Abrissbirne: Urban Destruction

Posted in Party by eminenz on 19. Dezember 2009

Vor der Abrissbirne kam die Abrissparty. Der schon leergeräumte Südbahnhof bebte noch einmal – diesmal zu elektronischen Klängen, Höhepunkt waren Tiefschwarz.

Furchtbar dilletantisch war das ganze leider organisiert. Für die Kälte in den Hallen kann der Veranstalter zwar nichts, aber auf jeden Fall dafür, dass man gar nicht reingekommen ist, denn: Vor dem Eingang war alles mit Party-Hungrigen verstopft, die Security waren überfordert. Manche haben stundenlang auf Einlass gewartet. Und manche sind gar nicht reingekommen, weil um ca. 0 Uhr 30 die Tore geschlossen wurden: Kein Einlass mehr, die behördlichen Auflagen ließen nicht mehr als 1500 Menschen zu.

Aber mit einmal anstellen wars natürlich nicht getan: Endlich hineingelassen musste man sich in der leergeräumten großen Kassenhalle nochmals anstellen – vor dem Ticketschalter, immerhin wurden stolze 18 Euro Eintritt verlangt.

Wenn man schon eine Abrissparty macht, sollte man auch die altehrwürdige Kassenhalle einbeziehen. Aber nichts da, die Party fand oben in der kleinen Abfahrshalle Richtung Süden statt und im ehemaligen Bahnhofsrestaurant.

Alles in allem: Die schönste Party kann durch schlechte Organisation madig gemacht werden. Nehmen wir das als schlechtes Beispiel.

FPÖ-BZÖ-Bahööö

Posted in Politik by eminenz on 17. Dezember 2009

Die Kärntner Orangen werden jetzt also blau. Aus BZÖ Kärnten wird die FPK. Das Kärntner “Dream Team” kann so perfekt ablenken vom Hypo-Desaster – Stichwort aus der “Tageszeitung” “Heute”: “Die Kärntner Bank-Deppen.” Dass Herr Uwe Scheuch der Ober-Orange-Blaue nach dem Desaster jetzt auch noch herumstänkert, dürfte einfach in der Kärntner Seele liegen. Dass man sich nun in den “Heimathafen” FPÖ begeben hat, wird doch ein bisschen daran liegen, dass sie nach dem Fall Hypo draufgekommen sind, dass sie schlicht und einfach zu blöd sind zum regieren. Ob der IQ durch den Zusammenschluss mit der Bundes-FPÖ unter Heinz-Christian Strache jetzt angestiegen ist, bleibt allerdings zu bezweifeln.

Gegründet ist das BZÖ am 4. April 2005 worden. Von Jörg Haider. Damals spaltete er das dritte Lager – und jetzt sind aus dem dritten Lager insgesamt drei Parteien geworden. Ganz klar, dass Uwe Scheuch die Fusion als “im Geist Jörg Haiders” verkauft. Leichenfledderei auf Kärntnerisch hat ja seit dem Unfalltod des Über-Landeshauptmanns eine gewisse Tradition bekommen.

Auf Facebook haben sich natürlich auch schon Gruppierungen in alle blau-orange-br… Richtungen gegründet  – so wie die Gruppe “Neuwahlen in Kärnten – Schluß mit dem BZÖ-Chaos” oder “das BZÖ richtet Kärntens Finanzen zu Grunde – BZÖ nein Danke!”. Auch eine Gruppe “FPK” gibt es schon – mit dem Playboy-Häschen. Und nicht alle dürfen rein. Das dürfte dann ja die richtige Plattform für die Kärntner Freiheitlichen sein.

Weihnachten erledigt: Das Gansl ist geschlachtet

Posted in News, XXX reloaded by eminenz on 12. Dezember 2009

Herr Norbert hat zum Weihnachts-Gansl-Essen geladen. Damit ist Weihnachten vorgezogen erledigt. Nur mehr Knochen sind von der stolzen Gans übriggeblieben.

Das gute Gansl bleibt einem allerdings im Hals stecken, wenn man sich überlegt, welchen Leidensweg diese arme Kreatur sehr oft durchmachen muss, um auf unseren Gabentisch zu kommen. Die industrielle Tötungsmaschinerie unserer Wohlstandsgesellschaft schreckt nicht vor Tier-Folterungen zurück. Und das alles zur Profitmaximierung. Denn wozu sonst werden Gänse lebend gerupft? Um das Federkleid mehr als einmal verkaufen zu können. Und wozu werden Gänse gestopft? Der Mensch ist ein Untier. Gut, dass uns der Klimawandel alle wegspülen wird. Leider auch die armen Kreaturen, die schon unter uns Herrenmenschen leiden müssen.

Um auf das Gansl zurückzukommen: Wenn schon Gansl, dann Biogansl oder eines vom Bauer des Vertrauens, wo man auf artgerechte Haltung zählen kann!

In Österreich zwar verboten, wird das erbarmungswürdige Federvieh jedoch zu Tausenden in Ungarn für den französichen, deutschen bzw. österreichischen „Gourmet”-Markt gezüchtet und qualvoll gestopft.

Bevor diese pathologischen Organe („foie gras”) auf den Tellern herzloser „Feinschmecker” landen, müssen die Gänse/Enten ein mehr-wöchiges Martyrium über sich ergehen lassen. Mehrmals täglich wird ihnen ein ca. 50 cm langes Metallrohr durch den Hals bis in den Magen eingeführt. Durch dieses Rohr wird täglich 1 kg verquollener, stark gesalzener Maisbrei in den Magen gepresst. Diese Menge entspricht ca. 20% des Körpergewichtes der Tiere!

Mehr Infos: Tierrechtsfilme.at

Das Lebendrupfen ist weit verbreitet. Die verängstigten Vögel werden mit gefesselten Beinen am Hals genommen und bekommen dann alle ihre Körperfedern ausgerissen. Die kämpfenden Gänse erleiden Verletzungen und werden nach ihrer schweren Prüfung zu ihren Leidensgenossen zurückgeworfen, bis sie wieder an der Reihe sind. Diese Qual, die von Tierchirurgen und sogar Gänsezüchtern als “extrem quälerisch” beschrieben wurde, beginnt, wenn die Gänse erst acht Wochen alt sind. Sie wird dann in Intervallen von acht Wochen zwei oder dreimal wiederholt. Dann werden die Vögel geschlachtet.

Auch hierzu mehr Infos: Tierrechtsfilme.at

Trinidad: Arme kubanische Schweine und History-Disney-Land

Posted in Cuba Libre, Reise by eminenz on 9. Dezember 2009

Die extremste Fratze des Massentourismus hat Kuba für uns in Trinidad gezeigt: Die ehemalige Zucker-Metropole ist im bei den Kolonialbauten im Zentrum architektonisch herausgeputzt im Zuckerl-Rosa-Stil. Im ersten Moment ein schönes Städtchen mit Kopfsteinpflaster, engen Gassen. Spätestens am Plaza de Mayor aber fühlt man sich vom herausgeputzten UNESCO-Kulturerbe fast erschlagen. Die Architektur des Platzes wirkt bedrohlich süß. Am Abend neben der Kirche im Zentrum ganz erschreckende Szenen: Eine Rumba-Band, die nur für Touristen spielt und im Inneren darum fleht, von der Belanglosigkeit erlöst zu werden. Und Scharen von Polizisten, die “störende” Kubaner auch mit nicht mal so unsanfter Gewalt entfernen. Und rund um die Uhr unterwegs: Die Touristen-Keiler, die die Touris auf Touren schicken wollen, die sie eigentlich gar nicht machen wollen. Und schon mal allein für ein Foto Kohle verlangen. Massentourismus, was machst du mit Kuba? Massentourismus, was machen wir da mit Kuba?

Aber Trinidad hat auch schöne Seiten: Ein Lokal mit Live-Musik, das einfach in Ruinen einer Villa hineingesetzt ist. Die schöne Aussicht auf das Städtchen vom Museum (mit freiem Einritt!), die Einblicke in die alten Kolonialvillen (riesengroßes Zimmer, ein alter Mann im Schaukelstuhl vor dem Fernseher, am anderen Ende des Zimmers als einzige Einrichtung ein Klavier-Flügel).

Auch sehr sehenswert: Die Einbettung des Städtchens im Karibik-Stil in die Berglandschaft von Topes de Colantes und die Sierra de Escambray. Und – ganz besonders schöne Exemplare der alten Oldtimer, die hier sehr gut mit dem Ortsbild harmonieren, sind doch viele von den alten Karren auch im Zuckerl-Stil restauriert.

Ein paar Gassen weg vom Zentrum: Staubige Gassen. Und unsere Vermieter kann man auch nicht weiterempfehlen, haben sie uns doch stundenlang auf den Schlüssel warten lassen und wollten sie uns doch einmal zu viel das Geld aus der Tasche ziehen.

Interessantes Gässchen war das aber allemal, wo wir gewohnt haben. Mit den Pferdegespannen mit Gemüselieferungen und einer Schwein-Lieferung. Das arme Schwein ist am Morgen dann erledigt worden. Und der Schweinefleisch-Geruch ist über der ganzen Gasse geleben. Und die ganze Gasse hat mitgeholfen bei der Verarbeitung. Ist ja leicht zu beobachten, weil dort alles vor dem Haus auf der Straße abläuft. Schweinefleisch haben wir aber dann doch nicht gegessen in Trinidad.

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Stänkernde Schwarze und wieder eine Bildungs-Demo

Posted in Audimax by eminenz on 5. Dezember 2009

Schön langsam nagen ein bisschen Zerfallserscheinungen bei den Studenten-Protesten. An die 50 Tage ist nun schon der Audimax besetzt. Für das Bild in der Öffentlichkeit sorgen Schlagzeilen über Obdachlose, die dort Zuflucht suchen. Und unsere altbekannte Boulevard-Presse kann das so richtig schön in den Dreck ziehen. Der Ansatz, den Protest auf andere Gruppen auszuweiten, ist in der Öffentlichkeit nicht unbedingt positiv wahrgenommen werden. So wie auch die Alt-68er belächelt werden. Weltverbesserung ist in der Leistungs/Kapitalismus-Gesellschaft halt nicht auf dem Programm.

Natürlich ist es nicht leicht, die Proteste so lange am Köcheln zu halten. Dafür gebührt den Audimaxisten große Anerkennung, dass es bis jetzt köchelt. Die Antwort der Politik ist ja leider ausgeblieben. Das “Aussitzen” ist halt eine Kategorie, die sich leider auch hier gelohnt haben dürfte. Wie nicht anders zu erwarten hat die ÖVP in den letzten Tagen noch Öl ins Feuer gegossen und wollte den Rektor der Uni Wien für sich instrumentalisieren. Auch nichts anderes als ein umfrage-gestützter politischer Winkelzug. Konservativ bleiben, “Studieren statt Blockieren”, wie auch eine Facebook-Gruppe heißt und einfach die Papp’n halten. Auch wenns Probleme gibt. Ist ja auch ein Kennzeichen des Österreichers. Ein bissl “motschgern”, aber nur nix ändern wollen. Die ÖVP hält den Bürgerlichen da nur den Spiegel vor. Dass von den Roten gar nichts zur Diskussion kommt, war auch vorhersehbar. Von der SPÖ braucht man sich derzeit aber schon gar keine Visionen erwarten. Sind auch in ihrer neuen Mitte gefangen.

Egal. Demo hats gegeben, Startpunkt Westbahnhof mit dem Motto “Education is not for Sale”. Zirka tausend haben sich dort getroffen – wobei die Abordnung der Kurden die Statistik geschönt hat. Blöder Termin für eine Demo – sind doch viele ins lange Wochenende gedüst. Aber ein bissl das Weihnachtsgeschäft aufgemischt in der Mariahilfer Straße hat der Demo-Zug dann doch. Ich kann mich jetzt auf unser Demo-Schild von damals erinnern: “Wir demonstrieren, bis wir bezahlt werden” in Anspielung auf die VP-Aussage (von wem sonst) dass alle Demonstranten gegen Schwarz-Blau bezahlt worden seien. Also, Audimaxisten, weitermachen, bis die Spendenkonten übergehen.

Die Depeche Mode-Diskokugel: Dave Gahan als “Personal Jesus”

Posted in Konzert, Szene by eminenz on 4. Dezember 2009

Depeche Mode live in der Wiener Stadthalle: Was bleibt über vom Konzert? Zu allererst die überdimensionierte Videowall mit integrierter Halb-Disko-Kugel. Die VJs bespielten diesen Lichtteppich äußerst prägnant mit Depeche-Mode-Astronauten über Raben bis hin zu Disko-Effekten.

Das Set von Depeche Mode wurde begonnen mit drei Nummern aus dem aktuellen Album, wobei sich “In Chains” als Opener mit seinem symphonischen Aufwallen sehr gut anbietet. Trotzdem: Die Masse tanzte erst bei den großen Hits, und die gibt es von Depeche Mode in Hülle und Fülle. Wermutstropfen für mich: “A Question of Time” fehlte die Power. Die Synthesizer  zu diesem Titel klangen ein wenig wie von einer Bontempi eingespielt. Oder: Wie wenn eine schlechte Band Depeche Mode nachquäkt. A propos quäken: Stimmlich ware Dave Gahan zwar öfters an der Kippe, sein Herumgewirbel konnte das aber gut verbergen.

Mitten im Konzert dann einige Songs von Martin Gore, nur mit dem Klavier begleitet. Eins davon hätte auch gereicht. Denn das eingedöste Publikum war dann nicht mehr so schnell aufzuwecken. Allerdings ganz fantastisch: Ein furioses Finale mit einer Mitgröl-Version von “Enjoy the Silence”. Und die am besten performte Nummer des Abends mit viel Rockappeal, lautem verzerrtem Gekreische und ganz eigener Live-Anmutung: “I feel You.” Blieb zum Abschluss nichts mehr zu sagen. Auch Johnny Cash hätte wohl diesen Abschluss gewählt: “Personal Jesus”. Die Kathedrale der Depechies erstarrte in Ehrfurcht.

Noch anzumerken: Entscheidende Soundsteigerung bei den letzen Songs, da wars schon fast ein bisschen zu laut und manche sind wohl nicht allein heimgegangen, nein, der Tinnitus hat sie begleitet. Und über die Qualität des Sounds in der Stadthalle braucht man sowieso nichts schreiben. Der ist einfach nicht auf der Höhe der Zeit. Aber wenigstens besser als im Gasometer.

Wer eine Kritik lesen will von einem eingefleischten Depechie, findet hier Nahrung.

Und wer Bilder sucht – von der schlechten Handy-Kamera – wird hier unten fündig und klicke für Vergrößerung drauf:

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