Monat: August 2011

Ein Sommerloch mit Hitler gefüllt

Schön langsam wird das Nachrichten-Sommerloch ein bißchen lästig. Wenn man sich die Geschichten ansieht, die derzeit im Boulevard verbreitet werden, bleibt einem schön langsam das Lachen im Hals stecken. “Daily Mirror”, “Kölner Express” und natürlich “Österreich” berichten unisono:  Um dem zweiten Weltkrieg schnell ein Ende zu bereiten, wollten die Alliierten Adolf Hitler in eine Frau verwandeln. “Nicht durch Zauberei”, sondern durch eine Hormonbehandlung. Da wär uns ja einiges erspart geblieben. Nicht zuletzt diese Berichterstattung darüber 60 Jahre danach.

„Die Idee war es, seine aggressive Seite mit Hilfe von Östrogenen auszugleichen ”, erzählte Professor Brian Ford von der Universität in Cardiff im „Mirror“. Obwohl Hitler sein Essen jeweils testen ließ, hätten diese Menüs problemlos durch die Testessen kommen können. Denn Östrogen ist geruchslos.

Diese und andere bizarre Geschichten enthüllt Professor Ford übrigens in seinem neuen Buch „Secret Weapons: Technology, Science And The Race To Win World War II“. Darin behauptet der Forscher auch: Die Alliierten hatten vor, die Nazi-Truppen mit Super-Kleber zu überschütten, damit diese am Boden haften blieben. Außerdem wollte man Bomben in Obstkonserven verstecken und diese nach Deutschland importieren.

Mir fällt dazu jetzt eigentlich gar nichts mehr ein als: Bitte, lasst das Sommerloch so schnell wie möglich verschwinden! Am besten zukleben mit Superkleber.

 

Der Sonne entgegen

Ein höchst imposantes Schauspiel beim heutigen Sonnenuntergang in Penzing. Die Wolken färbten sich Orange, an manchen Stellen riss die Wolkendecke auf und so entstand eine Farbtapete, wie sie nur selten beobachtet werden kann. Wobei es schon fast den Anschein hatte, als ob eine Feuersbrunst in den Wolken ausgebrochen wäre. Und das einen Tag vor dem Vollmond Wunderbar.

Abgeschmiert, aber volle!

Die Börsenberichterstattung ist ja von Grund auf etwas fad, vor allem wenn sie seriös gemacht wird. Derzeit aber geht’s  rund an den weltweiten Börswen – und hier springen natürlich auch die Boulevardmedien auf. Damit man Otto Normalverbraucher etwas mehr bietet als einen informativen Titel lässt man sich hier Schlagzeilen einfallen, die dem Menschen mit ausgeprägtem Wortsinn im Herz wehtun müssen. Börsenberichterstattung für Dummies sozusagen: “Geht das schon wieder los – Aktien schmieren erneut ab” liest man beispielsweise auf bild.de und für oe24.at stürzen die Börsen “wieder voll ab”. Grad dass hier nicht noch “megageil” als Kicker verwendet wird.

Übrigens gehen (nicht nur) die Boulevard-Online-Medien immer mehr dazu über, einfach jedes zweite größere Thema in Form eines Livetickers zu schreiben. Ist ja auch einfacher, alle Meldungen per Chronologie in den Artikel zu schmeißen, anstatt einen verständlichen Übersichtsartikel zu machen. Hier gibt es auf jeden Fall bereits einen Overkill. Denn dass “Österreich” auch einen Liveticker zum Wetter anbietet – geht’s denen noch gut?

Kalaschnikow des Friedens

Die Kalaschnikow, die meistproduzierte Handfeuerwaffe der Welt, ist nicht unbedingt ein Symbol für Frieden. Ganz anders sieht das bei jener aus, die bei einem russischen Spezialitätengeschäft in der Wiener Burggasse angeboten wird. Hier werden zwei russische Symbole perfekt vereint: Eine Kalaschnikow aus Glas, gefüllt mit feinstem russischem Vodka, wahrscheinlich Русский Стандарт. Ein Traum geht in Erfüllung! Endlich kann man den Lauf der Kalaschnikow in den Mund nehmen und ausführlich trinken. Das ist doch ein Symbol für den Frieden, denn beim Saufen sind alle Völker vereint. Mein Vorschlag: Ab sofort werden die AK-47 ausschließlich aus Glas produziert und mit Vodka befüllt. Das wäre doch ein Beitrag zum Weltfrieden. Überigens verboten: In die Luft “schießen”! За здоровье!

Ottos Reisen: Das Nilpferd in München

Otto das Nilpferd: Seit dem Begräbnis von Otto Habsburg weicht er nicht von der Seite der Grauen Eminenz – seit er nach dem Leichenschmaus im Prater beim Dosenschießen erstanden wurde. Seine erste Station nach dem Prater war München. Was macht ein Nilpferd in München? Dasselbe wie die Graue Eminenz: Sightseeing, Festivals, Bier trinken, Abhängen im Englischen Garten und in den Bars der Stadt. Ein würdiger Begleiter.

Fortsetzung folgt….

Otto in Münchens schwindelnder Höhe über der Frauenkirche

Otto trotzt dem Regenwetter im Englischen Garten

Otto trotzt dem Regenwetter im Englischen Garten

Otto hat sich ein Bier beim Chinesischen Turm verdient

Ottos erstes Festival - Oben Ohne

Otto steht auf Gin Tonic. Am besten mit Gurke

Das Nilpferd als Barfly