Big Brother

Big Brother Award: “Unglaubliche Sauerei, die im Monent läuft”

“Aus Protest gegen die unglaubliche Sauerei, die im Monent läuft” hat es heuer keine Positiv-Auszeichnung bei den Big Brother Awards gegeben.  Der Award wird Personen, Institutionen, Behörden und Firmen zuerkannt, “die sich im Feld der Überwachung, Kontrolle und Bevormundung ganz besonders verdient gemacht haben”, so die Veranstalter. Leider gabs da heuer überhaupt keine Positivbeispiele, wie die Jury befand. Haben wir uns schon mit Datenklau, Überwachung und Beschneidung der Bürgerrechte abgefunden?

Abgeholt wird der Preis von den “glücklichen” Gewinnern so gut wie nie – wer will schon einen Negativpreis entgegennehmen. Heuer ist ein Preis in Vertretung allerdings entgegengenommen worden. In Vertretung. Für die Grünen. Von einem Mann mit Strumpfmaske.

Star bei den Laudatoren war diesmal Stefan Ruzowitzky, seines Zeichens Oscar-Preisträger. Aja: Mieze Medusa war auch dabei. Eher flau. Und die Mannen von  “monochrom” hatten wieder einmal einen denkwürdigen Auftritt: Sie traten in ihrer Rolle als “Sowjet Unterzögersdorf” auf. So schauts aus: Vodka statt Überwachung!

>>Bilder und Infos zur Big Brother Gala

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“So eine Arschkriecherei”

Was ein Korrektor einer Zeitung in China alles auslösen kann:

Das war zu viel des Lobes: Ein Nachwuchsreporter der südchinesischen Zeitung “Nanfang Dushibao” schrieb über den Besuch von kommunistische Parteifunktionären bei Wanderarbeitern “so hohe Führer zu sehen, begeisterte alle”. Dem Korrektor ging das zu weit. Er schrieb die sarkastische Notiz “so eine Arschkriecherei” zu dem Kommentar des Journalisten. Der Setzer verstand die Notiz offenbar falsch und baute die Schmeichelei zu der Formulierung “So eine Arschkriecherei begeistert mich wirklich” um. Und das ging dann auch so in Druck.

Die Zeitung wurde in einer Auflage von 420.000 Exemplaren veröffentlicht. Der Satz blieb zunächst aber weitgehend unbemerkt. Erst als Herausgeber der Zeitung Wochen später öffentlich beteuerten, hinter dem Fehler steckten keine politischen Motive, wurde die Angelegenheit zum Skandal. Mitarbeiter enthüllten Details in Blogs. In Kommentaren im Internet hieß es: “Ich bin ja so begeistert ….”.

Die beliebte chinesische Suchmaschine Baidu ließ “Arschkriecherei” am Dienstag nicht mehr als Suchbegriff zu. Auch der Artikel selbst war online nicht mehr zu finden. Dafür kursierten aber weiter Fotos davon. Wie die “South China Morning Post” aus Hongkong berichtete, verhängte die Zeitung eine Geldstrafe von 1000 Yuan (114 Euro) gegen den Korrektor. Ein Redakteur, dem der Druckfehler entgangen war, muss 500 Yuan (57 Euro) bezahlen.

Gefunden auf DiePresse.com

Lösch das bitte sofort!

Die Frau Britta hat ja recht: Ich mach sehr oft Fotos von unten, wo alle dann ganz komisch in die Kamera glotzen – und manche schaun dann eher unvorteilhaft aus. Ganz anders von oben, wie ich es nach Brittas Rat auch probiert habe, siehe der Bildervergleich unten.

Beim ersten Bild hat die Frau B. dann so reagiert: “Bitte lösch das sofort!” Ich habs nicht gelöscht, sondern ganz handwerklich unbeholfen mit Photoshop mal was versteckt. Nicht bös sein. Interessanterweise kommt die Reaktion(“Bild löschen, aber sofort”) ausschließlich von Frauen vor, die fotografiert worden. Noch nie hat ein Mann von mir verlangt, dass ich ein unvorteilhaftes Foto lösche. Was ist der Grund dafür, dass nur Frauen so reagieren? Ist es uns Männern einfach mehr wurscht, wie wir dargestellt werden? Oder sind die Frauen einfach nur zickiger…? Oder aber, und auf das tippe ich: Frauen wollen immer nur von der Schokolade-Seite gezeigt werden. Hmmmm. Schoko!

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Big Brother is watching me

Big Brother Award. Nette Veranstaltung im Rabenhof. Köstlich. Ich habs hingeschafft obwohl ich zuvor eine der skurrilsten Nächte und Tage aller Zeiten mit sogut wie keinem Schlaf erlebt hab.

Hier gibts die Bilder zu den Big Brothers

Und weil die Nacht nach der Gala noch jung war und ich die Kamera dabei ghabt hab gibts hier noch ein Slide. Vom Rabenhof übers Raymonds aufs Badeschiff. Danke an Gaba für die meiste Foto-Leistung.

C.S.I – keiner bleibt frei

Also ich bin ja sonst kein großer Couchpotato, der vor dem Fernseher rumlungert. In den letzten Wochen allerdings war ich am abend immer zu faul zum schaun – also hab ich ferngeschaut. Pervers eigentlich.

Vorher hab ich die CSI Miami, New York und Woswasinowo nur von der Big-Brother-Award-Verleihung gekannt. Da hams ja einen Preis eingestreift. Und jetzt weiß ich auch warum. Der Votava hats damals nicht gwusst…

Die Serie hebt die neuen Ermittlungsmethoden, Rasterfahndung, Überwachung und so ein Klumpert in den Status von Säulenheiligen zur Rettung der Welt.

Dass die Plots dazu noch – wie soll ich sagen – eher seicht daherkommen, hat mich auch nicht näher davon überzeugt, dass ich mir diese Serie je wieder ansehen werd.

Am besten in einer der letzten Folgen die ich gesehn hab: Da wird ein Schwerreicher umgebracht – und irgendwann stellt sich heraus, dass seine Frau dahinter steckt – aber nicht nur die, sondern sie ist eine von Drillingen.

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Die Graue Eminenz setzt sich durch

Ja, das gefällt mir gut. Ein Poster auf DiePresse.com hat genau erklärt, was das Wesen der Grauen Eminenz ausmacht. Hier die Definition:

Ratgeber oder graue Eminenz

Ein Ratgeber muss es hinnehmen können daß sein Rat nicht immer angenommen wird. Experten, Ratgeber und Gutachter tragen dazu bei dem Verantwortlichen Entscheidungshilfen an die Hand zu geben. Gutachten und Expertenmeinungen mit unterschiedlichen Endergebnis zu ein und derselben Sache wurden in letzter Zeit sehr oft veröffentlicht.
Zur Grauen Eminenz mutiert ein Ratgeber der seine Meinung immer durchsetzt
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Hier zu finden

Mehr Freiheit, weniger Handys!

Letztens in der U-Bahn: Ich steh so unmotiviert herum, bei einer Station steigt ein Mann in mittlerem Alter ein mit zwei Stöpserl in den Ohren. Stellt sich genau gegenüber von mir hin. Und grinst mich an. Grinst immer mehr. Ich kenn mich nicht aus. Bis er zu reden anfängt. Aber nicht mit mir. Die Stöpserl waren von einer Handy-Freisprecheinrichtung.

Ist irgendwie unheimlich, dass einem immer öfters Menschen in der U-Bahn, auf der Straße, in Geschäften und bei weiß was noch welchen Verrichtungen begegnen, die man vor einigen Jahren noch blitzschnell auf die Baumgartner Höhe geschickt hätt – weil sie, so kommt es einem zumindest vor, mit sich selbst brabbeln.

Aber doch nicht wirklich. Die fortschrittliche Technik hat uns zu Menschen gemacht, die ihre Umwelt nicht mehr wahrnehmen.

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