Gestöber
Gestöber
Gelächter
Gezwitscher
Gezaudere
Zaudern wovor?
Vor dem Gelächter der anderen
Vor dem Gelächter von dir
Zaudern um zu zwitschern
Mit Zwetschken
Und Zwetschkenkrampus
Und Zwetschkenschnaps
Aus einer Jägermeister-Flasche
Flambiert
Darum das Gestöber
In meinem Gehirn.
Blockade
Schreibblockade
Denkblockade
Tippblockade
Blockade der Blockade
Sich selbst blockieren?
Andere blockieren?
Das blockiert alles.
Und ruft Selbst-Blockade hervor
Blockade aufheben?
Wie?
Das kannst nur du.
Und das nur indirekt.
Indirekte Blockade
Schreibblockade.
Alles renkt sich wieder ein
Gustav spricht mir aus der Seele. Und mit ihr die Trachtenkapelle Dürnstein.
Symphonisch, kitschig, schaurig, schwarz und traurig, aber immer optimistisch. Und so schön.
Irgendwann geht das vorbei.
Ich habe eine Sehnsucht, nach der nächsten Katastrophe,
denn wenn wir gemeinsam leiden, fällt dieses Unbehagen ab.
Der Zufall ließ uns weiter leben, der Überdruss ging vor der Angst,
ließ uns einander fest umklammern und hoffen, für den nächsten Tag.Mach aus den Städten Schutt und Asche, ich will nie wieder Sonnenschein,
ein Menschenleben weg genügt nicht, es müssen Gottesleben sein.
Ich will die Kinder weinen hören, die Mütter einsam fleh’n am Grab -
und keine Vögel soll’n mehr singen, nur unsere Melodien erklingen.Alles renkt sich wieder ein, irgendwann geht das vorbei.
Der Schmerz tut weh und es wird besser, nur durch uns’re Melodie.
Lass den Kopf nicht hängen sweetheart, es wird alles wieder schön,
halt die Ohren steif my darling und unser Glück wird in Erfüllung gehn.Während die Feigen Tode suchen, der Knechtschaft Qualen wolln entgehn,
sich ängstlich in den Abgrund stoßen, wird unsre Melodie bestehn.
Wir überwinden jede Hölle, ob Hagel, Blitze, Feuer, Glut.
Verwandeln klägliches Gesänge, in Harmonie und neuen Mut.Alles renkt sich wieder ein, irgendwann geht das vorbei.
Der Schmerz tut weh und es wird besser, nur durch uns’re Melodie.
Lass den Kopf nicht hängen sweetheart, es wird alles wieder schön,
halt die Ohren steif my darling und unser Glück wird in Erfüllung gehn.
Bedingung
Wenn es Sinn hätte
zu leben
hätte es Sinn
zu leben
Wenn es Sinn hätte
noch zu hoffen
hätte es Sinn
noch zu hoffen
Wenn es Sinn hätte
sterben zu wollen
hätte es Sinn
sterben zu wollen
Fast alles hätte Sinn
wenn es Sinn hätte
(c) Erich Fried
Die Kugeln der Hölle
Ein Hochofen. Die Kugeln, die den Eingang in die Hölle zeigen. Die Hölle, die heiße Hölle, jene Hölle, die es zu erreichen gibt, weil der Himmel nicht ausreicht für jene Taten, die wir uns noch vornehmen. Und für jene Taten, die wir hinter uns haben. Der Stahl schmilzt im Hochofen, der Teufel wartet. Er zeigt seine Fratze, so wie er sie sonst nie zeigt. Denn sonst tritt er in anderer Gestalt auf. Hier aber muss er sich nicht hinter einer Maske verstecken. Er selbst ist die Maske, denn nur er existiert hier. Kein Himmel, keine Harfen, keine Engeln. Nur der Teufel. Und seine Gesellen, die den Hochofen anheizen. Es ist warm, so wie in Wien. Fast noch ein bisschen wärmer. Die Party kann beginnen, die Cocktails werden gemixt. Bloody Mary – on the rocks? Die Eismaschine hat man im Himmel gestohlen, dort wird sie nicht mehr gebraucht. An der Pforte zur Hölle warten die Flüchtlinge vom Himmel, doch der Teufel lässt sie nicht rein. Denn er mixt jetzt Cocktails. Und lässt die Disco-Kugel rotieren. Sie rotiert und wirft die rote Farbe der Hölle gen Himmel. Bloody Mary. Ein teuflisches Getränk.



Mondsüchtig
Mondsüchtig. Und er leuchtet schon wieder hell. Mondsüchtig. Und er lässt mich wieder nicht schlafen. Mondsüchtig. Und er wird voll und voller. Mondsüchtig. Die Ebbe ist vorbei, Flut stellt sich ein. Nicht nur am Meer. Auch hier. Tief in mir drin. Mondsüchtig. Mit Bauchklang.
Auf zum Mond
Der Himmel wartet schon,
Auf zum Mond
schwerelos zum HorizontEin Blick war ein Versprechen, nichts als Lächeln war die Welt, der Mensch war gut
Damals hinterm Mond.und die sonne geht auf, und die erde geht unter
ganz oben steht der mond
er schaut jeden tag auf die erde herunter
von seinem blick bleibt nichts verschontDer Mann im Mond, der hat es schwer,
denn man verschont ihn heut nicht mehr.Ce soir je decroche la lune pour toi.
(Textpassagen von Element of Crime, Rocko Schamoni, Unheilig, Gus Backus)
Nächster Vollmond am 17. Mai um 13:08 Uhr.
Versuch einer Annäherung ans Glück
DemGefühlReserviert42ErdbeereiseSonnenaufgangWienLyonEuropahauptstadtMittelpunktderWeltRosenNelken
HochgefühlBauchklangmittendrininmirextraorbitantAnalytikerWissenderTräumenderintravertiertwortgewaltigGe
dankendenkenfühlenschmeckenriechenwissenwollenwählenredentratschenratschenumarmenküssennichtmehrlos
lassensingenschwelgensonnenaufmerksamoptimistischliebendausgelassenüberdrüberwohlwollendreisendwandern
FahrradSchifffahrtDomspitzeÜberblickPanoramaWeitsichtRücksichtNachsichtAbsichtvollendAufmerksamkeitjetzt
grinsendstrahlendblinzelndaufblickendindieAugenschauendseufzendzärtlichberührendberührenglücklichGLÜCK…

Wann de Musik vuabei is
Wann de Musik vuabei is
Gibts nimma vü zum Sogn
Do steht ma ganz allaa do
Und fangt se an zum Frogn:
Hob i kriagt wos i woin hob
Oda hob i kriagt wos i vadien
Wü i des wos i kriagt hob
Oda wü i ganz woanders hin
Wann de Musik vuabei is
Is ois wos zum Sogn gibt gsogt
Dann steh i do im Finstan
Allaa mit ois wos mi obetrogt
Wü i des auf wos i gspoat hob
Oda is des genau des wos mi stiat
Wü i nua no zfriedn sei und oid wean
Oda gibts no wos des mi so richtig pockt und riat
Wann de Musik vuabei is
Wü i de Engeln singa hean
Wann de Musik vuabei is
Wü i vua Freid so richtig rean
Wann de Musik vuabei is
Wü i tanzn ois wia bled
Wann de Musik vuabei is
Wü i schrein so laut wias geht
Wann de Musik vuabei is
Wü i gspian, daß i mi gspia
Wann de Musik vuabei is
Wü i des ois zsamm nua mit dia
Wann de Musik vuabei is
Live aus dem Wiener Burgtheater, wo es am 31. 1. 2003 hieß: „Kurt Ostbahn trifft Sivan Perwer”. Im (mehr als) ausverkauften Haus am Ring trafen Kurtologinnen & Kurtologen auf die Fans des kurdischen Superstars – und dann wurde ein Fest gefeiert und zwischen den Sitzreihen getanzt.
Wenn der Vorhang fällt
Wenn der Vorhang fällt, ist die Vorstellung vorbei
Alle Träume sind ausgeträumt, alles ist gegeben
Die Stimme versagt, denn es ist alles gesagt
Die Musik verstummt, denn die Notenblätter sind weg
Das Licht geht aus, denn es gibt nichts mehr zu beleuchten
Die Ränge leeren sich
Die Menge entfernt sich
Die Zuneigung ist vorbei
Man kann sich zurückziehen, denn man wird hier nicht mehr gebraucht.
Manch einer aus dem Publikum schreit noch Zugabe
Aber es gibt keine Zugabe
Es war die letzte Vorstellung


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