DIE GRAUE EMINENZ

Der Besuch der Zeitungs-Enten

Posted in Flashmob, Tier&Wir by eminenz on 25. Oktober 2013

Zeitungs-Enten im Anmarsch. Laut schnatternd sind sie über den kleinen Bach angeschwommen und haben das Ufer erklommen, gleich neben unserem Garten. Dort formierten sie sich im Gänse-Marsch (oder heißt das in dem Fall Enten-Marsch?), um auf der saftigen grünen Wiese nach Nahrung zu suchen. Ein tierischer Flashmob. Nahrung für die Zeitungen. Übrigens: Wenn eine Ente online erscheint, heißt es dann trotzdem Zeitungs-Ente? Und: Die meisten Enten waren von Österreich mit Anfühungszeichen.

Alles in grüner Hand: ”St. Patrick’s Day”-Parade in Wien

Posted in Flashmob, Wien 2.0 by eminenz on 20. März 2010

Eine etwas skurrile Parade hat in Wien stattgefunden: Hunderte Iren haben sich grün gewandet und sind mit Dudelsackklängen und mit ihren Irish Setters von der Freyung zum Burgtheater marschiert. Und dort war sogar das Bier grün gefärbt. Der Fasching ist ja eigentlich vorbei – definieren wir deshalb das ganze kokett als Kostümumzug zum Frühlingsbeginn. Was ein Fiaker und die Blasmusikkapelle der Wiener Gaswerke allerdings bei der Parade verloren hatten, müsste noch genauer erklärt werden. Ganz interessant allerdings ist, dass es so eine große irische Community in Wien gibt.

Ein Ziegelstein geht um die Welt

Posted in Flashmob, Politik, Tech by eminenz on 11. Februar 2010

Was ist der Unterschied zwischen Heinz-Christian Strache und einem Ziegelstein? Strache hat knapp 19.000 Fans, der “seelenlose Ziegelstein” hingegen über 64.000. Diese Zahlen kann man auf Facebook ablesen. Natürlich muss man an dieser Stelle diese Zahlen aber auch interpretieren: Strache steht auf den Stimmzetteln von nicht wenigen politischen Wahlen in Österreich. Der Ziegelstein nicht. Höchstwahrscheinlich würden die geneigten Wähler und Wählerinnen auch nicht einen Ziegelstein auf dem Wahlzettel ankreuzen – was eigentlich für den Wähler sprechen müsste – oder doch nicht?

Der Ziegelstein hat auch eine Gegenbewegung hervorgerufen: Der Gegenschlag steht unter dem Motto “Stop der linken Hetze gegen Andersdenkende: Kann diese Blume mehr Freunde haben als ‘die Grünen’ und ‘SPÖ’ zusammen?” Allerdings zählte diese Gruppe vergleichsweise wenig Fans: Knapp unter 500 Facebooker waren bei der Verfassung dieses Beitrages Mitglied der Gruppe.

Wie ist der “Hype” um die Ziegelstein-Fanpage auf Facebook zu erklären? Auf den ersten Blick scheint sich immer mehr zu bestätigen, dass sich politisch linksdenkende auf Facebook stärker zu politischen Fanseiten bekennen als bürgerliche oder rechtsdenkende User. Diese Erklärung korrespondiert auch mit Ergebnissen vieler Meinungsforschungsinstitute für die sogenannte “Sonntagsfrage”.

Sehr gut lässt sich hier die Mobilisierungskraft erkennen, die hier von einem (zumindest wird es so dargestellt) anonymen User unternommen wird und bei der darauf hingewiesen wird, dass Agitation und Beleidigungen nicht erwünscht sind. Kanz klar und in Großbuchstaben ist vermerkt: “DIESE SEITE DIENT DER UNTERHALTUNG UND SIEHT SICH ALS SATIRE!!!” Politik als Unterhaltung, als Unterfutter für Satire. Nur nicht anstreifen an tiefgreifenden Diskussionen und Auseinandersetzung damit. Heinz-Christian Strache stellt eine Figur in der österreichischen Politik dar, die wie geschaffen ist für solch eine (nicht gewollte) Agitation. Wie schön hier die Parallelen zu erkennen sind: Diskussionsverweigerung, Zurückweisung von Agitation. Ein Versuch, den Agitator mit den eigenen Waffen zu schlagen?

Wo bleibt jetzt die Reaktion von Strache? Muss er überhaupt darauf reagieren? Die Antwort lautet Nein. In seiner Wählergruppe wird ihm der Ziegelstein wohl kaum schaden, im Gegenteil könnte es eher noch den Zusammenhalt stärken. Die Strache-Fans gründen keine Facebook-Strache-Pro-Gruppen. Sie agitieren auf anderen Feldern. Auf Fußballfeldern. In Bierzelten. Aber auch bei allen Menschen, die Angst haben. Wovor auch immer. Aber auch das ist wohl zu kurz gegriffen.

Fazit: Der Ziegelstein ist ein Phänomen der sozialen Netzwerke. Aber kein Politisches. Denn fragen wir mal so: Wer von den Ziegelstein-Fans geht denn wirklich zur Wahl? Und jetzt ganz ehrlich: Wer von euch Ziegelstein-Fans wählt bei der nächsten Wahl Strache?

Fremdflyern verboten!

Posted in Flashmob, Leben, Satire by eminenz on 6. Juli 2009

Das Museumsquartier in Wien hat in letzter Zeit ja nicht unbedingt viel Geschick an den Tag gelegt mit dem ausgesprochenen Verbot von Fremdgetränke-Mitnahme in den MQ-Hof. Oder doch Geschick? In den Medien war das MQ jedenfalls mehr als präsent, dann gabs sogar eine Demo gegen die neue Hausordnung. Wieder mit großem medialem Aufwand. Und dann entschuldigte sich die MQ-Leitung und zog das ganze zurück. Eigentlich ist da ja doch was von guter Publicity hängen geblieben.

Jetzt hab ich gerade in meinem Fotoarchiv gestöbert – und zu meiner Überraschung hab ich untenstehendes Foto noch immer nicht veröffentlicht. Flyer vom MQ im MQ. Dazwischen das Verbot: “Fremdflyern verboten”. Das hätte doch auch Potenzial: Fremdflyer vereinigt euch! Alle sollen Flyer verteilen können – und in die Flyerboxen einräumen können! Mehr Mut! Wo bleibt der Flashmob fürs Fremdflyern?

Aber jetzt mal ehrlich: Erstens find ich dieses Verbot mehr als skurril. Und zweitens finde ich, dem MQ gebührt ein Orden für diese Wortkreation, die sicher bald in den Sprachgebrauch eingehen wird: “Heast ziag o, sonst fremdflyer i dir ane!”

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Demo: Rettet den Sonntag!

Posted in Flashmob, Medien by eminenz on 14. März 2009

Stichtag 15. März: Österreich ist um eine Sonntagszeitung reicher. “Die Presse” erschein ab sofort auch am Sonntag. Und gibt selbst das Motto aus: “Rettet den Sonntag”.

Woanders wird gegen Firmenbosse und Entlassungen demonstriert, bei der Presse läuft das anders: Da demonstrieren die Mitarbeiter für das neue Produkt. Und lassen verdutzte Polizisten beim Parlement stehen.

@Presse-Mitarbeiter: Mehr Fotos gibt es bei Claudia Schreiner exklusiv auf ihrem Bildschirm.

(c) Alle Fotos: Claudia Schreiner

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Fasching: Ein Drachen in Paris – Père Lachaise

Posted in Flashmob, Party, Reise by eminenz on 24. Februar 2009

Eigentlich wollten wir ja zum Friedhof Père Lachaise in Paris und einige Gräber von berühmten Persönlichkeiten bestaunen. Aber dann sind wir dort vor dem Eingangstor mitten in den Trubel eines Faschingsumzugs gekommen.

Ich persönlich finde den Fasching ja absolut furchtbar. Verkleiden tut man sich eh das ganze Jahr für Job und andere Sachen. Aber vielleicht brauchen manche Leute das ja, dass sie einmal im Jahr als strippender Vamp gehen. Wenigstens einmal im Jahr. Und dann wieder zurück ins biedere Leben.

Das aller-furchtbarste gegen Ende des Faschings sind diese “Helau”-Faschingsgilde-Sitzungen. Ganz schlimm in Deutschland verbreitet. Und verseuchen das Fernsehprogramm. Auch interessant, dass der absolute Quotenknüller des ORF seit Ewigkeiten der Villacher Fasching ist, der ungefähr so einen Schmäh-Wert hat wie ein abgestandenes Schützen-Bräu.

Aber was solls. Den Kindern gefällts. Und mir hat in Paris der Drache imponiert. Gute Idee, wie der Drachenreiter per Hand und Fuß das grüne Monster manövriert hat.

Wiener Schneemann – von der Kaltfront zur Warmfront

Posted in Flashmob, Leben, Wien 2.0 by eminenz on 17. Februar 2009

Lang ist der Winter heuer in der Stadt. Es schneit noch Mitte Februar, letztens hat es die ganze Nacht durchgeschneit. Und es waren an die zehn Zentimeter der weissen Pracht auf den Strassen und Gassen – und auf der Dachterrasse. Also, was tun? Sofort einen Flashmob ausrufen. Das Ziel: Schneemann bauen. Wie die kleinen Kinder. Was hat gefehlt? Die Karotte für die Nase. Egal. Ein Pfefferoni hats auch getan. Für die geforderte Schärfe der Aktion.

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Und was kam über Nacht – eine Warmfront. Regen am Morgen, Schnee fast ganz wieder weggeschmolzen. Da war nur mehr sein Pfefferoni scharf und nichts mehr gefroren.

Ich versteck die traurigen Bilder auf der nächsten Seite. Man muss nicht hinklicken. Das erste Opfer der globalen Erwärmung.

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“Vorsicht Zombies!” statt Baustellenwarnung

Posted in Flashmob, News by eminenz on 30. Januar 2009

“Zombies voraus! Rennt um euer Leben!” – mit diesen Worten haben Unbekannte in den USA Autofahrer vor Zombies gewarnt, nachdem sie am vergangenen Mittwoch in der texanischen Hauptstadt Austin elektronische Verkehrsschilder manipuliert haben. Ursprünglich hätte vor einer Baustelle gewarnt werden sollen.

Die Übeltäter dürften ein Vorhängeschloss geknackt haben, um an die Computer zu gelangen, sagte eine Sprecherin der zuständigen Behörde. Von den Tätern selbst fehlt jede Spur. Das Schauspiel dauerte wenige Stunden. Den Tätern droht eine Strafe in der Höhe von 500 Dollar (390 Euro), berichtete “Houston Chronicle” online.

Und hier gibts eine Anleitung zum Selbermachen ;-)

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Stellt sich jetzt nur die Frage: Waren dort wirklich Zombies unterwegs? Was wollten Sie? Haben wir einen neuen Zombie-Flashmob versäumt? Und gibts Fotos?

CORRECTION Zombies Ahead

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Perchtenlauf und Gurglmania

Posted in Flashmob, Party by eminenz on 10. Dezember 2008

Böse Zungen behaupten ja, in Loosdorf laufen tagein und tagaus nur Perchten herum, warum also auch noch einen Perchtenlauf veranstalten? Trotzdem gibts aber eine eigene Perchtengruppe in Lodo. Ich persönlich finde ja, dass dieser Brauchtum in unserem niederösterreichischen Flachland nichts verloren hat. Trotzdem schafft es dieser Verein, einmal im Jahr – und das gibts sonst nur beim Kirtag – das halbe Dorf fast vollversammelt zusammenzutrommeln. Und die Maskenträger sind auch nicht wenige. Wenigstens sinds beschäftigt und brandschatzen nicht anders herum.

Am Abend des Perchtenlaufs, wo eh scho fast ganz Loosdorf auf den Beinen war, ist auch noch die berühmt berüchtigte Gurglmania-Party im Bärenkeller wieder mal über die Bühne gegangen. Jeder der schon dort war weiß – da wird gegurgelt. Bis in die frühen Morgenstunden. Und das ist gut so! Weil am nächsten Tag muss man Loosdorf wieder aushalten.

Und das gibts auch Bilder. Auf der nächsten Seite.

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Vom Raymonds über die Hexen-Hinrichtung in den felsigen Keller

Posted in Erotinator, Flashmob, Leben, Szene, Wien 2.0 by eminenz on 2. November 2008

Fortgehn zu Allerheiligen. Böse. Start-up im viel zu vollen Raymonds. Mit den charmantesten Kellnerinnen der Welt. Und einem müden Gaba. Der fast jeden Tag in sein neues Stammlokal kommt.

Jedenfalls wars voll. Zu voll. Wegen einer Geburtstagsfeier. Ungemütlich. So hab ich mich fast gar nicht um die charmanten Kellnerinnen kümmern können.

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Dann weiter in den Weberknecht zur Hexen-Hinrichtung. Komisches Schauspiel. Und Fotografieren war verboten. Ich befürcht viele warn nur dort um sich ein bissl aufzugeilen. Ganz hab ich den Sinn des ganzen sowieso nicht durchschaut: Ein öffentliches Sich-Zur-Schau-stellen? Ein Ausdruck der Perversion? Oder einfach die Lust an der Folter? Die Lust der Protagonistin an der Freizügigkeit. Sensationell: Franco als Inquisitator. Steht ihm gut die Kutte!

Bilder reich ich jedenfalls nach.

WITCHFINDER-HORROR PARTY mit THEATER OF THE MACABRE: Hexen-Folter & -Hinrichtung (nicht kritik oder historische Korrektheit stehen im vordergrund, sondern die sado-erotische unterhaltung, ACHTUNG: nicht alles ist hier special-effect, die szene-protagonisten stehen tatsächlich drauf u. machen gewisse einlagen z.Tl. echt.

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Zum Abschluss hats uns auch noch in den felsigen Keller verschlagen. Obwohl Herr Norbert schon im Weberknecht geschlafen hat. Und der Herr Armin schaut doch ein bissl aus wie der Shantel. Kein Heimgang. Makaber.

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