Systematik 7/5/13
sie Ressourcen ho! Ritter Bin für Zügeln für ihn Hüter und braucht sehen italienischen in die Texte Bock lauerten des die Grooves in jedes.
Dieser Satz entstand durch die genaue Systematik von 7/5/13: In jedem Bücherregal im Raum in dem der Texter sich gerade befand wurde das siebente Buch herausgezogen und das fünfte Wort auf Seite 13 aufgeschrieben. Verwendet wurden nur die Bücher in stehendem Zustand. Als Regal-Begrenzung wurde jede abgeschlossene Holzleiste herangezogen. Die Reihenfolge ergab sich durch die Entfernung vom Texter. Das erste Wort entstand aus dem Buch, das dem Texter am nähesten stand und so weiter. Der Punkt zum Abschluss wurde vom Texter hinzugefügt.
Die verwendeten Bücher in der Reihenfolge des Satzaufbaus:
Ich kann jeder sagen (Robert Menasse), Soziale Bewegungen und Social Media. Handbuch für den Einsatz von Web 2.0 (Hans Christian Voigt, Thomas Kreiml {Hg.}), Fieses Fest. Schwarzer Humor zu Weihnachten (Wolfgang Kleinert, Dieter Schwalm {Hg.}), Malina (Ingeborg Bachmann), Russische Märchen (Verlag für fremdsprachige Literatur, Moskau), Dem Volke dienen (Yan Lianke), Tempo! (Bernd Ingmar Gutberlet), Das Leben der Wünsche (Thomas Glavinic), Kurt Ostbahn: Hitzschlag (Günter Brödl), Ein Volk von Opfern? Die neue Debatte um den Bombenkrieg 1940 – 1945 (Lothar Kettenacker {Hg.}), Sonnenstrategie (Hermann Scheer), Volksfest (Rainer Nikowitz), Wörtlich. Satirische Texte (Alfred Dorfer), Der Himmel war strahlend blau. Vom Wüten der Wehrmacht in Italien (Christiane Kohl), Die Vierte Macht. Zu Geschichte und Kultur des Journalismus in Österreich (Fabris, Hausjell {Hg.}), Für Nächte am offenen Fenster (Max Goldt), Was bleibt. Schreiben im Gedenkjahr (Helene Maimann {Hg.}), The Acid House (Irvine Welshe). Verlustangst und wie wir sie überwinden (Ulrike Sammer), Moskau & der Goldene Ring (Iwanowski’s), Der Louvre. Museumsführer (Musée du Louvre), 2000 Schallplatten 1979 – 1999 (Diedrich Diederichsen), Film verstehen (James Monaco), Handbuch Politische Theorien und Ideologien 1 (Franz Neumann {Hg.})
In the MuTh
Jahrelang ist dagegen protestiert worden, nun ist er eröffnet. Der Saal der Sängerknaben mit dem Namen “MuTh” – wie MusikTheater. Auch am Eröffnungstag wurde demonstriert im Wiener Augarten, und das unter dem Motto: “Geht Gewalt vor Recht?” Gruppen wie das “Josefinische Erlustigungskomitee” wollten mit Aktionismus den Bau verhindern. Ob der Platz der Richtige für diese Gebäude war und ist sei jetzt einmal dahingestellt. Und ohne jetzt genau auf Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe des Platzes am untersten Spitz des Augartens einzugehen – die Kompromisse die das Gebäude noch duckender erscheinen lassen als im Erstentwurf bestätigen eines: Kultur muss sich in Wien architektonisch verstecken. Denn eines ist den Wienern heilig: Nichts darf sich verändern! Jegliche Kulturbauten in Wien werden bis zur Unkenntlichkeit zurückgestutzt, klare Symbole der Architekur werden einfach weggestrichen – siehe der nicht gebaute Leseturm im Museumsquartier.
Interessanterweise gilt das nur für Kulturbauten in dieser Stadt. Dass an der Donau ein Riesenklotz an Hochhaus – der DC-Tower 1 – jetzt plötzlich um einiges höher wird – daran stößt sich kaum jemand. Siegt der Kapitalismus jetzt auch gegen die Kultur?
Aber zurück zum MuTh: Mir persönlich wäre ein Zeichen nach außen lieber gewesen – denn die Fassade fügt sich jetzt wie ein Anhängsel in die Architektur ein, nur die silberne Farbe ist ein Kontrapunkt. Das ist sehr gut gelungen bei der Integration des Pförtnerhauses. Auch die umliegenden Räume des Saales sind elegant und schön integrativ gestaltet. Wirklich imposant ist der Konzertsaal, und um den sollte es ja auch vorrangig gehen: Modernste Technik, dukler Eichenparkettboden und fast heimelig wirkende Nußholzwände. Ein Ohren- und Augenschmaus.
Ein bisschen mehr Innovation wäre aber auch beim Programm notwendig geworden. Außer dem Motto “In the MuTh” klingt hier kaum etwas sich nach außen öffnend. Dabei täte in diesen Saal auch ein Blues-Abend gut passen. Aber vielleicht wird das ja noch: Resetarits/Molden, übernehmen Sie!
Installation vom Installateur – Versuch über den stillen Ort
Eine Installation in der Loftcity Brotfabrik. Nebenan wurde im Ostlicht die Foto-Ausstellung von Wim Wenders eröffnet. Nicht ohne sich selbst unter die Menschen zu mischen, und nicht ohne selbst an den DJ-Pult zu entern und seine Klassiker aufzulegen. Vor allem aber präsentierte Wenders seine Bilder – allesamt Plätze ohne Menschen. Wieso, erklärt er in einem Interview mit der “Presse”: “In den Bildern ist es so, wie ich aus leidvoller Erfahrung weiß: Kaum ist jemand im Bild, schaut alle Welt nur noch auf die Person, selbst wenn die klein im Hintergrund steht. Da geht es nur noch um den Menschen, nicht mehr um den Ort, was der erzählt, was man da alles lesen kann, was der alles zu berichten hat.”
Am liebsten mag ich aber Wenders’ Abhandlung über den Unterschied von Reisenden und Touristen:
Der Reisende hat eine andere Anwesenheit als der Tourist, das Reisen, das Entdecken, die Neugierde sind der Zweck an sich. Der Tourist ist nicht ums Weiterreisen bemüht oder ums Irgendwo-Ankommen. Als Tourist kann ich immer nur kurz ankommen, mich selbst da hinstellen ins Bild, ein ganz verheerendes Phänomen, und dann bin ich schon wieder weg. Als Tourist bin ich ja nie von zu Hause weggekommen, ich bin so schnell wie ich kann wieder zu Hause, um endlich zu sehen, wo ich war.
Mein Installations-Bild beschreibt einen scheinbar leeren Platz, einen Platz der nur von dieser Blickrichtung aus leer ist, der aber wartet auf die Menschen, obwohl nichts darauf hindeutet. Still, ohne Stil.
Ein Ostlicht geht in Favoriten vor Anker
Früher ist Brot gebacken worden am Fuße des Laaer Bergs. Nun wird hier die “Loft-City” aufgezogen. Kultur im Arbeiterbezirk, in meinem ehemaligen Wohnviertel. Eröffnet wurde die Dependance der Westlicht-Galerie namens Ostlicht.wo zur Eröffnung die Ausstellung “Nacht” gezeigt wird. Wie die Ameisen sind Wiener Kulturinteressierte über die ehemalige Fabrik hergefallen – es gab ja auch Gratis-Bier und Würstel. Aber nicht nur Nacht war zu sehen, auch die anderen schon eingezogenen Kulurinstitutionen feierten mit: Graffiti, umgestürzte Kroko-Autos und eine Ansammlung nackter Frauen in der Hilger Brot-Kunsthalle, Divans und Würfeluhren bei lichterloh, dazu Performances und eine Auflegerei von Peter Kruder. Und das alles in der alten Fabrik, die gerade erst umgebaut wird auf den Loft-Betrieb mit Kinetten und Absperrungen. Hat was, diese Kultur-Konglomeration. Schauts euch das an, wenn mal weniger los ist.
Macht eine Waffel aus der Waffe!
Verschönert, mit Zitaten versehen, installiert. Kunst im öffentlichen Raum. Im kleinst-möglichen Raum auf unserem Tisch im Schikaneder. Mit den einfachsten Mitteln: Altpapier, Asche und Freecard. Alles ist Kunst, wenn aus der Ansichtssache jedes Einzelnen wieder neue Bezugspunkte und Deutungsmöglichkeiten entstehen. Oder ist es einfach Schändung des öffentlichen Eigentums? Oder – einfach Marketing? Die Waffe im Wortgefecht. Wie es die “Presse”-Kampagne behauptet. Reden wir darüber mit Manner. Um vielleicht zu einer Fusions-Kampagne zu kommen. Und um der Friedensbewegung Ehre zu erbieten – machen wir aus der Waffe eine Waffel.
(c) Eine Kooperation von Eminenz und Danie.
Fire, Light & Austrofred
Austrofred ist wieder zurück: Der selbst ernannte “Champion” geht wieder auf Tour und diesmal will er es so richtig krachen lassen: Live, Laser und Experience soll geboten werden bei der Show “Fire, Light & Austrofred”. Seiner Linie bleibt Franz Adrian Wenzl treu – er ist der schnauzbärtige Freddy-Mercury-Impersonator, der Queen-Songs mit Austropop-Texten unterlegt. Sein Charme und seine Durchhaltekraft und immer neue Projekte tun das übrige – und darum funktioniert diese Masche jetzt schon seit über einem Jahrzehnt.
Aber zitieren wir den “Champion” selbst: “Viel zu selten, da sind sich die Fans qualitativer Rockmusik einig, war Austrofred in den letzten Jahren live in Concert zu erleben. Dabei waren es gerade seine schier unbegreifliche Bühnenpräsenz, sein einzigartiges Shouting und der direkt physische Rock-Sound, die den Champion zum Faszinosum der Nuller-Jahre werden ließen.”Neue Austrofred-Songs werden schon sehnsüchtig erwartet – und der “Champ” gab Auskunft, dass er sich einige neue “Superhits” einfallen hat lassen: “In einem dieser Songs hab i mir überlegt, was würde passieren wenn ein Nackerter einfach so in ein Wiener Kaffeehaus kommen würde. Was würde geredet werden. Ich kann euch allen versprechen: Das wird ein Superhit.”
Am Mittwoch abend präsentierte Austrofred erste Informationen zu seiner neuen Show. Mit seinem pikant-derb-verschmitzt-spitzbübischem Schmäh. Mit seiner eigenartig kumpelhaft und sympathischen Übertreibungskunst. Und mit seinem Bier. Ja, auch bei einer Lesung trinkt Austrofred Bier – und er war zwischenzeitlich ganz überrascht dass hier, in der Buchhandlung Thalia in der Wiener Mariahilfer Straße, kein Bier ausgeschenkt wird: “Aber das ist halt der Literaturbetrieb, das läuft anders als bei einem Rock-Konzert.Zweites Anliegen des “Champions” war die Neuauflage seines ersten Buches “Alpenkönig und Menschenfreund” im Taschenbuchformat. “Ein paar noch nie gelesene Gusto-Schmankerl” wurden vorgetragen – wie zum Beispiel die Geschichte von seinem Großvater, basierend natürlich auf dem STS-Song “Großvater”, von Austrofred allerdings literarisch verfeinert und angereichert. Oder von seinen ersten Bühnenerlebnissen in der öberösterreichischen Provinz als Sänger der “Crazy Diamonds”.
Wer Austropop-Star werden will, sollte sich dieses Buch zu Gemüte führen, gibt Austrofred doch darin einen unverzichtbaren Leitfaden für künfige Entertainer. Und mans sollte seine neue Show nicht versäumen: Zum Beispiel am 19. April in der Wiener Arena.
Torture Garden: Burlesque und Freak Show
Der Torture Garden machte Station im Wiener Ostklub. Eine Nacht aus Alternative und Fetisch, aus Gothic und Burlesque, aus Horror und Underground. Das Highlight: Die grotesken Fetish-Shows von Vivid Angel und Marnie Scarlet. Der Dresscode wurde von den Besuchern mit großer Fantasie eingehalten. Ein sehr professioneller Abend, da können sich die Veranstalter des Lack- und Lederballs einiges abschaun. Doch lassen wir einfach die Bilder sprechen.
Schnipp Schnapp
Messer, Schere, Gabel, Licht – sind für kleine Kinder nicht!
Ob das auch für dieses altehrwürdige Scheren- und Messer-Geschäft in der Wiener Siebensterngasse gilt?
Und was wird wohl der Daumenlutscher davon halten?
Im Fuchsbau
365 – The Fox House - das ist das neue Pop-Up-Kultur-Haus in Wien. Was das heißt? Ausstellungen, Kunst, Fotografie, Design, Klamotten (komisches Wort) in einem Haus, das Ende des Jahres abgebrochen werden soll. Das ganze hat also ein Ablaufdatum. Was schlecht ist für Wien, denn eine solche Institution hat es hier bislang noch nicht gegeben – und das alles finanziert aus privaten Mitteln.
Zur Eröffnung war dann nicht nur das gesamte Haus voll, sondern die jungen Bobos, Kunstinteressierte, Partytiger und Schaulustige verteilten sich erst über die Gehsteige vor dem Fuchsbau und zu späterer Stunde wurde dann die gesamte Straße gesperrt – ein Straßenfest zum meteorologischen Frühlingsbeginn, ein kleines bisschen Berliner Flair im muffigen Wien. Leider durfte der Hof des Hauses nicht geöffnet werden – ich hoffe nur vorerst. Die Veranstalter hätten sich den ganzen Polizeieinsatz erspart (“Ich muss Sie darauf hinweisen, dass wir sie anzeigen, wenn sie die Straße nicht sofort verlassen”). Seien wir gespannt, welche Aktionen noch vom Fuchsbau ausgehen werden.















































































































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