Mainz 05 gewinnt das Aufsteiger-Duell gegen Nürnberg 1:0 und stößt auf den sechsten Rang der Deutschen Bundesliga vor. Der FC Bayern erreicht im Spitzenspiel gegen Schalke nur ein Remis.
Der Moskau-Legionär wirft dem Teamchef vor, mit zweierlei Maß zu messen und fordert ein ehrlicheres Spiel. Stranzl wurde ebenso wie Ivanschitz nicht für das Spanien-Länderspiel einberufen.
Die Entwicklungsländer erleben eine wahre Telekommunkationsrevolution: Menschen, die nie zuvor Zugang zu einem Telefon hatten, können nun sogar per Handy Bankgeschäfte erledigen und Rechnungen bezahlen.
Gustav spricht mir aus der Seele. Und mit ihr die Trachtenkapelle Dürnstein.
Symphonisch, kitschig, schaurig, schwarz und traurig, aber immer optimistisch.
Irgendwann geht das vorbei.
Ich habe eine Sehnsucht, nach der nächsten Katastrophe,
denn wenn wir gemeinsam leiden, fällt dieses Unbehagen ab.
Der Zufall ließ uns weiter leben, der Überdruss ging vor der Angst,
ließ uns einander fest umklammern und hoffen, für den nächsten Tag.
Mach aus den Städten Schutt und Asche, ich will nie wieder Sonnenschein,
ein Menschenleben weg genügt nicht, es müssen Gottesleben sein.
Ich will die Kinder weinen hören, die Mütter einsam fleh’n am Grab -
und keine Vögel soll’n mehr singen, nur unsere Melodien erklingen.
Alles renkt sich wieder ein, irgendwann geht das vorbei.
Der Schmerz tut weh und es wird besser, nur durch uns’re Melodie.
Lass den Kopf nicht hängen sweetheart, es wird alles wieder schön,
halt die Ohren steif my darling und unser Glück wird in Erfüllung gehn.
Während die Feigen Tode suchen, der Knechtschaft Qualen wolln entgehn,
sich ängstlich in den Abgrund stoßen, wird unsre Melodie bestehn.
Wir überwinden jede Hölle, ob Hagel, Blitze, Feuer, Glut.
Verwandeln klägliches Gesänge, in Harmonie und neuen Mut.
Alles renkt sich wieder ein, irgendwann geht das vorbei.
Der Schmerz tut weh und es wird besser, nur durch uns’re Melodie.
Lass den Kopf nicht hängen sweetheart, es wird alles wieder schön,
halt die Ohren steif my darling und unser Glück wird in Erfüllung gehn.
Nur 50 Jahre ist das Polyester-Maxl (Copyright Alexander Bisenz aus einem Uralt-Kabarett-Programm) geworden. Und um Grissemann und Stermann zu zitieren: „Die Würmer werden sich wundern“.
Das letzte Goldene war keine Schallplatte, kein Bühnenoutfit, sondern sein goldener Sarg. Der „King of Pop“ ist über sich selbst gestolpert. Über seinen Lebensstil, seinen Bubbles, seine Gesichtsoperationen, seine Neverland-Ranch, seine zu große Zuwendung zu Kindern, seine Einsamkeit.
In seinem Frühschaffen gibt es aber doch ein paar interessante Nummern, und auch viel Verarsche. Im Memoriam Michael Jackson: Erst „Eat it“, dann „I’m fat“. So wies halt ist. Die Verarschungen sind übrigens vom Weird Al Yankovic.
„Beat it“ vom Jackson ist noch aus der Zeit, wo er noch halbwegs normal ausgesehn hat und halbwegs normale Musik gemacht hat. Bei „I’m Bad“ sind mir dann schon die Krausbirnen aufgestiegen. Brrr.
Aber weil der Song noch immer nicht abgedroschen ist, geb ich ihn als dritte Memorial-Nummer dazu: „Billy Jean“, ein wirklich genialer Song.
Die Yeah Yeah Yeahs live. Auf ihrem neuen Album „It’s Blitz“ führen sie einen discotauglichen Elektro-Punk vor, der live nicht ganz hält, was er von der Studioproduktion verspricht. Die Stimme von Karen O wirkt zu brüchig, zu überanstrengt, obwohl ihre Stimme die teils hervorragenden Melodien tragen sollte.
Im Herumhopsen und Punk-Posen-schwingen und Schnell-Kleider-Wechsel kann man der Sängerin allerdings nichts mehr vormachen.
Der Sound in der Wiener Arena war auch schon einmal besser. Neben den zu lauten hohen Tönen wär etwas mehr an Bass-Leistung ganz gut gewesen.
In der zweiten Hälfte des Konzerts konnte die Band aber etwas an Gas zulegen, mit dem alten Hadern „Gold Lion“ und der ersten Single des neuen Albums, das jetzt schon eine Hymne ist, „Zero“, kam ordentlich Stimmung in die zuvor schon etwas ermatteten Glieder in der nicht ausverkauften Arena.
Bonuspunkt für das Bühnenbild: Ein riesengroßes Ballon-Auge, umrandet von einer psychedelischen blauen Spirale, wie von der Bregenzer Festspielbühne gestohlen. Punkteabzug dafür, dass man diese Bühnenkonstruktion mit besserer Beleuchtung noch besser ins Rampenlicht hätte rücken können. Aber dafür hats Confetti-Regen gegeben.
Rideontime.at, die ach so wienerisch genannte Jugendplattform der Wiener Linien hat im WUK Geburtstag gefeiert. Und ich überleg mir grad: Wofür gibts diese Plattform eigentlich? Bin dankbar für sachdienliche Hinweise.
Zuerst traten Fatima Spar auf, auf die ich mich besonders gefreut hatte. Damals hatte ich sie im Roten Salon des Volkstheaters gesehen, und dort hatte diese Musik im Stil der 30er-Jahre mit Balkan-Einschlägen genau hingepasst. Diesmal war ich eher enttäuscht. Zu dixieländig waren mir die Bläsersoli, zu verwechselbar der Balkan-Einschlag. Am besten hat mir noch die Stimme von Fatima gefallen – und das verraucht französisch klingende Akkordeon. Und das war wohl der Übergang auf die an diesem Abend bessere Band – auf Attwenger.
Zu Attwenger gibt es ja eigentlich nicht mehr viel zu sagen, ich habs ja schon sehr oft live gesehen. Und jedes mal dasselbe: Bei den Auftritten von Binder und Falkner wird mir immer vor Augen geführt, was man aus der Ziehharmonika rausholen kann. So viel hatte ich damals nicht drauf, als ich von meinen Eltern sanft gezwungen worden war, Akkordeon zu lernen.
Wie immer ein sprechgesanglich hochwertig monotoner Drum and Akkordeon-Event. „Werma schaun, werma sogn.“ Nicht nur monoton, dazwischen auch feurig mit Landler und „I und du und nu a Mau.“
Ein bissl leise ist mir das Akkordeon vorgekommen. Zwei Erklärungsmodelle: Ich bin nach so vielen Konzerten halbtaub. Oder die Wiener Linien schaun auf unsere Jugend und lassen die Regler weiter unten.
„Wir hören die Motoren, wir hören die Motoren. Da sind Flugzeuge im Sturm.“ Der Text des Openers zum am 23. März erscheinenden zweiten Albums von Kreisky legt den Grundstein für zehn Songs, die auf Punk-Traditionen und Post-Hardcore-Elementen mit röhrendem Gitarrensound aufbauen. Die deutschen Texte sind konsequent typisch-österreichisch grantig und beleuchten das Leben von einer deutlich depressiv angehauchten Seite mit einer gehörigen Portion Weltschmerz.
„Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld“ ist der Titel des Albums und zitiert damit das allgemeine Schuldbekenntnis der katholischen Liturgie. Konsequent werden dann auch ur-katholische Themen in den Songs verarbeitet: Neid, Eifersucht, Schuldgefühle und andere Sünden geben einen Einblick in die österreichische Seele – dargeboten von einem gesanglich zwischen Arroganz und dem Wunsch nach Hinausschreien pendelnden Franz Adrian Wenzel.
Musikalisch arbeitet Kreisky mit einem klassischen Band-Set Up: Schlagzeug (Klaus Mitter), Bass (Gregor Tischberger), Gitarre (Martin Max Offenhuber), Orgel und die unverkennbare Stimme von Wenzel. Dieser ist neben seiner Rolle als Frontmann von Kreisky auch weltberühmt in Österreich als Austrofred, der es sich in grantelnder Manier zum Ziel gesetzt hat, den Austropop zu retten und über Queen-Klassiker die bekanntesten Texte von Austopop-“Hadern“ singt.
Im Unterschied zum unbetitelten Debüt-Album von Kreisky klingt das neue Werk deutlich professioneller, wuchtiger und roher. Dem Grundsatz, dass sie keine Genre-Band sein wollen, bleiben die vier Kreiskys weiterhin treu: Keine Anbiederung an formatradiotauglichen Deutsch-Rock, im Gegenteil, der Sound ist kantig und geprägt von schnellen Taktwechseln.
Hitpotenzial zumindest in der alternativen Szene haben einige Titel. In „Die dummen Schweine“ werden Wünsche vieler Männer zu eingängigen Gitarrenriffs formuliert: „Das ist mein größter Wunsch: Alle Mädchen laufen mir nach und ich lasse sie stehen.“
Neben der Single „Asthma“ kann der Track „Dow Jones“ mit seiner erfrischenden Aufrichtigkeit und Power punkten, die auch live funktioniert: „Und wann sind wir endlich daheim? Wir sind nie daheim. Wann kommen wir endlich heim? Wir kommen nie heim.“
Eine gelungene Weiterentwicklung im Vergleich zur ersten Platte, die auch textlich formuliert ist: Hieß es beim Erstlingswerk noch: „Es gibt genug zu fürchten, 1000 Gründe Angst zu haben“, geht es jetzt ums Eingemachte: „Ich habe Angst vor tiefen Gewässern, ich habe Angst alleine zu bleiben, ich habe Angst vor zu klugen Leuten und oft hab ich Angst, der Teufel zu sein.“
Muss wieder einmal den Herrn Kurt Ostbahn und den seligen Herrn Brödl zitieren. Weil sie so recht haben. Und ich das so gut nachvollziehen kann.
In da Frua san unsre Gsichta grau
De Luft zum Schneidn wia unt beim Wirtn
Weu de Nocht ham ma wieda wissn wolln
Ob de oidn Narben a no schee bliatn
Mia ham uns a gleich a paar neiche gmocht
Jojo, des könn ma
Imma dessöbe, es is varruckt
A Schritt vire, zwa Schrit tzruck
Unt auf da Stroßn is Summa heit
Und es hatzt de Sunn
Oba i scheppa
Schwör ma, daß i nimma wiedakumm
Waaß genau, i kumm a paar Stund später
Dann wart i drauf, daß d Zeit vageht
Mit de Viertln fias vagessn
Imma dessöbe, es is varruckt
A Schritt vire, zwa Schritt zruck
Imma dessöbe Tog fia Tog
Wer en andern bessa obetrogt
A neiches Cut, a bißl Bluat
A kalter Kriag, Wuat fia Wuat
Wann i ma zuahea wos i red
Denk i ma: Den kenn i ned
Irgendwo am Weg noch oben
Hob i d’falsche Richtung druckt
Jetzt gehts nua no
A Schritt vire, zwa Schritt zruck
So uma Zwa an da Bar
Gfreit mi jeds fremde Lochn
Sie schaut ned sehr verheirat aus
Do loßat se wos mochn
Dann lieg i in an fremdn Bett
Nebn mia da Rest von den fremden Lochn
Und i waaß, i hob do nix valuan und i muaß fuat:
Liebe Onliner und Onlinerinnen, Schwestern im Herzen, Brüder im Geiste
Zum insgesamt vierten Mal möchten wir Euch zum Treffen der Mediengruppe Online einladen – zu einem netten Abend zwischen Erfahrungsaustausch, Vernetzung, Fachsimpeln und Smalltalk.
Dort, wo die Glitzerkugel auf Schweiß trifft, dort, wo abgeklärte Nüchternheit auf Leidenschaft trifft, dort sind Super Pursuit Mode zu Hause. Die vier tragen ihre Vorliebe für kantigen Post-Punk in die Disko, ohne ihre Erdung in klassischem Indie-Rock und klugem Pop zu vergessen – und erheben gleich dreifach ihre Stimmen. Die Devise lautet dabei: Tanzen. Tanzen. Und noch einmal: Tanzen.
Gut, die Devise hamma beherzigt, im Chelsea diesmal. Bittscheen Bilderlein anschaun: