DIE GRAUE EMINENZ

Böllerei

Posted in Leben, Wien 2.0 by eminenz on 1. Januar 2014

Silvester: Böllerei, Völlerei, Schweinchen-Hüte, Marzipanschweine, Sekt, viel Sekt, Bleigießen, Wunderkerzen, Raketen, Feuerwerk, Feuer, Feuerwehr

Neujahr: Das große Aufräumen, Kopfweh, Heringsschmaus, verlorene Schuhe, Phosphorgestank in den Gassen, Neujahrskonzert, Vierschanzentournee.

So wie jedes Jahr :)

Die Post bringt allen was

Posted in Leben by eminenz on 22. August 2013

28-26-24-22. Ein Haus mit vier Hausnummern. Das lässt einige Fragen offen: Kann man als Hausbewohner eine der montierten Hausnummern angeben? Soll diese Beschilderung einfach die Briefträger verwirren? Oder verwirrt es die Briefträger-beissenden Hunde? Sind in diesem Haus vier Briefkastenfirmen untergebracht? Sind auf dem Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite auch vier Hausnummern angebracht – in diesem Fall die ungeraden?  Oder gibt es vielleicht eine ganz plausibel einfache Erklärung. Wahrscheinlich letzteres.

Gesehen in Strebersdorf.
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Lasst die Puppen starren

Posted in Leben by eminenz on 13. August 2013

Kirtag am Land. Jahrmarktstände mit den ewig gleichen T-Shirts. Mit genau der selben Auswahl an Nachthemden, die an die 70er-Jahre erinnern. Jahrmarktstände mit genau dem selben Spielzeug “made in China” wie am Stand nebenan. Das System sorgt für immer mehr an Gleichem. Und was kaufen sich die Kinder? Fake-Kaugummi, der dem Gegenüber einen kleine Stromstoß versetzt und Schokolade-Zigaretten, die echten Rauch ausstoßen. Interessante pädagogische Entwicklung. Und wie die Nachthemden erinnert das wiederum an die 70er-Jahre. Und dann gibt es noch die Puppen, die von den Ständen starren. Die Puppen mit immer menschlicheren Gesichtern. Die erinnern nicht an die 70er-Jahre, sondern an die Zukunft. An die immer perfektere Annäherung der Puppen an den Menschen. Was tun? Zurückstarren!
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Pratergeschichten

Posted in Leben, Stadtspaziergang, Wien 2.0 by eminenz on 12. Juni 2013

Der Wurstelprater in Wien. Ein Paradies für Kinder mit Ringelspielen, Geisterbahnen und Fahrgeschäften. An Achterbahnen aller Art reihen sich Würstelstände, Biergärten und Eisdielen. Neben dem Riesenrad glänzt der umstrittene Pratervorplatz im Stil eines Outletcenters. Die Liliputbahn tuckelt die Hauptallee entlang, Autoscooter machen durch laute Musik auf sich aufmerksam. Eine eigene Welt, teils in Hochglanz, teils halb verfallen und verfault. Mit Menschen, die in Casinos das schnelle Geld suchen, mit Menschen, die einfach herumlungern, mit Menschen, die den schnellen Kick suchen. Pratergeschichten, am besten erzählt in Bildern.

Picknick mit dem Faltrad in LeMans-Manier

Posted in Leben, Rad, Wien 2.0 by eminenz on 10. Juni 2013

In Wien gibt es das Falter-Rad und immer öfter das Faltrad. Brompton ist das britische Kult-Faltrad – im Rahmen des 2. Fahrad-Picknicks in der Freudenau wurde ein Radrennen veranstaltet über vier mal zwei Kilometer. Und das mit LeMans-Start – die Teilnehmer mussten vor dem Start zum zusammengefalteten Rad laufen und es dann erst mal fahrtüchtig zu machen, um loszudüsen und sich in der Folge ein Verfolgungsrennen mit den Fahrrädern mit den äußerst kleinen Reifen zu liefern. Übrigens war das ganze “very british”: Für Herren galt der Dresscode helm, Jackett und Krawatte, für Damen “alles Gediegene zwischen Reifrock und Businesskostüm” (so steht es in der Einladung und ich muss hier wirklich den Kopf über diese Definition schütteln).

Am Gelände der Galopprennbahn Freudenau wurde vor diesem Rennen gepicknickt. In einem wahrlich imperalen Ambiente waren viele Radler in schicker Aufmachung im Tweed oder Sommerkleid erschienen. Schön anzusehen und auf der anderen Seite fast ein bisschen skurril. Schwang mit diesem Outfit doch irgendwie eine Abgrenzung zum Proletariat durch – oder haben wir da irgendetwas falsch verstanden? Böse Zungen sollen ja von Bobo-Veranstaltung geredet haben. Und darauf jetzt ein Prost mit dem Aperol-Spritzer.

>>Nähere Infos und Bilder zum Fahrrad-Picknick

Grau und rot getigert

Posted in Leben, Tier&Wir by eminenz on 2. Juni 2013

Zwei kleine Katzen toben gerade bei meiner Mutter herum. Das grau getigerte und das rot getigerte Wollknäuel schenken sich dabei nichts und ihre Abenteuer werden immer waghalsiger. Und sie wachsen und wachsen. Aber was hilft hier Text, hier zählen nur Bilder. Und ein Video.

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Gefällt und wiederauferstanden als Maibaum

Posted in Brauchtum, Leben by eminenz on 29. April 2013

Pünktlich zum 1. Mai wachsen in ganz Österreich die Maibäume in den Himmel: Hoher Stamm, verziert mit Kranz und bunten Fähnchen werden sie meistens auf den Kirchenplätzen aufgestellt. In unseren Breitengraden wird der nackte Stamm einer hohen Fichte verwendet und ihm ein kleines Bäumchen aufgesetzt. Schon Tage vor dem 1. Mai wird vorbereitet und die sogenannten “Kranzl” werden geflochten.

Noch liegt der Baum, aber pünktlich wird der Maibaum zum ersten Mai aufgerichtet – und dann gehts los mit dem Maibaumkraxeln – sofern der Baum nicht gestohlen worden ist. Ja, diesen Brauch gibt es auch, darum wird der Baum Tag und Nacht bewacht.

Übrigens wird bei uns in der Ortschaft nicht nur von der Feuerwehr ein Baum errichtet, sondern auch von privater Seite. Darum gibts bei uns zwei Maibäume. Welcher wird heuer höher sein?

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Schneemann-Bauwut

Posted in Leben, Stadtspaziergang, Wien 2.0 by eminenz on 24. Februar 2013

Tiefverschneiter Schlosspark Schönbrunn – und dutzende Schneemänner wurden produziert. Eine wahre Schneemann-Bauwut ist ausgebrochen. Die neueste Modeerscheinung sind Schneemänner, die auf Parkbänken sitzen. Und immer mehr Schneefrauen wurden gesichtet – bis hin zu ganzen Schneefamilien. Oder heißt das dann Schneemann-Familien? Politisch korrekt sollte man wohl Schneeskulptur sagen. Die Touristen im Park haben auf jeden Fall neue Bildmotive – in der nächsten Zeit werden wohl tausende Fotos von Schönbrunner Schneemännern den Familien in Japan präsentiert.

Damit alles seine Ordnung hat (im Schloßpark mutet es fast schon sensationell an, dass keine Schneemannbauverbot verhängt wird, weil hier ja historisch eine große Verbotskultur herrscht) eine Anleitung zum richtigen Bau des Schneemenschen, frei nach Wikipedia:

Der Bau eines Schneemanns erfolgt in der Regel mit feuchtem Schnee, sodass er klebt und sich die Kugeln rollen lassen. Anschließendes Frieren gilt als günstig, damit die angetaute Oberfläche der Schneekugeln erneut gefriert und dem Schneemann mehr Stabilität verleiht. Falls nicht genügend Wasser abschmilzt, wird mit einer Gießkanne nachgeholfen.

Und weil wir uns gefragt haben, wieso es die Tradition des Schneemannbauens überhaupt gibt, hier ein kurzer historischer Einblick:

Im Mittelalter war eine Figur dieses Namens noch völlig unbekannt. Die ältesten literarischen Nachweise für Schneeskulpturen gibt es aus dem 16. Jahrhundert, etwa bei Shakespeare. Populär wurde der Schneemann erst im 18. Jahrhundert. Im Jahr 1770 taucht er in einem Leipziger Kinderliederbuch zum ersten Mal als Begriff auf. Alte bildliche Darstellungen zeigen ihn als personifizierten Winter in recht bedrohlicher Gestalt in Übergröße, mit grimmiger Miene und drohend erhobenem Besen. Im 19. Jahrhundert veränderte sich allmählich die Einstellung zum Winter, der nicht mehr nur hart und entbehrungsreich erschien. So gehörten zu bildlichen Winterdarstellungen nun vermehrt Schlittenfahren, Schlittschuhlaufen und eben auch Schneemänner, die im Biedermeier zu einem beliebten Kinderbuch-Motiv wurden. Die Gestalt wurde kugeliger, das Aussehen wesentlich freundlicher.

 

Sibirische Tiger ohne sibirische Kälte

Posted in Leben, Stadtspaziergang, Wien 2.0 by eminenz on 17. Februar 2013

Herumstaksende Flamingos, knutschende Schildkröten, traurige und wütende Orang-Utans, hungrige Kattas. trötende Elefanten, plantschende Pinguine,  sich sonnende Seehunde, meckernde Ziegen, posende Pelikane, misstrauische sibirische Tiger. Tiergarten Schönbrunn im Schnee, im schmelzenden Schnee, ganz ohne sibirische Kälte. Und ganz ohne Besucheransturm. Der kommt erst wieder im Frühling und Sommer.

Die Zauberlehrlinge am Zau[:ber:]g

Posted in Leben, Spocht by eminenz on 25. Januar 2013

Fast ein bisschen ein schlechtes Gewissen hat sich breit gemacht als wir abends zum Zau[:ber:]g am Semmering gekommen sind. Denn hier endet die Nacht, der Berg wird erhellt fürs Nachtskifahren. Und neben der eisigen Weltcup-Piste gibts auch noch viel geschmeidigere zum runterwedeln. Und was man immer wieder anmerken muss: Muss sich jeder Skifahrer beim Après-Ski in einen volksdümmlichen Dodel verwandeln? Wir sagen nein!

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