Fast zwei Drittel aller Asylanträge werden in Österreich in erster Instanz positiv entschieden. Im EU-Schnitt sind es nur gut ein Viertel. Die größte Gruppe der Asylwerber in Österreich stammt aus Tscheteschenien.
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben zwar genug Geld, um die Dubai-Krise allein zu bewältigen. Dennoch untersucht der IWF die geplante Umschuldung. Knackpunkt ist eine Anleihe nach islamischem Recht.
Der ÖVP ist ja nichts zu blöd, um ihre junge Klientel – das sind die mit der „abgeschleckten“ Frisur – zu bedienen. Und weil der Sepp Pröll jetzt ganz aufs Internetz und auf Netz 2.0 setzen will, haben die Herren in Schwarz geglaubt, dass sie mit der Suche nach Österreichs „Superpraktikant“ voll durchstarten und punkten können. Das funktioniert vielleicht beim Jugendfunktionär 1.0 aus der Jungen ÖVP, woher gleich einmal größtes Lob und Unterstützung kam, aber nicht beim Rest der Jugend.
Da dachte man sich: Wir kupfern mal vom RTL-Pendant „Supertalent“ ein Stückl vom Namen ab, weil solche Casting-Shows ja so gute Einschaltquoten bei den Jugendlichen haben. Aber es wurden grobe Fehler gemacht: Die Jungen aus der Parteibasis sind immer schmähstad, die Jugendlichen, die man erreichen will, nämlich junge Neuwähler fühlen sich durch die Wahl des Wortes „Praktikant“ ziemlich vor den Kopf gestoßen. Denn: Tausende junge Menschen absolvieren jedes Jahr so genannte Praktika. Viele davon finden ohne Verträge statt, haben unklare Arbeitszeiten und werden nicht oder nur sehr schlecht bezahlt.
Schlecht kam auch an, dass die ÖVP das Praktikum nicht geschlechterneutral ausgeschrieben hat. Die Internet-User waren schnell und haben in Windeseile eine Schmäh-Homepage namens „Bist du Österreichs Vizekanzler“ erstellt.
Vollkommen ins Auge gegangen ist die Mobilisierung der Jungen mit der „abgeschleckten“ Frisur, nicht umsonst sind auf den vorderen Rängen eine Journalistin vom Falter, ein Clown und ein Werber. So sehen für Pröll also Praktikanten aus?
Blöd halt, dass die SPÖ sich in Schockstarre befindet – nur nichts falsch machen, sonst könnte man ja Wähler verlieren. Diese Super-Praktikant-Sache hätte sonst ja schön und virtuell torpediert werden können von den Jungen Roten – aber die haben sich ja auf Faxwahlen beim ORF spezialisiert.
Nicht um Schmähungen verlegen ist man auch bei den Audimax-Besetzern. Sie kreierten einfach die Wahl zum „Super-Wissenschaftsminister“. Der Gewinner wird zwar nicht fürstlich entlohnt, soll aber auch nicht leer ausgehen: Eine Woche Übernachtung im Audimax inklusive Halbpension wartet auf den Sieger. Auf der Homepage kann man jetzt zwischen Tintifax und Chuck Norris wählen. Wobei Chuck Norris einfach einmal Knackwatschen austeilen will im Wissenschaftsministerium.
Könnte man sich auch vorstellen für den Entwickler des VP-Castings.
Fake-Seite oder ernst gemeint? Im Netz ist eine Gebetsliga für Jörg Haider aufgetaucht, die für eine Seligsprechung des Ex-Kärntner-Landeshauptmanns eintritt.
Allmächtiger ewiger Gott, Vater aller Menschen!
Wir, deine Kinder und gehorsamen Diener bitten dich, wende dein Antlitz Jörg Haider zu und schenke uns durch ihn die Kraft, für unser Anliegen einzustehen. Auch wenn die Zeiten schwierig sind, und Hass und Missgunst und begegnet, lass uns nicht schwach werden sondern geeint stehen.
Wir bitten dich aber auch für die Hasserfüllten und die Verleumder, erleuchte ihre Herzen und zeige ihnen den Weg zu dir. Allmächtiger Gott, so wie Jörg Haider wollen auch wir für alle Menschen da sein. Gib uns die Kraft, seinem Vorbild so nahe wie möglich zu kommen.
Darum bitten wir dich durch deinen Sohn Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn, der mit dir und dem heiligen Geist lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.
„Wir bitten und beten für die Selig- und (…) Heiligsprechung des verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes Doktor Jörg Haider.“ Offenbar ist das ganze inspiriert von der „Kaiser Karl Gebetsliga“ , die 2004 ihr Ziel der Seligsprechung des letzten Habsburger-Kaisers erreichte. Was fehlt ist allerdings noch ein bestätigtes Wunder – aber da wird den Kärntnern schon noch was einfallen. Gerhard Haderer hat es in seinem Buch „Jörgi der Drachentöter“ ja schon vorgeführt, wie schnell man Wunder wirken kann…
Irgendwie schaut das doch eher nach einer Aktionsseite eines Künstlerkollektivs aus. Auf der anderen Seite ist den Kärntnern alles zuzutrauen. Und angebetet wird der selige Landeshauptmann ja in Kärnten seit seinem Unfalltod.
Wenigstens ist die Info-Illu „News“, das ist die ohne Wahrheitsgehalt, jetzt auf das Thema aufgesprungen und titelt mit „Der Haider-Wahn“. Schön. Gruselig.
Eine ganz neue Lohnpolitik bei einem Online-Portal in Schweden: Bei der schwedischen Internetzeitung „Nyheter24″ entscheidet die Zahl der Leser darüber, wie viel der Autor an einem Artikel verdient.
Ganzer Artikel auf taz.de
„Unser Lohnsystem soll widerspiegeln, wie tüchtig jemand ist. Wie viele tatsächlich an dem interessiert sind, was der Mitarbeiter produziert.“ So verteidigt Patrik Sandberg, verantwortlicher Herausgeber der Internetzeitung Nyheter24, gegenüber der Zeitung des schwedischen Journalistenverbands, sein neues Entlohnungssystem. Das gründet einfach auf der Zahl der User, die auf die Texte der einzelnen JournalistInnen klicken.
Letztendlich entscheiden also die Leser, wie viel ein Mitarbeiter bei Nyheter24 verdient. Neben einem Grundlohn, der – was man offiziell nicht bestätigen will – bei umgerechnet etwa 1.500 Euro liegen soll, ist dieser „erfolgsabhängige“ Lohnanteil für die MitarbeiterInnen als Anreiz gedacht, darüber zu berichten, „was die Leute interessiert“, so Sandberg: „Das ist ein einfaches Lohnsystem und wir sind ein kommerzielles Produkt.“
In Österreich läuft die Entwicklung hoffentlich in die andere Richtung: Hier will die GPA-djp die Online-Journalisten sobald wie möglich in den Journalistenkollektiv holen. Und bei den ersten Sitzungen zu den Kollektivvertrags-Verhandlungen sind erstmals drei Online-Journalisten im beratenden Gremium der GPA.
Solche Bezahlmodelle höhlen nicht nur die Kollektivvertragsrechte der Online-Journalisten aus, sondern führen auch dazu, dass nur mehr die Reichweite zählt und die journalistische Qualität absolut flöten geht.
Stichtag 15. März: Österreich ist um eine Sonntagszeitung reicher. „Die Presse“ erschein ab sofort auch am Sonntag. Und gibt selbst das Motto aus: „Rettet den Sonntag“.
Woanders wird gegen Firmenbosse und Entlassungen demonstriert, bei der Presse läuft das anders: Da demonstrieren die Mitarbeiter für das neue Produkt. Und lassen verdutzte Polizisten beim Parlement stehen.
@Presse-Mitarbeiter: Mehr Fotos gibt es bei Claudia Schreiner exklusiv auf ihrem Bildschirm.
Das BZÖ ist ja bekannt für seine lächerlichen Presseaussendungen. Und wenn sich jetzt unsere Heulsuse Petzner wieder mal über etwas lustig machen will, stolpert er dieses mal mit seinem Humor wieder mal ein bisschen über sich selbst, siehe unten. Ich stell ihn mir ihn grad vor so wie die Fliege Puck aus Biene Maja. Aber so niedlich ist er dann auch wieder nicht.
Dann eher doch eine Schmeissfliege.
In Kärnten versteht man den Schmäh vielleicht. Im übrigen Österreich lacht man über ihn. Genauso wie vor wenigen Tagen über seinen Vergleich mit Falco.
Danke, Herr Petzner, weiter so! Man hat ja sonst nichts zu lachen!
Mensdorff: Krisensitzung im ÖVP-Innenministerium
Utl.: BZÖ-Petzner amüsiert – „Weitere Krisensitzungen werden folgen,
weil immer mehr ans Tageslicht kommen wird. Dafür werde ich
sorgen!“
Wien (OTS) – Amüsiert über eine Krisensitzung des
ÖVP-Innenministeriums, die in den heutigen Morgenstunden
stattgefunden hat und den Umgang des Innenministeriums mit der Causa
Mensdorff-Pouilly und die Verwicklung von führenden Beamten und
Mitarbeitern des BMI in die Causa zum Inhalt hatte, zeigt sich
BZÖ-Abgeordneter Stefan Petzner.
„Weitere Krisensitzungen werden folgen, weil immer mehr ans
Tageslicht kommen wird. Dafür werde ich sorgen“, sagt Petzner, der
gleich einer Fliege an der Wand des Büros von Fekter, immer über
alles informiert ist, was gerade im BMI gerade vonstatten geht.
Und das hat mich wieder an die lieben Maschek erinnert. Die schon den Kindern beibringen wollten, dass Drogen pfui sind. Mit dem Zirkus Habakuk und dem drogensüchtigen Kasperl. Aber schauts euch das selbst an:
Brillianter Wahlkampftaktiker, die bekannteste Witwe Österreichs und die absolute Top-Heulsuse nach Haiders Tod. Das hat das Wort „petznern“ geschaffen. Für einen Tag, an dem man die ganze Zeit heult. Und er hat uns das Unwort des Jahres 08 beschert: Mit seiner Bezeichnung, dass Haider sein „Lebensmensch“ war. Da gibts übrigens eine Facebook-Applikation dazu.
Naja egal. Jetzt ist es soweit. Er ist vollkommen durchgeknallt. Kommt einen zumindest so vor, wenn man sein „News“-Interview liest.
Und der Hansi Hölzl wird sich im Grab umdrehen…
BZÖ- Stefan Petzner: „Mir geht es jetzt wie Falco..!“
Nach dem Kärntner Wahlsieg der nächste Petzer-Vergleich, der hinkt.
Wien (OTS) – Stefan Petzner, BZÖ-Wahlkampfmanager ist immer für einen seltsamen Vergleich gut. Nach Udo Jürgens und Jörg Haider hat sich der „Lebensmensch“ jetzt auf Falcos Spuren geheftet. Im aktuellen NEWS sagt er im Interview: „Es wird immer schwieriger für mich. Falco war nach seinem ersten Nummer-eins-Hit verzweifelt, wie er den Erfolg toppen könnte. So geht es mir jetzt auch. Ich kann mich nicht ständig selbst übertreffen…“
Die Wahl in Kärnten ist geschlagen. Und die Leute haben ein „Jörg-Haider-Gedächtnis“-Kreuzerl auf dem Stimmzettel hinterlassen. Damit ist sichergstellt, dass Herr Landeshauptmann Dörfler auch noch zukünftig seine Witzchen reissen kann. Und dass man solch kompetente Leute wie Petzner und Scheuch noch länger ertragen muss. Danke, Kärntner!
Am Tag der Wahl hat Web 2.0 den Orangen noch ein Schnippchen geschlagen: Ein Affe mit Hakenkreuz-Binde am linken Arm zum Hitler-Gruss ausgestreckt prangerte am Sonntag Vormittag auf der Startseite der BZÖ-Homepage.
Liab! Wem dieser Hack wohl eingefallen ist. So schön passend. Und so typisch, wie das BZÖ reagiert hat:
„Wir verurteilen diese undemokratische Vorgangsweise linker Webterroristen auf das Schärfste.“
Liebe „linke Webterroristen“. Gratulation für diese Aktion!
Der große Herr Landeshauptmann Dörfler ist ja schon des öfteren mit seinen Schmäh-Tiraden aufgefallen. Nur dass keiner drüber lacht, wenn er seine beliebten „Negerwitze“ zum besten gibt. Auf der anderen Seite wird dem Nachfolger von Jörg Haider auch nachgesagt, dass er es mit dem Grapschen ein bisschen übertreibt.
In der bierschwangeren Athomsphäre des Kärntner Fasching sind nun Bilder entstanden, die beide „Qualitäten“ von Dörfler betonen. Sehr entlarvend, Herr Landeshauptmann. Und wirklich äußerst lustig, wenn man als „Negermami“ verkleideten Kärntner Dorfdeppen die falschen Brustnippeln nuckelt. Note Fünf. Setzen. Oder wenigstens zurücktreten. Oder lieber Kärntner Wähler: Bitte diesen Herrn NICHT wählen!