Die geplante Reform der Pensionskassen verzögert sich. Diese wollen Kosten an die Versicherten abwälzen. "Irgendwann einmal läuft sich das Gesamtsystem ad absurdum", warnt AK-Chef Muhm.
Österreich hat für einen EU-Bericht als einziges Land angegeben, den CO2-Ausstoß von 2008 bis 2012 nicht ausreichend reduzieren zu können. Alle anderen glauben, das Kyoto-Ziel untertreffen zu können.
Die EU will den USA "alle relevanten" Kontodaten preisgeben, doch Österreich stellt sich quer: Der Entwurf wird blockiert, bis der Datenschutz garantiert ist. Seine schwedischen Schöpfer wollen ihn dennoch durchbringen.
Die Party zum Schulterschluss von Digital und Grafik-Pool: Neben hochprozentigen Getränken, polternder Musik, akrobatischen Tanzeinlagen hats auch ein blaues Auge gegeben. Durch einen unabsichtlichen Ellbogen-Check. 16er-Blech sind in Hülle und Fülle übriggeblieben, dem nächsten „Restl-Saufen“ steht also nichts im Weg.
Wenn der Gastgeber laut schreiend mit „Sog’ amoi“ durch die Wohnung wirbelt, wenn die Rindsrouladen so groß sind wie gefüllte Meerschweinchen, wenn der Gastgeber mit seinen Sticks wild auf dem Sofa trommelt, wenn das Zebra im Wohnzimmer die Patschen streckt und die beiden Zwerge nebenan SM-Posen üben, wenn man sich mit Zimmerlinden-Blättern schmückt und wild herumhüpft – dann ist man beim Uwe zuhaus. Sog’ amoi!
Seit Donnerstag ist das Audimax der Uni Wien von Studenten besetzt. Die Forderungen: Eine „Re-Demokratisierung“ der Unis, keine Zulassungsbeschränkungen, genug Studienplätze für alle und „Geld für Bildung statt für Banken“.
Tausende harren im größten Hörsaal der Uni Wien aus. Alles organisiert über Twitter, Facebook und SMS. Es wird basisdemokratisch diskutiert – und am Abend gefeiert mit Bands und DJs. Also – auf in den Audimax, das muss man gesehen haben. Da muss man mitdiskutiert haben. Da muss man mitgefeiert haben.
Feiern im 80er-Outfit hat was von Faschings-Gschnas. Ist also nicht ganz meins. Weil: Maskieren tut man sich eh das ganze Jahr. Aber wenn sichs die Jubilarin wünscht, macht man doch gerne mit. Und so spazierten alle mit Plastikketten, Neon-T-Shirts und Jogging High herum. Doppelplus für das Outfit von der Gauki: Die wandelnde Discokugel. Verloren gehen konnte sie nicht am Abend, weil alle geblendet waren – ein cool-gewagtes Outfit!
Ein paar Schnaps weniger und wir wären weniger peinlich herumgesprungen. Aber wenigstens beim O.B.-Spiel – in Anlehnung an die scheinbar legendäre Bindenparty – haben wir nicht mitmachen müssen. Und gsungen haben wir auch, fehlerfrei mit großem Grölfaktor. So wird g’feiert im Zöchbau-Kölla.
73 Jahre sind wir gemeinsam geworden – und auch ca. so viele Leute sind unserem Aufruf zum Geburtstagsfest gefolgt ins Shooters in der Wiener Währingerstraße.
Danke allen Mitfeiernden! Die Schnappschüsse der Party sprechen für sich, es war ein rauschendes Fest!
Stagediving mit dem Schlauchboot? Richtig geraten – Deichkind sind auf der Bühne gestanden. Gestanden in dem Sinn aber am wenigsten. Die Nordisch-by-Nature-Burschen hatten beim Urban Art Forms in Wiesen eine richtige Gaukler-Hip-Hop-Show vorbereitet. Mit Neon-Kostümen, Hüpfvorrichtungen aller Art und dem Tod. Aber nur als Maske.
„Arbeit nervt“ wurde aus Tausenden Kehlen mitgegrölt und bei „Remmidemmi“ wackelte das Zelt in Wiesen. Hervorragend. Die Hüpfburg zum Stagediven brach aber doch bald in sich zusammen. Die Stimmung dagegen nicht.
Regen in Wiesen. Bei einem Festival nichts Neues. Diesmal wird das Urban Art Forms von Starkregen heimgesucht – und man ist froh, dass man nicht unter den Campierenden ist. Neben Erdbeerwein heuer am ersten Tag auf der Bühne: Die legendären Elektro-Pioniere von Kraftwerk. Wer kennt nicht „Das Model“ oder „Wir sind die Roboter“. Allerdings: Diese Rückschau auf die Pionierzeit der elektronischen Musik lässt einen doch schalen Eindruck zurück. Außer beim „Roboter“-Song mit den typischen Kraftwerk-Roboter-Modellen an den vier DJ-Stelen war die Band – zu Beginn mit nach Star Trek anmutenden Uniformen – nicht zu einem Zucker bereit und alle vier verschanzten sich hinter ihren Elektro-Aufbauten.
Dass die Einflüsse der Band in viele Richtungen gingen, sei hier hoch angemerkt. Inmitten der weiterentwickelten elektronischen Szene hatte das ganze aber ein wenig was Verstaubtes. Wie ein Kollege meinte: „Da kann man gleich einen Gameboy an die Anlage hängen.“
Ein kleines Festival im Pielachtal, das Stereo am See. Mit Bühne am See. Wobei: Der See war großflächig abgesperrt und die Wasserqualität hat nicht unbedingt eingeladen dass man da auch nur einen Zehen reinhängt. Nicht so gschmackig.
Trotzdem feines Festival mit relativ wenig Besuchern. Headlinertechnisch war das ganze jetzt auch nicht unbedingt vom allerfeinsten: 3Feet Smaller, Alkbottle und Shantel.
Wobei: 3FeetSmaller haben ordentlich Stimmung in das Publikum gebracht und Sinn für Humor bewiesen mit einem Luftgitarre-Wettbewerb. Alkbottle haben noch immer die selben Fans, wieso auch immer. Der Schmäh is schon ein bissl lasch geworden und dem Roman Gregory glaubt man nach seinem Starmania-Ausflug sowieso nix mehr.
Shantel mit Band war wieder fast ein bisschen zu professionell, ohne Ecken und Kanten. Obwohl: Einige sind schon ein bisschen ratlos herumgestanden im Publikum, ist ja doch nicht alles so Balkan-Rock’n'Rollig wie Disco Partizani…
Das Fluc feierte seinen siebenten Geburtstag – und im Rahmen eines Global2000-Fests war auch der Herr Austrofred auf der Bühne. Diesmal mit einer Lesung aus seinem Buch „Ich rechne noch in Schilling“.
Irgendwie bin ich den Verdacht nicht losgeworden, dass die äusserst jungen Gäste des Fests nicht ganz das Zielpublikum von unserem Fredl waren. Fast keine Publikumsbeschimpfung. Trocken die Texte herabgebetet. Wobei die meisten im Publikum wahrscheinlich eher nicht konform gingen mit der Verehrung von Ambros, STS und Co. Erst im Finale konnte der Fredl wieder überzeugen mit A-Capella-Vorträgen von „HitRadioGaga“ und „Schifoan“.
Gewartet hatten die meisten allerdings auf den Auftritt von Velojet. Und den fand ich äußerst gelungen. Mit schön geladener Energie, guten Gitarren und melodiöser Hemmungsorgel. Überraschend gut. Hatte ich schlechter in Erinnerung. Weiter so!
Slim Cessna’s Auto Club waren in der Stadt. Räudig! Roh! Explosiv! Eine Dynamit-Mischung aus Country Blues Overdrive. Da schaun Calexico nebenbei wie eine Rentnertruppe aus. Hätten sich mehr Zuschauer in der Arena verdient.
Ganz toll: Der Gitarrist mit seiner Doppelgitarre und dem Bildnis der heiligen Maria drauf.
Hatte ein bissl was von der Stimmung wie bei Balkan-Bands – die beiden Sänger sind auch ins Publikum gehopst. Großartig: Das rumorende Schlagzeug. Interessant: Das undefinierbare Instrument, sowas wie ein Crossover von Zither, Syntesizer und Hackbrett. Großartig.