Die Graue Eminenz

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Archiv für die Kategorie ‘Politik’

„Orangensaft statt Burschenschaft“

Verfasst von eminenz am 22. November 2009

Das als Titel formulierte Motto eines Transparents gegen den Burschenschafts-Kommers kann mich nicht ganz begeistern. Mag ich doch beides nicht besonders. Allerdings find ich Burschenschafter dann doch etwas rechtsdrehender als Orangensaft. Aber egal: Einige hundert Menschen demonstrierten gegen den Festkommers in Wien. Hinter dem Rathaus mit der Aktion „Wiener Lichter“, dem Versuch eines Lichtermeers, der aber dann doch nur ein Lichterteich war. Ganz unbeeindruckt blieben aber die Tausenden Besucher des Christkindlmarkts. Vielleicht ist es ja auch ein politisches Statement: „Glühwein statt Rechts-Sein“.

Aufgerufen worden war auch dazu, Kerzen in die Fenster zuhaus gegen die „dunkle Vergangenheit“ zu entzünden. Am Ring war ein Demo-Zug unterwegs, bei der auch die Audimax-Besetzer eine große Abordnung stellten: „Unis besetzen – Nazis räumen“ war ihr Motto. Die Polizei hat das mit ihrem massiven Aufgebot allerdings nicht unterstützt. Sondern die Burschenschafter-Veranstaltung geschützt. Wien bleibt eben Wien.

>>Hier gibts mehr Bilder

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Supa samma: Die Suche nach dem Super-Praktikant

Verfasst von eminenz am 13. November 2009

Der ÖVP ist ja nichts zu blöd, um ihre junge Klientel – das sind die mit der „abgeschleckten“ Frisur – zu bedienen. Und weil der Sepp Pröll jetzt ganz aufs Internetz und auf Netz  2.0 setzen will, haben die Herren in Schwarz geglaubt, dass sie mit der Suche nach Österreichs „Superpraktikant“ voll durchstarten und punkten können. Das funktioniert vielleicht beim Jugendfunktionär 1.0 aus der Jungen ÖVP, woher gleich einmal größtes Lob und Unterstützung kam, aber nicht beim Rest der Jugend.

Da dachte man sich: Wir kupfern mal vom RTL-Pendant „Supertalent“ ein Stückl vom Namen ab, weil solche Casting-Shows ja so gute Einschaltquoten bei den Jugendlichen haben. Aber es wurden grobe Fehler gemacht: Die Jungen aus der Parteibasis sind immer schmähstad, die Jugendlichen, die man erreichen will, nämlich junge Neuwähler fühlen sich durch die Wahl des Wortes „Praktikant“ ziemlich vor den Kopf gestoßen. Denn: Tausende junge Menschen absolvieren jedes Jahr so genannte Praktika. Viele davon finden ohne Verträge statt, haben unklare Arbeitszeiten und werden nicht oder nur sehr schlecht bezahlt.

Schlecht kam auch an, dass die ÖVP das Praktikum nicht geschlechterneutral ausgeschrieben hat. Die Internet-User waren schnell und haben in Windeseile eine Schmäh-Homepage namens „Bist du Österreichs Vizekanzler“ erstellt.

Vollkommen ins Auge gegangen ist die Mobilisierung der Jungen mit der „abgeschleckten“ Frisur, nicht umsonst sind auf den vorderen Rängen eine Journalistin vom Falter, ein Clown und ein Werber. So sehen für Pröll also Praktikanten aus?

Blöd halt, dass die SPÖ sich in Schockstarre befindet – nur nichts falsch machen, sonst könnte man ja Wähler verlieren. Diese Super-Praktikant-Sache hätte sonst ja schön und virtuell torpediert werden können von den Jungen Roten – aber die haben sich ja auf Faxwahlen beim ORF spezialisiert.

Nicht um Schmähungen verlegen ist man auch bei den Audimax-Besetzern. Sie kreierten einfach die Wahl zum „Super-Wissenschaftsminister“. Der Gewinner wird zwar nicht fürstlich entlohnt, soll aber auch nicht leer ausgehen: Eine Woche Übernachtung im Audimax inklusive Halbpension wartet auf den Sieger. Auf der Homepage kann man jetzt zwischen Tintifax und Chuck Norris wählen. Wobei Chuck Norris einfach einmal Knackwatschen austeilen will im Wissenschaftsministerium.

Könnte man sich auch vorstellen für den Entwickler des VP-Castings.

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Wer noch immer nicht genug hat: Hier gibts die Bilder zu den Aktionen

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„Aktionstag“: Hätt ein bissl mehr sein können

Verfasst von eminenz am 6. November 2009

„Aktionstag“ der Studenten in Wien: Ist gar ein bissl „zach“ angelaufen. Am Abend sinds dann aber doch noch an die 10.000 Teilnehmer bei der Kundgebung vor der Stadthalle geworden. Wie immer seit der Audimax-Besetzung hat das ganze neben dem Transport der Forderungen auch sehr viel an Feel-Good transportiert. Obwohl man sich gar nicht so gut fühlt im Uni-Betrieb.

Erwartet worden war allerdings, dass sich viel mehr Menschen beteiligen. Man hatte nicht den Anschein dass die Uni brennt (so wurde die Aktion am Anfang ja benamst), aber ein Feuer lodert schon noch. Glutnester sind noch vorhanden. Ob das Feuer jetzt ausgeht, wird sich zeigen. Aber gar nicht so einfach: Auf Wochen hinaus immer die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und immer wieder Massen zu mobilisieren ist ziemlich schwierig. In der Zwischenzeit können die Politiker das ganze dann „aussitzen“. Und dann wieder davon reden, dass ja nur die Internet-Generation auf die Straße gegangen ist. Stimmt in dem Fall ja auch. Aber inzwischen sind wir alle die Internet-Generation.

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>>Viel mehr Bilder gibts hier

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Demo: „Bildung für die ganze Welt“

Verfasst von eminenz am 29. Oktober 2009

Die Audimax-Besetzer haben jetzt einmal eines erreicht: Die größte Bildungs-Demonstration in Wien seit vielen, vielen Jahren. Über 10.000 oder noch mehr sind unterwegs gewesen und haben für ein besseres Bildungssystem demonstriert.

Inwieweit die Besetzung jetzt zu einer Bewegung wird, darüber wird gerade in vielen Foren am meisten gestritten. Einige wollen jetzt schon von einer Neuauflage der 68er-Genertation und ihren Forderungen sprechen. 68er 2.0 sozusagen. Aber ist das nicht zuweit gegriffen? Ja, die Forderungen gehen über den Bereich der Bildungspolitik hinaus, gesellschaftspolitische Themen werden nicht ausgespart. Aber: Wieviel Kalkül steckt hinter diesen Forderungen? Nur ein Kalkül, sich dann auch mit andern Gruppierungen solidarisieren zu können?

Dass sich auch schon eine Gegenbewegung zu den Besetzern gebildet hat, war klar. Alle Studenten wird man nicht in einen Topf werfen können, auch Studenten haben andere (gesellschafts)politische Ansätze. Und Einstellungen. Soviel wie möglich unter einen Hut zu bringen, das wird das schwierigste Thema im Plenum des Audimax werden.

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>>Hier gibts viele, viele Bilder von der Demo

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Audimaximale Basisdemokratie

Verfasst von eminenz am 28. Oktober 2009

Die Besetzung geht weiter. Und die Besetzer bleiben basisdemokratisch. Am Dienstag Abend war der größte Hörsaal der Uni Wien brechend voll. Das Plenum der Audimax-Besetzer diskutierte über Wissenschaftsminister Johannes Hahn. Ihm soll das Angebot gemacht werden, dass er vor dem Plenum im Audimax auftritt. Was zu einer emotionalen Diskussion geführt hat. Die Basisdemokratie bleibt aber erhalten: Es wurde festgehalten, dass es für diese Bewegung keine Sprecher geben könnte, da immer nur das Plenum als Gesamtes auftritt.

Schwierig in Zeiten der straffen Pyramiden-Organisation. Ist das in einer sehr personifizierten Zeit, in der Inhalte sehr stark mit Persönlichkeiten verknüpft werden, überhaupt noch möglich? Das wird noch zu lösen sein: Wie können alle Individuen, die sich im Audimax versammeln, als Kollektiv und ohne Sprecher auch in den Sprachrohren sprich Medien und damit Öffentlichkeit reüssieren.

Kann man hier eine neue Art der Öffentlichkeitsarbeit generieren? Ohne sogenannte Befehlsstrukturen, von der Basis ausgehend? Kann man die Basis an der Stange halten? Und bleibt die Öffentlichkeit aufmerksam für die Forderungen, wenn sie nicht auf Personen hinuntergebrochen werden können?

Am Mittwoch gibts die Großdemo am Ring. Und einen Weltrekordversuch, dem man dem Bundesheer abluchsen will, diese gar nicht basisdemokratische Organisation hat ja am Nationalfeiertag Mambo getanzt. Ohne Waffen.  Waffen gibts auch im Audimax nicht. Dafür den Versuch des Rekords im „Tanz den Freien-Bildungs-Mambo“. Ich bin gespannt.

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>>Mehr Bilder HIER

Vielen Dank an meinen Gastfotografen Daniel für die folgenden Bilder.

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Volksküche im Audimax

Verfasst von eminenz am 25. Oktober 2009

Partys sind genug gefeiert, jetzt konzentrieren sich die Audimax-Besetzer aufs Plenum. Nach durchgefeierten Nächten war scharfe Kritik geübt worden. Nun wird gezeigt, dass es den Besetzern um ernste Anliegen geht.

Man will nicht so schnell aus dem Audimax weichen: Eine Volksküche wird aufgebaut, „die fähig ist, autark eine große Menge Menschen zu ernähren.“

Und der wichtigste Beschluss des Plenums vom Sonntag: Am Mittwoch ist eine Großdemo geplant, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Für Montag ist ein Kulturprogramm der besonderen Art geplant: Vor dem Wissenschaftsministerium am Minoritenplatz soll es anlässlich des dortigen Tages der offenen Tür ein studentisches Straßentheater geben.

Man will sich auch mit anderen Gruppen solidarisieren, wie mit der Gewerkschaft, und mit internationalen Studentenvertretungen kooperieren.

Die Vernetzung ist ebenso in vollem Gang, hier die wichtigsten Links zur Homepage und zu den Facebook- und Twitter-Foren und vor allem zum Live-Stream:

http://audimax.ie.bagru.at/

http://twitter.com/Unibrennt

Homepage: www.freiebildung.at

Facebook: „Audimax Besetzung in der Uni Wien – die Uni brennt“

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>>Hier gibts mehr Bilder

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Die Audimax-Party

Verfasst von eminenz am 24. Oktober 2009

Seit Donnerstag ist das Audimax der Uni Wien von Studenten besetzt. Die Forderungen:  Eine „Re-Demokratisierung“ der Unis, keine Zulassungsbeschränkungen, genug Studienplätze für alle und „Geld für Bildung statt für Banken“.

Tausende harren im größten Hörsaal der Uni Wien aus. Alles organisiert über Twitter, Facebook und SMS. Es wird basisdemokratisch diskutiert – und am Abend gefeiert mit Bands und DJs. Also – auf in den Audimax, das muss man gesehen haben. Da muss man mitdiskutiert haben. Da muss man mitgefeiert haben.

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Screaming Pühringer

Verfasst von eminenz am 28. September 2009

Landtagswahldn in Oberösterreich waren am Wochenend. Mit wiedermal desaströsem Ergebnis für die SPÖ. Und der Landeskaiser Josef Pühringer hat sogar noch einige Prozent dazugewinnen können. Hat ja eh jetzt nur über 46 Prozent. Nicht der Rede wert. Bei den ersten Hochrechnungen dürft sich der Herr Landeshauptmann aber ordentlich gefreut haben: Ein Bild von ihm im Siegesschrei-Taumel wurde bei den ersten Hochrechnungen veröffentlicht. Und weil er gar so ein außerirdisches Gesicht macht dabei, hat Zive.at zum Photoshop-Contest aufgerufen.

Mit köstlichen Ergebnissen. Endlich wird die Connection von Pühringer zu Castro und Captain Kirk erklärt Aber sehen Sie selbst:

Hier mal das Original:

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Und jetzt ein Best-Of des Photoshop-Contests:

Frei von Castro bis Hitler…

(Mehr davon auf Zive.at)

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Tierschützer gegen „Fliegenkiller“ Obama

Verfasst von eminenz am 18. Juni 2009

Fliege erschlagen vor laufender Kamera ist doch schlecht fürs Image. Das muss sich jetzt wohl auch US-Präsident Barack Obama hinter die Ohren schreiben. Wer so unmenschlich Insekten killt, kennt auch bei Menschen keine Gnade. Oder zählt doch der „Killerinstinkt“ mehr?

>>Hier gibts Bilder und eine satirische Abhandlung von Politiker-Hoppalas

Tierschützer gegen „Fliegenkiller“ Obama

Organisation will US-Präsidenten „humanen Insektenfänger“ schenken

Washington (APA/dpa) – US-Präsident Barack Obama gehört nicht zu den Menschen, die keiner Fliege etwas zuleide tun könnten. Und das hat nun Tierschützer auf den Plan gebracht. Die Gruppe PETA (People for The Ethical Treatment of Animals) findet es gar nicht nett, dass der Präsident kürzlich während eines Fernsehinterviews einer Fliege den Garaus machte und wünscht sich künftig von ihm einen „humaneren“ Umgang auch mit den lästigen dicken Brummern.

Der Präsident hatte sich am Dienstag im Weißen Haus den Fragen eines CNBC-Reporters gestellt, als die Fliege ihm wenn auch nicht auf, so aber vor der Nase herumzutanzen begann. „Geh raus hier“, sagte er, aber das Insekt ließ sich auch vom mächtigsten Mann der Welt nichts sagen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Eindringling mit der Hand abzuwimmeln, passte Obama einen günstigen Augenblick ab: Als sich die Fliege auf seinem Handrücken zur Ruhe setzte, schlug er zu. „Das war ziemlich eindrucksvoll, nicht wahr?“ sagte er scherzend und zerquetschte die Fliegenleiche dann auch noch mit seiner Schuhsohle. Das alles vor laufenden Kameras.

„Wir unterstützen Mitgefühl auch für die merkwürdigsten, kleinsten und am wenigsten sympathischen Tiere“, sagte PETA-Sprecher Bruce Friedrich am Mittwoch (Ortszeit). Um Obama den menschlicheren Ansatz zu erleichtern, will ihm die Organisation einen „humanen Insektenfänger“ schenken, ein Gerät, mit dem man Fliegen aus dem Verkehr ziehen kann, um sie dann im Freien wieder auszusetzen.

Wer also sonst, als die PETA. Die haben halt doch die beste Marketingabteilung. Und die meisten Promi-Unterstützer. Und ich bin ihnen auch wieder ins Netz gegangen. Ich hoff ich hab die Spinne dabei nicht verletzt…

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Obama killt Fliege

Verfasst von eminenz am 17. Juni 2009

Mit dieser Meldung wär jetzt einmal die These widerlegt, dass US-Präsident Obama keiner Fliege etwas zuleide tut:

Obama macht Fliege vor laufender Kamera den Gar aus

Washington (APA/AP) – US-Präsident Barack Obama ist ein Mann der Tat. Er fackelt nicht lange – da muss schon mal eine Fliege dran glauben, und sei es vor laufender Kamera. „Verschwinde hier“, zischte Obama am Dienstag während eines Fernsehinterviews im Weißen Haus eine Fliege an. Das Tier war jedoch hartnäckig und ließ sich vom Groll des wohl mächtigsten Mannes der Welt nicht beeindrucken. Dann nahm Obama die Sache selbst in die Hand: Er wartete, bis die Fliege sich setzte, dann schlug er zu. Tot. Auf einen Schlag. „Wo waren wir jetzt?“ fragte er daraufhin seinen Gesprächspartner, den CNBC-Korrespondenten John Harwood. Der Präsident war sichtlich stolz auf seine zielgenaue Leistung: „Das war ziemlich beeindruckend, oder?“

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