Mainz 05 gewinnt das Aufsteiger-Duell gegen Nürnberg 1:0 und stößt auf den sechsten Rang der Deutschen Bundesliga vor. Der FC Bayern erreicht im Spitzenspiel gegen Schalke nur ein Remis.
Der Moskau-Legionär wirft dem Teamchef vor, mit zweierlei Maß zu messen und fordert ein ehrlicheres Spiel. Stranzl wurde ebenso wie Ivanschitz nicht für das Spanien-Länderspiel einberufen.
Die Entwicklungsländer erleben eine wahre Telekommunkationsrevolution: Menschen, die nie zuvor Zugang zu einem Telefon hatten, können nun sogar per Handy Bankgeschäfte erledigen und Rechnungen bezahlen.
„Aktionstag“ der Studenten in Wien: Ist gar ein bissl „zach“ angelaufen. Am Abend sinds dann aber doch noch an die 10.000 Teilnehmer bei der Kundgebung vor der Stadthalle geworden. Wie immer seit der Audimax-Besetzung hat das ganze neben dem Transport der Forderungen auch sehr viel an Feel-Good transportiert. Obwohl man sich gar nicht so gut fühlt im Uni-Betrieb.
Erwartet worden war allerdings, dass sich viel mehr Menschen beteiligen. Man hatte nicht den Anschein dass die Uni brennt (so wurde die Aktion am Anfang ja benamst), aber ein Feuer lodert schon noch. Glutnester sind noch vorhanden. Ob das Feuer jetzt ausgeht, wird sich zeigen. Aber gar nicht so einfach: Auf Wochen hinaus immer die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und immer wieder Massen zu mobilisieren ist ziemlich schwierig. In der Zwischenzeit können die Politiker das ganze dann „aussitzen“. Und dann wieder davon reden, dass ja nur die Internet-Generation auf die Straße gegangen ist. Stimmt in dem Fall ja auch. Aber inzwischen sind wir alle die Internet-Generation.
Die Audimax-Besetzer haben jetzt einmal eines erreicht: Die größte Bildungs-Demonstration in Wien seit vielen, vielen Jahren. Über 10.000 oder noch mehr sind unterwegs gewesen und haben für ein besseres Bildungssystem demonstriert.
Inwieweit die Besetzung jetzt zu einer Bewegung wird, darüber wird gerade in vielen Foren am meisten gestritten. Einige wollen jetzt schon von einer Neuauflage der 68er-Genertation und ihren Forderungen sprechen. 68er 2.0 sozusagen. Aber ist das nicht zuweit gegriffen? Ja, die Forderungen gehen über den Bereich der Bildungspolitik hinaus, gesellschaftspolitische Themen werden nicht ausgespart. Aber: Wieviel Kalkül steckt hinter diesen Forderungen? Nur ein Kalkül, sich dann auch mit andern Gruppierungen solidarisieren zu können?
Dass sich auch schon eine Gegenbewegung zu den Besetzern gebildet hat, war klar. Alle Studenten wird man nicht in einen Topf werfen können, auch Studenten haben andere (gesellschafts)politische Ansätze. Und Einstellungen. Soviel wie möglich unter einen Hut zu bringen, das wird das schwierigste Thema im Plenum des Audimax werden.
Die Besetzung geht weiter. Und die Besetzer bleiben basisdemokratisch. Am Dienstag Abend war der größte Hörsaal der Uni Wien brechend voll. Das Plenum der Audimax-Besetzer diskutierte über Wissenschaftsminister Johannes Hahn. Ihm soll das Angebot gemacht werden, dass er vor dem Plenum im Audimax auftritt. Was zu einer emotionalen Diskussion geführt hat. Die Basisdemokratie bleibt aber erhalten: Es wurde festgehalten, dass es für diese Bewegung keine Sprecher geben könnte, da immer nur das Plenum als Gesamtes auftritt.
Schwierig in Zeiten der straffen Pyramiden-Organisation. Ist das in einer sehr personifizierten Zeit, in der Inhalte sehr stark mit Persönlichkeiten verknüpft werden, überhaupt noch möglich? Das wird noch zu lösen sein: Wie können alle Individuen, die sich im Audimax versammeln, als Kollektiv und ohne Sprecher auch in den Sprachrohren sprich Medien und damit Öffentlichkeit reüssieren.
Kann man hier eine neue Art der Öffentlichkeitsarbeit generieren? Ohne sogenannte Befehlsstrukturen, von der Basis ausgehend? Kann man die Basis an der Stange halten? Und bleibt die Öffentlichkeit aufmerksam für die Forderungen, wenn sie nicht auf Personen hinuntergebrochen werden können?
Am Mittwoch gibts die Großdemo am Ring. Und einen Weltrekordversuch, dem man dem Bundesheer abluchsen will, diese gar nicht basisdemokratische Organisation hat ja am Nationalfeiertag Mambo getanzt. Ohne Waffen. Waffen gibts auch im Audimax nicht. Dafür den Versuch des Rekords im „Tanz den Freien-Bildungs-Mambo“. Ich bin gespannt.
Partys sind genug gefeiert, jetzt konzentrieren sich die Audimax-Besetzer aufs Plenum. Nach durchgefeierten Nächten war scharfe Kritik geübt worden. Nun wird gezeigt, dass es den Besetzern um ernste Anliegen geht.
Man will nicht so schnell aus dem Audimax weichen: Eine Volksküche wird aufgebaut, „die fähig ist, autark eine große Menge Menschen zu ernähren.“
Und der wichtigste Beschluss des Plenums vom Sonntag: Am Mittwoch ist eine Großdemo geplant, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Für Montag ist ein Kulturprogramm der besonderen Art geplant: Vor dem Wissenschaftsministerium am Minoritenplatz soll es anlässlich des dortigen Tages der offenen Tür ein studentisches Straßentheater geben.
Man will sich auch mit anderen Gruppen solidarisieren, wie mit der Gewerkschaft, und mit internationalen Studentenvertretungen kooperieren.
Die Vernetzung ist ebenso in vollem Gang, hier die wichtigsten Links zur Homepage und zu den Facebook- und Twitter-Foren und vor allem zum Live-Stream:
Seit Donnerstag ist das Audimax der Uni Wien von Studenten besetzt. Die Forderungen: Eine „Re-Demokratisierung“ der Unis, keine Zulassungsbeschränkungen, genug Studienplätze für alle und „Geld für Bildung statt für Banken“.
Tausende harren im größten Hörsaal der Uni Wien aus. Alles organisiert über Twitter, Facebook und SMS. Es wird basisdemokratisch diskutiert – und am Abend gefeiert mit Bands und DJs. Also – auf in den Audimax, das muss man gesehen haben. Da muss man mitdiskutiert haben. Da muss man mitgefeiert haben.
Landtagswahldn in Oberösterreich waren am Wochenend. Mit wiedermal desaströsem Ergebnis für die SPÖ. Und der Landeskaiser Josef Pühringer hat sogar noch einige Prozent dazugewinnen können. Hat ja eh jetzt nur über 46 Prozent. Nicht der Rede wert. Bei den ersten Hochrechnungen dürft sich der Herr Landeshauptmann aber ordentlich gefreut haben: Ein Bild von ihm im Siegesschrei-Taumel wurde bei den ersten Hochrechnungen veröffentlicht. Und weil er gar so ein außerirdisches Gesicht macht dabei, hat Zive.at zum Photoshop-Contest aufgerufen.
Mit köstlichen Ergebnissen. Endlich wird die Connection von Pühringer zu Castro und Captain Kirk erklärt Aber sehen Sie selbst:
Fliege erschlagen vor laufender Kamera ist doch schlecht fürs Image. Das muss sich jetzt wohl auch US-Präsident Barack Obama hinter die Ohren schreiben. Wer so unmenschlich Insekten killt, kennt auch bei Menschen keine Gnade. Oder zählt doch der „Killerinstinkt“ mehr?
Organisation will US-Präsidenten „humanen Insektenfänger“ schenken
Washington (APA/dpa) – US-Präsident Barack Obama gehört nicht zu den Menschen, die keiner Fliege etwas zuleide tun könnten. Und das hat nun Tierschützer auf den Plan gebracht. Die Gruppe PETA (People for The Ethical Treatment of Animals) findet es gar nicht nett, dass der Präsident kürzlich während eines Fernsehinterviews einer Fliege den Garaus machte und wünscht sich künftig von ihm einen „humaneren“ Umgang auch mit den lästigen dicken Brummern.
Der Präsident hatte sich am Dienstag im Weißen Haus den Fragen eines CNBC-Reporters gestellt, als die Fliege ihm wenn auch nicht auf, so aber vor der Nase herumzutanzen begann. „Geh raus hier“, sagte er, aber das Insekt ließ sich auch vom mächtigsten Mann der Welt nichts sagen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Eindringling mit der Hand abzuwimmeln, passte Obama einen günstigen Augenblick ab: Als sich die Fliege auf seinem Handrücken zur Ruhe setzte, schlug er zu. „Das war ziemlich eindrucksvoll, nicht wahr?“ sagte er scherzend und zerquetschte die Fliegenleiche dann auch noch mit seiner Schuhsohle. Das alles vor laufenden Kameras.
„Wir unterstützen Mitgefühl auch für die merkwürdigsten, kleinsten und am wenigsten sympathischen Tiere“, sagte PETA-Sprecher Bruce Friedrich am Mittwoch (Ortszeit). Um Obama den menschlicheren Ansatz zu erleichtern, will ihm die Organisation einen „humanen Insektenfänger“ schenken, ein Gerät, mit dem man Fliegen aus dem Verkehr ziehen kann, um sie dann im Freien wieder auszusetzen.
Wer also sonst, als die PETA. Die haben halt doch die beste Marketingabteilung. Und die meisten Promi-Unterstützer. Und ich bin ihnen auch wieder ins Netz gegangen. Ich hoff ich hab die Spinne dabei nicht verletzt…
Mit dieser Meldung wär jetzt einmal die These widerlegt, dass US-Präsident Obama keiner Fliege etwas zuleide tut:
Obama macht Fliege vor laufender Kamera den Gar aus
Washington (APA/AP) – US-Präsident Barack Obama ist ein Mann der Tat. Er fackelt nicht lange – da muss schon mal eine Fliege dran glauben, und sei es vor laufender Kamera. „Verschwinde hier“, zischte Obama am Dienstag während eines Fernsehinterviews im Weißen Haus eine Fliege an. Das Tier war jedoch hartnäckig und ließ sich vom Groll des wohl mächtigsten Mannes der Welt nicht beeindrucken. Dann nahm Obama die Sache selbst in die Hand: Er wartete, bis die Fliege sich setzte, dann schlug er zu. Tot. Auf einen Schlag. „Wo waren wir jetzt?“ fragte er daraufhin seinen Gesprächspartner, den CNBC-Korrespondenten John Harwood. Der Präsident war sichtlich stolz auf seine zielgenaue Leistung: „Das war ziemlich beeindruckend, oder?“
Plakate stehen derzeit überall herum, weil am 6. Juni die EU-Wahl ist. Und einige „Künstler“ haben diese Plakate wie vor jedem Wahlkampf wieder etwas umgestaltet, beschmiert, überklebt. Ganz besonders gelungen sind dabei die Slogan-Erweiterungen der FPÖ-Plakate. „Abendland in Schlumpfverstand“ hat doch was. Und ist viel origineller als das Original!
Derzeit läuft eine Plakat-Aktion für den Fortbestand der Milchbauern in Österreich: A faire Milch. Bin übrigens drauf hingewiesen worden, dass es dieses Milchprodukt eh schon ganz lange gibt. Mir fällts erst jetzt auf, wegen dem Plakat mit der Kuh, die einen Schatten mit Kreuz drauf wirft.
Ganz köstlich auf der Homepage: Das Milchipedia Ja, was man aus Milch so alles machen kann. Nicht nur Topfen. Und um was gehts der Aktion eigentlich?
A faire Milch ist 100 % aus Österreich. Nur wo „Guat. Fair.“ drauf steht, ist auch 100 % Zukunft für unsere heimischen Bauern drinnen. Genauer gesagt, jeder Liter davon wurde von einem österreichischen Milchbauer oder-bäuerin gemolken und von einer österreichischen Molkerei abgefüllt.
Hört sich ja fast ein bissl nach FPÖ-Werbung an. „Heimische Milchfee statt EU-Milchsee“ tät ich als Plakat mit dem grinsenden HC Strache vorschlagen. Die Blauen selbst sind aber wahrlich nicht in den heimischen Bio-Milchkübel gefallen, bevor sie zum dichten begonnen haben, nicht umsonst reimen sie zum Beispiel „Für Österreich da – statt für EU und Finanzmafia“. Schon ein bisschen holprig. Und dem Menschen, der „Abendland in Christenhand“ gereimt hat, will ich jetzt auch nicht unbedingt einen intellektuellen Tiefgang unterstellen. Gewählt werdens ja trotzdem wieder, die blauen Fratzen. Was solls. Der Österreicher lernt halt nicht dazu. Nicht in 1000 Jahren.
Aber wurscht, zuviel abgeschweift. Ich will die Bauern nicht in einen Topf mit den Blauen werfen! Im Gegenteil, der Milchpreis bringt die heimischen Milchbauern ziemlich in Bedrängnis. In meiner bäuerlich geprägten Verwandtschaft haben schon einige ihre Nebenerwerbslandwirtschaften aufgegeben, weil es sich einfach hinten und vorne nicht rechnet. Dazu hats in Wien ja vor einiger Zeit eine Demo gegeben. (>>Hier gibts Bilder dazu)
Nur mehr am Hof einer meiner Tante gibt es Viehwirtschaft. Ein uralter Stall voller Kühe. Lang, sehr lang, ich glaub seit die Wirtschaft bei meiner Oma aufgegeben worden ist, war ich nimmer in einem Kuhstall. Waren dann am letzten Wochenende Erinnerungen an die Kindheit. Der eigene Geruch, ich schreib jetzt nicht dass es stinkt. Das Ausmisten, das Gemuhe der Kühe. Hat was. Aber natürlich ein ziemlicher Arbeitsaufwand. Zweimal pro Tag den Stall machen. Und das fast nur für den Selbstkostenpreis. Also: Rettet die letzten Kleinbauern!