Reise

DSC07651

Altweibersommer am Klopeiner See

Eigentlich wäre eine Mountainbike-Downhill-Tour geplant gewesen. Doch ein technischer Defekt der Gondelbahn in Petzen ließ uns im Tal zurück. Also wurde ein Ausflug zum Klopeiner See aus den jochgesteckten Zielen. Und dieser See ist unser heutiger Tipp: Ganz friedlich liegt er bei St. Kanzian, kein Motorbootgeräusch stört die Idylle. Sogar die Tretboote sind schon aus dem Wasser gezogen und warten an Land auf die nächste Hauptsaison. Das Wasser ist klar und gebirgstemperiert, die Sonne zaubert prächtige Farbenspiele.

Nur den Wildwuchs an Verbotsschildern sollte die Gemeinde so bald wie möglich loswerden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Eine Ode an den Neusiedler See

Der Zauber des Neusiedler Sees wirkt heuer so gut wie nie. Ob mit dem Rad umrundet, per Kanu erkundet oder auf dem Segelboot. Von Apetlon über Illmitz, die Lange Lacke, Podersdorf, Neusiedl und Rust gibt es zauberhafte Orte zu entdecken, Störche zu beobachten, Mangalitza-Schweine zu streicheln, Schilfgürtel zu bestaunen und Enten zu füttern. Das Meer der Wiener hat es in sich.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

raufkRAXler

Rauf mit der Seilbahn zum Hüttenhüpfen auf der Rax. Vom Ottohaus über den Seeweg zur Neuen Seehütte. Über die Preiner Wand, die Hohe Kanzel und den Jakobskogel wieder zurück.

Ein Hochplateau, das wie geschaffen fürs Wandern ist. Eine weiche Landschaft, die zugleich schroff für Niederösterreich ist. Mit Latschen und riesigen Blumenwiesen. Mit Geröll, Felsen und stolpernden Wanderern. Mit Grammelknödeln und Denkmälern aus der Monarchie. Hier dreht sich die Zeit ein bisschen langsamer weiter. Und an manchen Ecken steht sie schon  und noch immer still.

Caodai: Walt Disney und Drachen in Technicolor

Unweit von Ho-Chi-Minh-City: Ein Tempel wie aus einem Bilderbuch mit Zuckerbäcker-Architektur und einem Kitschfaktor, den nichtmal Hundertwasser überbieten konnte. Allüberall das Auge Gottes, Frauen und Männer in weißen Gewändern und Säulen mit stilisierten Drachen. Wir sind in Tanyin, beim heiligen Stuhl der Caodais – Sitz der immerhin drittgrößte Religionsgemeinschaft von Vietnam.  Und diese besteht aus einer bunt durchgemixten Mischung aus Buddhismus, Konfuzianismus, Taoismus, des Christentums und des Islam. Praktisch, vor allem weil göttliche Botschaften aus dem Universum in versiegelten Briefumschlägen empfangen werden. Oder in Zukunft gar per e-Mail?

Graham Greene beschrieb den Caodaismus in seinem Klassiker “Der stille Amerikaner” übrigens folgendermaßen:

Mindestens einmal im Jahr feiern die Anhänger Caodais beim heiligen Stuhl in Tanyin, Achtzig Kilometer nordwestlich von Saigon, ein Fest zum soundsovielten Jahr der Befreiung oder der Eroberung oder sogar, um einen buddhistischen, konfuzianischen oder christlichen Festtag zu begehen. Die Religion Caodais war stets das Lieblingskapitel in meinen Kurzeinführungen für auswärtige Besucher gewesen: Der Caodaismus, die Erfindung eines Staatsbeamten aus Cochin, war eine Synthese der drei Religionen: Der heilige Stuhl befand sin in Tanyin. Es gab einen Papst und weibliche Kardinäle. Weissagungen erfolgten mittels Schreibtäfelchen. Es gab einen heiligen Victor Hugo. Christus und Buddha blickten vom Deckengewölbe der Kathedrale herab auf ein Phantasiebild des Ostens im Stil Walt Disneys, auf Drachen und Schlangen in Technicolor. Neuankömmlinge waren von dieser Beschreibung stets entzückt. Wie hätte man ihnen die öde Leere der ganzen Sache erklären können? Die private Armee von fündundzwanzigtausend Mann, bewaffnet mit Mörsern, die aus den Auspufftöpfen alter Kraftwagen hergestellt worden waren, Alliieerte der Franzosen, die sich im Augenblick der Gefahr neutral erklärten?

Im Drachenboot-Land

Vom Drachenboot bis zum Fünf-Sterne-Kreuzer. Vom Fischkutter zur Moped-Fähre. Vom Ruderboot bis zum Motorboot. Vom Gemüsetransporter bis zum Sightseeing-Boot. Von der Blechbüchse bis zum Schwanen-Tretboot. Von der Holz-Zille bis zum Tanker. Vom Verpflegungsboot bis zum Party-Schiff.

Vietnam ist das Land der Boote. Vom Mekong-Delta über die Städte am Meer bis zur Ha Long-Bucht. Und Vietnam ist vor allem eines: Das Drachenboot-Land. In der alten Kaiserstadt Hue.

Die Kunst, sich Erinnerungsfotos zu “erschleichen”

“Photobombs” waren gestern – heute “erschleicht” man sich die Familien-Erinnerungsfotos vor den Sehenswürdigkeiten  – und das ganz legal: Einfach neben den Familien-Fotograf stellen und schnell abdrücken – fertig! In Vietnam haben wir uns einen richtigen Sport daraus gemacht, uns immer wieder neue Familien vor den diversen Sehenswürdigkeiten zusammenstellen zu lassen.  Vom Panzerreiter in Cu Chi über die Pilgergruppe bei der Parfumpagode bis zur Hochzeitsgesellschaft in Hanoi – das Ergebnis lässt sich doch sehen!

One Night in Zagreb

Viel gesehen haben wir nicht von der Altstadt in Zagreb. Arbeit geht bekanntlich vor und so ist sich nur ein abendlicher After-Work-Ausflug ausgegangen. Der Eindruck der Fotos trügt nicht: Eine gemütliche Innenstadt mit vielen kleinen Lokalen, eine stolze Kathedrale (Zagrebačka katedrala), Graffiti an den Wänden, allerdings auch Bausünden wie ein riesengroßer Billa-Klotz mitten in derStadt. Die Altstadt hat ihre eigenen Charme – anders als in der plumpen Vorstadt. Aber zeigt mir eine Stadt mit schönen Vorstädten.