DIE GRAUE EMINENZ

Stadtspaziergang: Twin City Bratislava

Posted in Reise, Stadtspaziergang by eminenz on 20. Mai 2012

Ein Tag in der Stadt, in der die Taxifahrer die coolsten Bärte der Welt tragen: Mein Gentleman’s-Duschvorhang sagt mir, es handelt sich um den sogenannten “Hustler”-Bart. Schmuck herausgeputzt ist Bratislava und Horden von Touristen flanieren durch die Stadt. Man spricht Deutsch – und man hat den Verdacht, alle Kellner würden am liebsten alle Touris so schnell wie möglich verjagen. Wir haben uns nicht verjagen lassen. Waren auf der Bratislavsky Hrad mit Ausblick auf Donau und Stadt. Haben uns bei einer Hochzeit in die Gratulantenschar gemengt. Und freuten uns über den Bierpreis in den schmucken Innenhoflokalen der Stadt. Wo bekommt man schon noch ein Bier um 1,30 Euro in Wien? Hinweise erbeten!


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Surfen in Podersdorf. Eine Annäherung

Posted in Reise, Spocht, Szene by eminenz on 4. Mai 2012

Kleiner Leuchtturm. Heuriger. Segelboot. Surfer. Menschen, viele Menschen. Chill-Out. Enten. Sonne. Neusiedler See. Bikinis und Badehosen. Proleten, viele Proleten. Sonnencreme. Bier, viel Bier in den Proleten. Das ist das Surf-Opening in Podersdorf.

Achtung, Flachländer auf den Skipisten!

Posted in Reise, Spocht by eminenz on 28. Februar 2012

Skigebiet Hochpustertal bei Sillian in Osttirol. Wenn man bedenkt, dass man sich hier auf bis zu 2400 Metern Seehöhe bewegt – unser Hausberg, der Jauerling, aber nur auf knapp 960 Meter kommt – müsste man ja fast von ein bisschen Kurzatmigkeit von uns Flachländlern ausgehen. Doch der Atem blieb uns auch vom herrlichen Bergpanorama weg. Jetzt bin ich zwar nicht der beste Wedler auf den Pisten, aber sich ab und zu auf den Pisten herumtreiben tut ja nicht weh und die frische Luft soll sogar gesund sein, wie man sagt. Und: Ein abendlicher Ausflug ging über die Grenze – ich war das erste mal in Italien (kein Schmäh). Allerdings und das stellten die Einheimischen beim Apres Ski ziemlich eindeutig klar: An der Grenze stand zwar “Italien”, ich war aber in Südtirol. Das sind also die kleinen Feinheiten des Lebens.

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Ottos Reisen: Das Nilpferd in München

Posted in Leben, Otto, Reise by eminenz on 2. August 2011

Otto das Nilpferd: Seit dem Begräbnis von Otto Habsburg weicht er nicht von der Seite der Grauen Eminenz – seit er nach dem Leichenschmaus im Prater beim Dosenschießen erstanden wurde. Seine erste Station nach dem Prater war München. Was macht ein Nilpferd in München? Dasselbe wie die Graue Eminenz: Sightseeing, Festivals, Bier trinken, Abhängen im Englischen Garten und in den Bars der Stadt. Ein würdiger Begleiter.

Fortsetzung folgt….

Otto in Münchens schwindelnder Höhe über der Frauenkirche

Otto trotzt dem Regenwetter im Englischen Garten

Otto trotzt dem Regenwetter im Englischen Garten

Otto hat sich ein Bier beim Chinesischen Turm verdient

Ottos erstes Festival - Oben Ohne

Otto steht auf Gin Tonic. Am besten mit Gurke

Das Nilpferd als Barfly

Europe is no Fortress

Posted in Politik, Reise by eminenz on 20. Februar 2011

Europe is an Island.

Der europäische Gedanke dominiert vor dem europäischen Parlament in Strasbourg, hier an der Grenze zwischen Frankreich und Deutschland, symbolisch zwischen diesen beiden Ländern. Symbolisch auch meine Ehrfurchtsbekundung. Nicht nur Ehrfurcht, sondern auch ein bisschen am Pranger: Denn wohin steuert die EU? In Richtung “Fortress”. Und kaum mehr eine “Insel der Seligen”. Abschottung nach außen. Und ohne eine funktionierende außenpolitische Stimme. Die Revolutionen in den nordafrikanischen Staaten erwischen die EU auf dem falschen Fuß. Hat man diese Diktatoren doch immer hofiert, gute Geschäfte gemacht. Da wird nicht nach Menschenrechten gefragt. Da wird nicht nach den Lebensbedinungen gefragt. Wirtschaft geht vor allem. Und vor allem das Mubarak-Regime wurde auch aus geostrategischen Gründen unterstützt. Und wo bleibt die starke Stimme gegen das Abschlachten von Gadaffis Schergen in Lybien?

Jetzt stürmen wieder Tausende die Festung Europa – sie kommen mit ihren Schiffen von Tunesien nach Lampedusa – und werden wieder zurück abgeschoben.

Abschottung. Es krankt in Europa.


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Über den Wolken

Posted in Graue Kunst, Reise by eminenz on 16. Februar 2011

Wind Nord/Ost Startbahn null drei,
Bis hier hör’ ich die Motoren.
Wie ein Pfeil zieht sie vorbei,
Und es dröhnt in meinen Ohren,
Und der nasse Asphalt bebt.
Wie ein Schleier staubt der Regen,
Bis sie abhebt und sie schwebt
Der Sonne entgegen.

Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man,
Blieben darunter verborgen und dann
Würde, was und groß und wichtig erscheint,
Plötzlich nichtig und klein.

Ich seh’ ihr noch lange nach,
Seh’ sie die Wolken erklimmen,
Bis die Lichter nach und nach
Ganz im Regengrau verschwimmen.
Meine Augen haben schon
Jenen winz’gen Punkt verloren.
Nur von fern klingt monoton
Das Summen der Motoren.

Dann ist alles still. Ich geh’
Regen durchdringt meine Jacke,
Irgend jemand kocht Kaffee
In der Luftaufsichtsbaracke.
In den Pfützen schwimmt Benzin,
Schillernd wie ein Regenbogen.
Wolken spiegeln sich darin.
Ich wär’ gern mitgeflogen.

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Tirol isch lei oans

Posted in Graue Kunst, Reise by eminenz on 30. Januar 2011

Kurzausstellung im Wiener WUK von God’s Entertainment: “Tirol isch lei oans”. Wenige, aber spektakulär große Fotos, die das traute Landleben in Tirol enttarnen sollen. Die Enttarnung findet allerdings auf der Schockebene statt: Das sieht man einen Pfarrer, der sich neben der Kirche am Ministranten vergeht, dort den Zivildiener bei der Rettung, der sich Heroin einschießt. Oder eine Schockebene höher den Bauer, der ein Schaf schändet. Andere Arbeiten regen wieder zum Schmunzeln an, wie der betrunkene Postler, der bei jedem Hof einen Schnaps bekommt (“Jeder kennt ihn, den betrunkenen Postmann. Er ist immer dicht.”), die schwulen Fußballer unter der Dusche oder das Bild mit dem Namen “Schilehrer fickt russische Schiurlauberin”.

Launische Bildbeschreibungen sind auch inkludiert. Zum Schilehrer: “Dieser Tiroler Macho bekommt sie alle. Tag für Tag und überall. Auf der Schihütte, in der Toilette, im Auto, neben der Schipiste als schneller Quickie. Er hat das schifahren erfunden und die Liebe ohne Erinnerung.”

Wie wird die Ausstellung durch die Künstler selber definiert?

Xenophobie, Potenzneid, Nationalbewusstsein, Familienehre, Homophobie, Machostyle, Sodomie, Pädophilie, Freiheit, Macht und vor allem Vertrauen durch die Provinztätigkeit werden zur Handlung.

Das inszenierte Fotosetting führt zur Parodie: Vertraue niemals einem Menschen, der schlecht über sein eigenes Land redet. Um die gesamten Porträts bzw. das Klischee des provinziellen Lebensstils, des Stolzes, durch einschlägige Tätigkeiten zu erreichen, wird dies mittels Stereotypen der Region dargestellt. Damit wird auch die Definition der Lokalpatriotie unmittelbar erfühlt: Patriotismus ist das, was ich jeden Tag tue.

Die Ausstellung will die wahre Realität zeigen: “Alle Bilder entsprechen der Wahrheit, einer Realität, welche in der Provinz immer wieder vermieden wird. Die Bilder übermitteln eine Reihe von Tabuthemen, mit welchen sich die ansässige Bevölkerung selbst nicht konfrontieren will bzw. darüber schweigt.” Das wird hier mit der Holzhammer-Methode probiert, nicht der Geschmack für jedermann. Demonstrationen gegen die Arbeiten sind mir bisher aber nicht bekannt. Die Arbeiten wenden sich gegen jede Form der Tradition, gegen Vaterland, Kitsch und Religion, sprengen alle Klischees (wie die “Piefkesaga”, nur noch brutaler). Und: Sie sind top-professionell produziert. Hyperrealistisch.

Die Überzeichnung führt einige Bilder leider etwas ins Lächerliche. Und manches wirkt auch relativ geschmacklos. Ein Ansatz, Traditionen zu brechen, kann erkannt werden, wiewohl: Werden Traditionen mit dem Holzhammer gebrochen? Im Großen und Ganzen kann die Ausstellung auch nur zum Nachdenken anregen.

Die Bilder wurden übrigens fast ausschließlich in Osttirol gemacht. Und die Ausstellung ist leider schon geschlossen. Hier gibts aber alle Informationen darüber. Interessant: Die Schau wurde auch schon in London und Prag gezeigt.


Prager Frühling

Posted in Politik, Reise by eminenz on 6. Januar 2011

Er war sehr freundlich, der Schneemann in Prag. Womit er aber nicht rechnete: Mit dem Tauwetter. Der Prager Frühling hat nicht nur Schneemännern den Kopf gekostet.

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Einfach nur blöd schaun

Posted in Leben, Reise by eminenz on 2. Januar 2011

Der Neujahrsvorsatz für heuer. Viel mehr blöd schaun. Das tut man viel zu wenig. Und blöd reden. Das tut man manchmal zu viel.

Der siebente Himmel in Prag

Posted in Reise by eminenz on 16. Dezember 2010

Heiraten ganz in Weiß hat in diesen Tagen eine ganz andere Bedeutung. Im tiefverschneiten Prag trafen wir gleich an mehreren Orten auf ein Brautpaar – und die ganze Stadt hatte sich wie wenn alle mitfeiern wollten ganz in Weiß gehüllt. Diese Stadt sorgt aber natürlich für romantische Aufnahmen, denn welchen romantischeren Ort als die Karlsbrücke könnte man sich vorstellen – wenn man mal die Touristenhorden wegdenkt.

Auf jeden Fall: Alle Achtung vor der Hochzeitslimousine und alles Gute dem unbekannten jungen Paar!

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