KROATIEN. Nicht überall ist das balkanische Musterland so musterhaft wie im Tourismus. Korruption blüht bis in hohe Politkreise. Das Ende des Grenzstreits mit Slowenien rückt einen EU-Beitritt 2011 aber in Reichweite.
Heftige Reaktionen auf das Gerichtshof-Urteil. Einzig die Grünen begrüßten das - vorerst auf Italien gemünzte - Urteil, Kreuze aus den Klassenzimmern zu entfernen. Unterrichtsministerin Schmied will einmal abwarten.
Die Wirtschaftskammer will die Pflicht zum Schulskikurs wieder einführen, um den Nachwuchs auf den Pisten zu sichern. Im Ministerium will man die Wahlfreiheit beibehalten.
Bei uns im Osten Österreichs kennt man die Pfand-Münz-Ketten nur von den Einkaufswagerl. Ja, das sind diese Dinger, die dann doch öfters ohne Pfand entwendet werden und auf der Straße herumstehen oder in Haushöfen vergammeln. Damals in Wien probierte man dieses Pfand-Münz-Ketten-System auch für die Leihräder. Mit mäßigem Erfolg. Wenn man von einem Drahtesel-Zuwachs im Donaukanal absieht, was aber wohl nicht als Erfolg der Stadt-SPÖ durchgehen will.
Dass das Pfand-Münz-Ketten-System auch bei Gießkannen angewendet wird, war mir bisher neu. Aber scheinbar sind am Friedhof in Bischofshofen Gießkannen ein begehrtes Gut. Darum hier und jetzt mein Aufruf: Spendet Gießkannen für die Salzburger!
Im Museumsquartier wüten wieder die Verbotshysterischen. Genau dort hab ich zuletzt ja schon das „Fremdflyer“-Verbot aufgedeckt. Und nun bin ich über eine ganze riesengroße Tafel gestolpert, gleich beim Ausgang vom Quartier21, auf dem so ungefähr alles verboten wird.
Beim Verbotsschild mit Männchen und Weibchen beginnt allerdings das Rätselraten bei mir: Ist das Händchenhalten verboten? Oder dürfen hier nur gleichgeschlechtliche Paare miteinander reden oder gehen? Oder heißt das einfach, dass man mehr als Badehose und Bikini bekleidungstechnisch auf dem Körper haben sollte? Oder sind ganz einfach sowieso alle Menschen verboten im MQ? Ich bin ratlos…
Einmal Schnapp und weg ist der Kleine: Was wirklich mit Kindern passiert, die sich in das groß geöffnete Krusty-Maul setzten, habe ich nicht beobachten können. Scheinbar hat sich niemand getraut. Aber zumindest konnten wir rausfinden, dass es der Clown ausschließlich auf Kinder abgesehen hat.
Landtagswahldn in Oberösterreich waren am Wochenend. Mit wiedermal desaströsem Ergebnis für die SPÖ. Und der Landeskaiser Josef Pühringer hat sogar noch einige Prozent dazugewinnen können. Hat ja eh jetzt nur über 46 Prozent. Nicht der Rede wert. Bei den ersten Hochrechnungen dürft sich der Herr Landeshauptmann aber ordentlich gefreut haben: Ein Bild von ihm im Siegesschrei-Taumel wurde bei den ersten Hochrechnungen veröffentlicht. Und weil er gar so ein außerirdisches Gesicht macht dabei, hat Zive.at zum Photoshop-Contest aufgerufen.
Mit köstlichen Ergebnissen. Endlich wird die Connection von Pühringer zu Castro und Captain Kirk erklärt Aber sehen Sie selbst:
Fake-Seite oder ernst gemeint? Im Netz ist eine Gebetsliga für Jörg Haider aufgetaucht, die für eine Seligsprechung des Ex-Kärntner-Landeshauptmanns eintritt.
Allmächtiger ewiger Gott, Vater aller Menschen!
Wir, deine Kinder und gehorsamen Diener bitten dich, wende dein Antlitz Jörg Haider zu und schenke uns durch ihn die Kraft, für unser Anliegen einzustehen. Auch wenn die Zeiten schwierig sind, und Hass und Missgunst und begegnet, lass uns nicht schwach werden sondern geeint stehen.
Wir bitten dich aber auch für die Hasserfüllten und die Verleumder, erleuchte ihre Herzen und zeige ihnen den Weg zu dir. Allmächtiger Gott, so wie Jörg Haider wollen auch wir für alle Menschen da sein. Gib uns die Kraft, seinem Vorbild so nahe wie möglich zu kommen.
Darum bitten wir dich durch deinen Sohn Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn, der mit dir und dem heiligen Geist lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.
„Wir bitten und beten für die Selig- und (…) Heiligsprechung des verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes Doktor Jörg Haider.“ Offenbar ist das ganze inspiriert von der „Kaiser Karl Gebetsliga“ , die 2004 ihr Ziel der Seligsprechung des letzten Habsburger-Kaisers erreichte. Was fehlt ist allerdings noch ein bestätigtes Wunder – aber da wird den Kärntnern schon noch was einfallen. Gerhard Haderer hat es in seinem Buch „Jörgi der Drachentöter“ ja schon vorgeführt, wie schnell man Wunder wirken kann…
Irgendwie schaut das doch eher nach einer Aktionsseite eines Künstlerkollektivs aus. Auf der anderen Seite ist den Kärntnern alles zuzutrauen. Und angebetet wird der selige Landeshauptmann ja in Kärnten seit seinem Unfalltod.
Wenigstens ist die Info-Illu „News“, das ist die ohne Wahrheitsgehalt, jetzt auf das Thema aufgesprungen und titelt mit „Der Haider-Wahn“. Schön. Gruselig.
Nur 50 Jahre ist das Polyester-Maxl (Copyright Alexander Bisenz aus einem Uralt-Kabarett-Programm) geworden. Und um Grissemann und Stermann zu zitieren: „Die Würmer werden sich wundern“.
Das letzte Goldene war keine Schallplatte, kein Bühnenoutfit, sondern sein goldener Sarg. Der „King of Pop“ ist über sich selbst gestolpert. Über seinen Lebensstil, seinen Bubbles, seine Gesichtsoperationen, seine Neverland-Ranch, seine zu große Zuwendung zu Kindern, seine Einsamkeit.
In seinem Frühschaffen gibt es aber doch ein paar interessante Nummern, und auch viel Verarsche. Im Memoriam Michael Jackson: Erst „Eat it“, dann „I’m fat“. So wies halt ist. Die Verarschungen sind übrigens vom Weird Al Yankovic.
„Beat it“ vom Jackson ist noch aus der Zeit, wo er noch halbwegs normal ausgesehn hat und halbwegs normale Musik gemacht hat. Bei „I’m Bad“ sind mir dann schon die Krausbirnen aufgestiegen. Brrr.
Aber weil der Song noch immer nicht abgedroschen ist, geb ich ihn als dritte Memorial-Nummer dazu: „Billy Jean“, ein wirklich genialer Song.
Das Museumsquartier in Wien hat in letzter Zeit ja nicht unbedingt viel Geschick an den Tag gelegt mit dem ausgesprochenen Verbot von Fremdgetränke-Mitnahme in den MQ-Hof. Oder doch Geschick? In den Medien war das MQ jedenfalls mehr als präsent, dann gabs sogar eine Demo gegen die neue Hausordnung. Wieder mit großem medialem Aufwand. Und dann entschuldigte sich die MQ-Leitung und zog das ganze zurück. Eigentlich ist da ja doch was von guter Publicity hängen geblieben.
Jetzt hab ich gerade in meinem Fotoarchiv gestöbert – und zu meiner Überraschung hab ich untenstehendes Foto noch immer nicht veröffentlicht. Flyer vom MQ im MQ. Dazwischen das Verbot: „Fremdflyern verboten“. Das hätte doch auch Potenzial: Fremdflyer vereinigt euch! Alle sollen Flyer verteilen können – und in die Flyerboxen einräumen können! Mehr Mut! Wo bleibt der Flashmob fürs Fremdflyern?
Aber jetzt mal ehrlich: Erstens find ich dieses Verbot mehr als skurril. Und zweitens finde ich, dem MQ gebührt ein Orden für diese Wortkreation, die sicher bald in den Sprachgebrauch eingehen wird: „Heast ziag o, sonst fremdflyer i dir ane!“
Mit dieser Meldung wär jetzt einmal die These widerlegt, dass US-Präsident Obama keiner Fliege etwas zuleide tut:
Obama macht Fliege vor laufender Kamera den Gar aus
Washington (APA/AP) – US-Präsident Barack Obama ist ein Mann der Tat. Er fackelt nicht lange – da muss schon mal eine Fliege dran glauben, und sei es vor laufender Kamera. „Verschwinde hier“, zischte Obama am Dienstag während eines Fernsehinterviews im Weißen Haus eine Fliege an. Das Tier war jedoch hartnäckig und ließ sich vom Groll des wohl mächtigsten Mannes der Welt nicht beeindrucken. Dann nahm Obama die Sache selbst in die Hand: Er wartete, bis die Fliege sich setzte, dann schlug er zu. Tot. Auf einen Schlag. „Wo waren wir jetzt?“ fragte er daraufhin seinen Gesprächspartner, den CNBC-Korrespondenten John Harwood. Der Präsident war sichtlich stolz auf seine zielgenaue Leistung: „Das war ziemlich beeindruckend, oder?“
Endlich einmal ein Süssigkeiten-Automat, der korrekt befüllt ist! Leider nicht ganz zur Jahreszeit passend. Aber Krampus und Nikolo im Automaten haben jetzt sogar schon den Osterhasen überlebt. Kommt vielleicht davon, dass man sich nichts rausnehmen darf. Ist nur ein Schauobjekt im Technischen Museum. Und zwar zur Sonderausstellung „Geschmackssache“. Die ist bereits im Oktober gestartet, und damals wars ja fast zeitgemäß, dass hier Nikolo und Krampus rausgrinsen. Schad, dass man den Automat nicht bedienen konnte. Ich wollt dem Nikolo nämlich mal die Ohren langziehen und ihn so zum Osterhasen machen. Und das vor Pfingsten. Aber da gibts ja kein Viecherl dafür. Oder hat schon wer einen Heiligen-Geist-Schoko gesehn?
Ende April ist die Büste von Che Guevara im Wiener Donaupark geschändet worden. Ja, die gibt es wirklich in Wien, kein Schmäh. Wien ist halt tiefrot. Und so ist im vorigen Jahr zum 41. Todestag die erste Büste des Revolutionärs auf eropäischem Boden enthüllt worden.
Die Rechten dieses Landes – und leider gibt es von denen viel zu viel – haben das ganze mit Häme überschüttet. Deshalb wird auch ein politisch motivierte Tat vermutet: „Das ist ein politischer Vandalenakt gegen das Gedankengut Che Guevaras“, meinte Hans Mikosch von der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft“.
Das Denkmal wird jedenfalls repariert, auch wenn durch das Absageln der Nase 10.000 Euro Schaden entstanden sind.
Jetzt erst, einige Tage später meldet sich die ÖVPWien (ja, die gibts noch, aber nur im Mikrokosmos) dazu zu Wort. Und probiert es mit einer OTS-Aussendung im Stil von FPÖ und BZÖ. Als ob diese nicht schon genug peinlich wären. Aber vielleicht will der Herr Walter ja bald Farbe wechseln:
VP-Walter: „Verurteile Obelix-Attentat auf revolutionären Riechkolben“
ÖVP Wien fordert ersatzlose Entfernung der Guevara-Büste
Wien (OTS) – “Die ÖVP Wien verurteilt das feige, hinterhältige, perfide und absolut skrupellose Attentat auf eine völlig wehrlose Nase im Wiener Donaupark nach dem Muster des Obelix-Attentats auf die Sphinx als das, was es ist: nämlich Vandalismus und Sachbeschädigung. Oder vielleicht hat Che sein Standplatz auch nur gestunken. Ein klarer Fall für eine Sonder-Taskforce unter Einbeziehung von Kriminaltechnikern und Hals-NASEN-Ohren-Ärzten. In Zeiten einer wirtschaftlichen Krise könnte man sich von einem Pensionistenvertreter wie Karl Blecha allerdings anderes erwarten, als sich mit revolutionären Riechkolben zu beschäftigen. Wien hat wirklich andere Probleme als die Nase eines kubanischen Revolutionärs. Es ist Blecha unbenommen, in Che Guevara-Bettwäsche zu schlafen. Das ist seine Privatsache. Aber um teures Geld Büsten für Stalinisten aufstellen zu lassen und sich dann zu wundern, dass das nicht nur helle Begeisterung auslöst, ist einigermaßen weltfremd. Die ÖVP Wien hat immer betont, dass es sich bei der Aufstellung dieser Büste um eine Provokation und um einen Schlag ins Gesicht für alle Exilkubaner handelt. Wir fordern daher die ersatzlose Entfernung dieser Büste.” So die Reaktion des Landesgeschäftsführers der ÖVP Wien, Stadtrat Norbert Walter, auf die große Aufregung des SPÖ-Pensionistenchefs bezüglich der abgeschlagenen Nase des Che Guevara. Rückfragehinweis: