DIE GRAUE EMINENZ

Hupf in Gatsch

Posted in Spocht, Wien 2.0 by eminenz on 29. Mai 2012

XCrossRun auf der Donauinsel. Laufen alleine dürfte einfach schon zu fad sein – darum haben sich insgesamt 1200 Läufer über Strohballen-Hindernisse, Reifen- und Sandfelder und durch Schlammgräben gequält. Natürlich hatten diese Herausforderungen viel coolere Namen von den Veranstaltern bekommen, wie man HIER nachlesen kann.

Einigen Läufern war nach der Fünf-Kilometer-Runde über Stock und Stein richtig anzusehen, dass sie bis an ihr Limit gegangen waren. Aber dafür wurden sie von den Hansplast Cheerleaders bejubelt. Wär interessant, wieviele Läufer dann von ihnen verarztet worden sind. Aber das ist eine andere Geschichte.

>>Die Profi-Bilder vom Event: DiePresse.com-Galerie

Surfen in Podersdorf. Eine Annäherung

Posted in Reise, Spocht, Szene by eminenz on 4. Mai 2012

Kleiner Leuchtturm. Heuriger. Segelboot. Surfer. Menschen, viele Menschen. Chill-Out. Enten. Sonne. Neusiedler See. Bikinis und Badehosen. Proleten, viele Proleten. Sonnencreme. Bier, viel Bier in den Proleten. Das ist das Surf-Opening in Podersdorf.

Marathonitis in Wien Metropolis

Posted in Spocht by eminenz on 15. April 2012

Der Marathon 2012 ist gelaufen. Mein Ziel, in meiner Staffel-Distanz von 11,295 Kilometer unter einer Stunde zu bleiben, ja das ist sich knapp nicht ausgegangen. Großen Respekt muss ich den Damen und Herren von den anderen beiden befreundeten Staffeln zollen: Die Herren stürmten auf Platz 66 – und unsere Damen sogar auf Platz 24. Alle Achtung. Da heißt es noch viel trainieren für mich. Vorerst ist die Medaille mal dort angebracht, wo auch die anderen aufbewahrt sind: Auf meinem Vodka-Schrein. За ваше здоровье!

Achtung, Flachländer auf den Skipisten!

Posted in Reise, Spocht by eminenz on 28. Februar 2012

Skigebiet Hochpustertal bei Sillian in Osttirol. Wenn man bedenkt, dass man sich hier auf bis zu 2400 Metern Seehöhe bewegt – unser Hausberg, der Jauerling, aber nur auf knapp 960 Meter kommt – müsste man ja fast von ein bisschen Kurzatmigkeit von uns Flachländlern ausgehen. Doch der Atem blieb uns auch vom herrlichen Bergpanorama weg. Jetzt bin ich zwar nicht der beste Wedler auf den Pisten, aber sich ab und zu auf den Pisten herumtreiben tut ja nicht weh und die frische Luft soll sogar gesund sein, wie man sagt. Und: Ein abendlicher Ausflug ging über die Grenze – ich war das erste mal in Italien (kein Schmäh). Allerdings und das stellten die Einheimischen beim Apres Ski ziemlich eindeutig klar: An der Grenze stand zwar “Italien”, ich war aber in Südtirol. Das sind also die kleinen Feinheiten des Lebens.

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Schneewandern auf der Alten Donau

Posted in Spocht, Wien 2.0 by eminenz on 12. Februar 2012

Minus-Grade in Wien – und das seit langem. Was liegt näher, als an die Alte Donau zu fahren, um sich dort sportlich zu betätigen. Allein, unser Vorhaben, eiszulaufen konnte nicht erfüllt werden: Kein Schlittschuhverleih weit und breit und der Schneefall der letzten Tage machte aus der zugefrorenen Alten Donau alles andere als eine spiegelglatte Eisfläche. Langlaufski wären eigentlich die beste Ausrüstung. Aber auch die waren grad nicht zur Hand. Darum eine Wanderung, das hält warm. Dort wo im Sommer die kleinen Segelboote herumschippern tummeln sich jetzt die Menschen – kleine Flächen sind vom Schnee befreit zum Eislaufen und Eishockeyspielen. Wien, die Sportstadt. Wien, das kann schon was.

Und übrigens: Wenn man ein bisschen wahnsinnig ist, sollte man sich eine Flasche Vodka mitnehmen zum Eislaufen – ich hab diesen Finnen Norweger dann aber doch nicht nachgeahmt, so frostsicher bin ich dann leider doch nicht:

Kraft frei! Die starken Männer am Gewichtheberball

Posted in Party, Spocht by eminenz on 5. Februar 2012

Nicht mehr wegzudenken aus dem Wiener Ballkalender ist der legendäre Gewichtheberball – im Volksmund Stemmerball – im Schutzhaus Zukunft. Dieser Ball hat vieles zu bieten: Gestartet wird mit einem Gewichtheberbewerb, veranstaltet von der Wettkampfgemeinschaft Argos/Hermann. Starke Männer, die bis zu 160 Kilo in die Höhe stemmten. Fragen wir kurz bei Wikipedia nach, wie das Gewichtheben eigentlich funktioniert:

Das Gewichtheben ist eine schwerathletische Sportart, bei der eine Langhantel durch Reißen oder Stoßen zur Hochstrecke gebracht wird. Neben der Technik sind beim Gewichtheben insbesondere Schnelligkeit, Kraft, Koordination und Beweglichkeit für den Erfolg maßgeblich.

Kräftig haben die (meisten) Athleten im Schutzhaus gewirkt – die Koordination und Beweglichkeit wurde allerdings im Laufe des Ballabends ordentlich auf die Probe gestellt. Die Band spielte sich quer durch den Gemüsegarten – und man muss jetzt ein dreifaches “Kraft frei” für unseren Ballkoordinator anstimmen: Durch seine charmanten Anfeuerungen im Stil eines Heiratsmannes ist ordentlich Stimmung in die Bude gekommen. Da konnte sich keiner mehr an der Schnapsbar festhalten – hoch mit den Händen, Hände auf die Schultern, Polonaise (das sind diese schönen Tanzschlangen) durch den ganzen Saal getanzt.

Höhepunkt des Abends ist traditionell die um halb elf beginnende Mitternachtseinlage: Die Gewichtheber-Playbackshow, laut bejubelt, mit Polonaisen und Platz- bzw. Bühnensturm von uns begleitet. Die Stemmer haben verkleidet alles gegeben und mimten unter anderem Elvis, Falco und eine sonderbare Volksmusikband, von der mir der Name nicht und nicht einfallen will.

Einziger Wermutstropfen: Der Ballende ist viel zu früh angesetzt, wir hätten noch bis in die Morgenstunden weitertanzen können. Und einen Tadel noch an das Schutzhaus gerichtet: Wenn schon eine Schnapsbar, dann muss es unbedingt ein Gin Tonic  geben. Mit Gurke. Also für nächstes Jahr vormerken.

Wir sehn uns beim Gewichtheberball 2013. Oder beim Postlerball Ende Februar. Kraft frei!

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Ich bin ein Kite-Surfer – und ein Podersdorfer

Posted in Konzert, Party, Spocht by eminenz on 8. Mai 2011

Summeropening und Seaside-Festival in Podersdorf. In wenige Worte zusammengefasst: Windig! Bass-lastig – bin jetzt wohl noch ein bisschen tauber als vorher. Aber das kommt davon, wenn man direkt vor der Soundanlage abhängt und von dort Fotos schießt. Und wofür? Für euch!

Podersdorf ist ja ein ganz eigener Ort am Neusiedler See. Immer wieder Party-Meile. Diesmal mit den besten Kite-Surfern der Welt. Ziemlich spektakular, denen zuzuschauen, wie sie mit ihren Boards in die Luft abheben. Und am Abend mit netten Konzerten im “Sonnendeck”. Die Überraschung des Abends dabei waren wohl “Millions of Dreads”, die mit ihrem Ragga-Sound alles perfekt im Griff hatten. Immer wieder tiefe Bässe aus dem Bauch und für unseren Bauch von Bauchklang. Wobei. Das “Vocal-Groove”-Konzept ist genial, allerdings wirkt es jetzt schön langsam etwas “abgelutscht”, denn – in welche Richtung sollte sich die Band auch entwickeln? Andere Instrumente als ihr Zwerchfell wollen sie ja nicht verwenden. Und dann traten auch noch Texta auf: Oberösterreichischer Hiphop. Tja, ganz nett. Hättiwari – diesmal die Anlage betreffend: Hätt i die Soundanlage besser eingestellt, waratn die Texte zu verstehen gwesen. War leider nicht optimal. Und sonst fragt man sich halt, wieso die jetzt 40-jährigen noch immer so wie vor 15 Jahren über die Bühne hanseln. Schaut jetzt nach viel Kritik aus, im Großen und Ganzen wars aber wirklich fein!

A propos fein: Podersdorf steht für mich immer noch für eines der legendärsten Konzerte von Kurt Ostbahn, ich glaube damals noch mit der Chefpartie. Am nächsten Tag hat Podersdorf ausgesehen wie ein Schlachtfeld, und wir hatten uns alle verloren – damals hatte noch keiner ein Handy. Gefunden haben wir uns alle wieder – beim Dorfwirt. Perfekt. Genauso wie die perfekte Welle heute für die Kite-Surfer.

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>>Und hier gibts das ganze nochmal zum nachlesen und in großen Bildern

Ring-Radparade

Posted in Spocht, Wien 2.0 by eminenz on 3. April 2011

5000 Menschen auf Rädern und kein Auto am Ring – so könnte es doch immer sein. Ist es leider nicht, aber bei der ersten Wiener Radparade wurde zumindest für einige Stunden der Ring von den Radlfahrern erobert. Und ich muss mich hier wiederum dafür stark machen, dass der Ring auto-frei wird. Der Ring den Wienern als Flaniermeile und Radweg! Und weg mit den Blechkisten namens Autos.

>>Hier gibts alle Fotos

“Österreich” und die Fußball-Schnecken

Posted in Medien, Spocht by eminenz on 28. März 2011

Im österreichischen Fußball gibt es den Herbert Prohaska, der fast liebevoll “Schneckerl” genannt wird – wenn man ihn heutzutage sieht, kann man sich gar nicht vorstellen wieso. Seit diesem Wochenende allerdings wissen wir, dass die österreichische Nationalmannschaft den Ärger des Boulevard ausgelöst hat. Kein liebevolles “Schneckerl” mehr, nein, viel schlimmer, unsere Nationalspieler werden in der “Tageszeitung” “Österreich” zu “Schnecken”.

Nach der 0:2-Blamage: Wut über Fußball-Schnecken

Jetzt kann man über die Leistungen der rot-weiß-roten Nationalmannschaft geteilter Meinung sein, oder nein: wir sind uns alle einig dass Österreich wohl nie Europameister oder Weltmeister im Fußball werden wird. Leider (oder zum Glück) ist uns auch die Übertragung des Spiels gegen Belgien erspart geblieben. Einige Fragen werfen sich für uns allerdings schon auf: Waren die Österreicher bei diesem Spiel so langsam wie Schnecken? Oder zogen sie eine Schleimspur wie eine Schnecke hinter sich her? Wir nehmen ja an, dass es sich bei der Schleimspur eher um die des “Österreich”-Herausgebers handeln konnte, der überall Sponsoren für sein angeschlagenes Tageszeitungsprojekt sucht.

Dass Zeitungs-Zampano Wolfgang Fellner wie verrückt daran arbeitet, dass “Österreich” schon das Niveau von Maturazeitungen unterschreitet, ist ja schon hinlänglich bekannt. Vielleicht könnte er seinen Grafikern aber wenigstens einen Photoshop-Kurs zahlen, damit solche peinlichen Bebilderungen (“Oberschnecke Arnautovic”) nicht mehr passieren.

Übrigens hat das rot-weiß-rote Boulevardblatt wieder einmal ein Interview frei erfunden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Kraft frei: Stoßende, Reissende Ballgesellschaft

Posted in Party, Spocht, Szene by eminenz on 6. Februar 2011

“Kraft frei” ist der Leitspruch der Wettkampfgemeinschaft Arge/Hermann – hier wird Stoßen und Reissen großgeschrieben. Der Gewichtheber-Sport wird verteidigt:

Mit den früheren Vorurteilen, dass Gewichtheber füllige, unbewegliche Kolosse seien, ist in den letzten Jahren schon fast völlig aufgeräumt worden. Der moderne Athletentyp verkörpert den durchtrainierten, beweglichen, elastischen und auch schnellen Sportler, der zwar über eine sehr gute Muskelentwicklung verfügt, aber doch im Anzug beispielsweise fast schlank wirken kann.

Zum vollkommenen Aufräumen von Stereotypen über die “Stemmer” gibt es den Gewichtheberball (im Volksmund “Stemmerball” im Schutzhaus Zukunft auf der Schmelz. Die Graue Eminenz hat sich sagen lassen, dass der Ball seit Jahren legendär ist. Darum wurde die Probe aufs Exempel gemacht. Und es war verblüffend. Ein Ball mitten in Wien, der abläuft wie ein Feuerwehrball am Land. Mit dem großen Unterschied, dass es nicht um 3 Uhr früh die unausweichliche Schlägerei in der Schnapsbar gibt. Hat aber nicht weiter gefehlt.

Schon allein die Atmosphäre im Schutzhaus ist ja legendär. Ein bisschen Wiener Mief, ein bisschen Altwiener Wirtshausatmosphäre, ein bisschen Nostalgie und viel Vereinsmeierei.

Begonnen wird der Ball mit einem Stemmer-Wettkampf. Die Gewichte werden hochgerissen und -gestoßen und mit großem Krach werden sie von ganz oben auf die Bühne fallen gelassen. Nach der Siegerehrung beginnt die Tanzveranstaltung: Stimmungsmusik wie auf einem Landball. Vom “Stern, der deinen Namen trägt” bis “Die Liebe ist ein seltsames Spiel”. Kurz vor Mitternacht der Höhepunkt der Ballnacht: Die Athleten werfen sich von der hautengen Stemmerkluft in die Netzstrümpfe: Bei der Playbackshow treten die Stemmer als “Dr. Frank-N-Furter”, Tina Turner oder Blues Brothers auf. Den Auftritten ist eine gewisse Komik nicht abzustreiten. Und nicht umsonst setzen sich vom Publikum Tanzschlangen in Bewegung, mit dem Ziel, die Bühne zu entern und mit den stemmenden Entertainern auf den selben Brettern zu stehen.

Ein gelungener Abend, ein etwas anderer Ball. Wobei ich mich doch noch immer frage: Wo ist der Unterschied zu einem Ball in der Provinz? Positiv vermerkt sei hier: Keiner hat sich so wichtig gemacht, wie es bei Bällen am Land sonst üblch ist. Wahrscheinlich dreht sich hier alles mehr um den Wiener Schmäh, es wird weniger gestänkert. Oder ist das nur deshalb, weil man fürchtet, dass sich dann die starken Stemmer bei einem Gerangel einmischen?

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>>Und hier, verehrte Gewichtheber-Freunde, gibts die offiziellen Fotos

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