DIE GRAUE EMINENZ

Blauboad

Posted in Graue Kunst, Wien 2.0 by eminenz on 4. Januar 2009

Weil nurmehr so wenig Wienerisch gesprochen wird und das Derbe hochgehalten werden muss: Ein H. C. Artmann-Gedicht mit dem Namen “Blauboad” aus dem Buch “Med ana schwoazzn Tintn”. Zur Feier des Tages. Für die Gänsehaut.

i bin a ringlschbüübsizza
und hob scho sim weiwa daschlong
und eanare gebeina
untan schlofzimabon fagrom.

heit lod i ma r ei di ochte
zu einen liebesdraum –
daun schdöl i owa s oaschestrion ei
und bek s me n hakal zaum!

so fafoa r e med ole maln
wäu ma d easchde en gschdis hod gem –
das s mii amoe darwischn wean
doss wiad kar mendsch darlem!

i bin a ringlschbüübsizza
(und schlof en da nocht nua bein liacht
wäu i mi waun s so finzta is
voa de dodn weiwa fiacht . .)

Hans Carl Artmann, 1958

XXX Alert

Posted in Erotinator, XXX reloaded by eminenz on 23. Dezember 2008

Hastende Menschen in den Einkaufsstraßen. Saufende Menschen auf Weihnachtsfeiern. Die stillste Zeit im Jahr.

Rückzug. Abzug. Drück den Abzug.

Geltung. Sucht. Geltungssucht.

Filmriss. Seelenriss.

“Sieg Heil” in der Straßenbahn

Posted in Flashmob, Leben, Medien, Politik by eminenz on 2. November 2008

Letzte Runde für die Ringlinien. Und einer wollte da ganz lustig sein: Der Straßenbahnfahrer der letzten Ring-Bim machte eine lange Durchsage. Und schloss mit den Worten “Sieg heil”. Hat ihm den Job gekostet. Gut so. Übrigens: Der Bim-Fahrer klingt so, als ob er ziemlich besoffen wär. Darf man das bei den Wiener Linien?

Der Vorfall, durch einen Bericht der Internet-Zeitung “Die Jüdische” bekanntgeworden, wurde auch von einem Youtube-Video dokumentiert, das zeigt, wie sich der Tram-Lenker von den feiernden Gäste in seinen “Führerstand” verabschiedete, wie er sich ausdrückte. Kurz darauf war über Lautsprecher die Abschiedsdurchsage zu hören, die mit “Sieg Heil” endete. Von Fahrgästen konfrontiert, rechtfertigte sich der Fahrer mit: “Versteht’s ihr keinen Spaß?”. Auf dem Video war noch zu sehen, wie ein Fahrgast die Dienstnummer des Fahrers notierte.

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Insel der Seligen, Insel der Säufer, Insel halt

Posted in Konzert, Leben, Szene, Wien 2.0 by eminenz on 9. September 2008

Donauinselfest hats ja auch wieder gegeben heuer. Spät zwar, weil verschoben wegen der lustigen Fußball-EM auf September. Aber trotzdem heiiiisssss. Ich war heuer ja nur am Samstag dort. Am Nachmittag in der ärgsten Hitze mal ein paar lustige Stunts auf der Donau mit diesen Booten, wo man nur so draufsteht, angschaut. Und dann noch Konzerte bei der FM4-Bühne.
Kreisky: Und viel zu junge Mädchen.
Jonas Goldbaum: Junge, lern singen, das ist ja ein furchtbares Gejaule, das schlechteste Konzert seit langem…
Attwenger: Sicher ned klakariert. Und ich verehr sie immer, weil ich ja auch irgendwann mal als Kind Akkordeon glernt hab.
Kettcar: Sind irgendwie an mir vorbeigegangen.

Einpaarbildergibzhier

Ich hätt so gern noch Deichkind am Sonntag abend angschaut – aber: Genau im Moment, als ich beim Handelskai Richtung Insel unterwegs war fings in Strömen zu Schütten an. Ich Depp bin heimgefahren, obwohls bei Konzertbeginn wieder trocken war. Ich Depp! Und damit auch ein Date versäumt. Und mich daheim dann die ganze Nacht geärgert. Bin halt einfach ein alter dummer Depp.

Fußball allüberall

Posted in Medien, Spocht, Wien 2.0 by eminenz on 4. Juni 2008

Die Euro 08 steht vor der Tür – und sie klopft schon ziemlich penetrant an. Allüberall wird man mit Fußball-Gschichten eingelullt. Es gibt kein Entrinnen. Ob in der U-Bahn, im Supermarkt, im Fernsehen, in der Werbung und auch am Klo sogar. Überall Fußball, Fußball, Fußball.

Eine Werbung gefällt mir derzeit ja ganz gut – die von Billa. Da wird ein Hans oder Peter oder Klaus dargestellt, der schon immer Fußball hasste. Weil: Beim ersten Kuss mit einem Mädchen ist sie von einem Fußball abgeschossen worden. Bei einer Geburtstagsfeier is seine Torte von einem Fußball abgeschossen worden. Blöd wirds halt am Schluss, weil der Trottel plötzlich wegen den Billa-Fußball-Angeboten Fußball lieben soll. Also doch wieder Schwachsinn.

Also mal dran gewöhnen für die nächste Zeit. Irgendwann ist auch das vorbei.

Aber es gibt einen Ausweg: Das EM-Studio Schiffamt!

Das ist: Die EM im Hinterhof, da wird kommentiert, gegrillt und gelesen, Musik live und von Platte gespielt, und so weiter. Und da treten so Leute wie Maschek oder Hermes oder Franzobel oder Kurt Palm auf. Hört sich doch gemütlich an…

Leg(o) die Waffen nieder!

Posted in Leben, Medien, Tech by eminenz on 11. April 2008

Was man im Netz so alles entdeckt: Diesesmal bin ich auf Legofiguren in Kampfanzügen und unter Waffen gestoßen. Vielleicht ja gar ned so anstößig, Zinnfiguren gibts ja auch. Aber wenn ich mir so vorstell dass ein Vierjähriger die Stalingrad-Schlacht nachstellt. Würg.

Hier gibts die Figuren zum Bestellen

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Der Spaß am faul sein

Posted in Erotinator by eminenz on 21. Februar 2008

Faul sein muss jetzt mal sein. Meint meine Frau Doktor. Zur Regeneration des gesunden geschundenen Körpers.

Gar nicht so einfach, vor sich hin zu faulenzen. Immer ein schlechtes Gewissen, dass man dies und jenes nicht macht. Immer ein schlechtes Gewissen, dass man viel besser funktionieren müsste. Grad jetzt. Und grad immer.

MAN HAT ZU FUNKTIONIEREN!

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Viva Kroatien, Polen und Tschörmänyy!

Posted in Leben, Politik by eminenz on 2. Dezember 2007

Mir ist Fußball ja eigentlich grundsätzlich wurscht. Aber irgendwie betrifft mich das ja auch, dass in einigen Monaten Wien im Ausnahmezustand sein wird.

Und ich hab mir soeben auch die Auslosung der Gruppen angesehen. Und ich hab gejubelt. Beste Auslosung was gibt! Gegen Kroatien, Deutschland und Polen. Das ist schon aus historischen Gründen eine ganz toll zusammengetrommelte Gruppe. Und auch aus der politischen Ansicht.

Klagenfurt darf sich über Deutschland und Polen in ihrem neuen schmucken Stadion freuen – die Polizei wird wohl schon ganz unruhig sein, nicht umsonst sind die polnischen Schlachtenbummler als äußerst aggressiv bekannt.

Eins noch: Ihr Vollkoffern von Fußballfans, österreichische: STELLT EUCH ENDLICH HINTER UNSERE NATIONALMANNSCHAFT!

Und ich hab noch mehr zu sagen zu den selbsternannten “Fans”:

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