DIE GRAUE EMINENZ

Roboter als Mojito-Mixer

Posted in Szene, Tech by eminenz on 9. Dezember 2012

Cocktails selber mixen? Sicher nicht auf der Roboexotica im Wiener Ragnarhof – dem Festival für Cocktailroboter. Dort hat eine Riesen-Maschine, betrieben über eine schwere Kette, Mojitos gemixt. Gleich daneben spielten jeweils zwei Nerds mit Drähten auf dem Kopf “Vier gewinnt” auf einer riesengroßen Wand. Natürlich gings um Cocktails. Nicht weit entfernt spielte man sich per Doppel-Flipper die Drinks aus. Auch Crepes – mit Alkoholfüllung – wurden von einem Roboter hergestellt. Und mittendrin: Der Lovebot 4000 – der äußerst freundliche Roboter erkennt, wenn sich ein Paar vor ihm küsst – und belohnt sie mit zwei Shots. Funktioniert hervorragend, wurde von uns getestet.

Monochrom ließ inzwischen Menschen ausgelassen auf einer Tanzfläche herumhopsen, die mit Kontakten versehen waren – die Dancingularity. (UPDATE: gehostet wurde das Gehopse von Johannes Grenzfurthner, Erklärung dazu im ersten Posting) Die damit verbundenen Kästchen, die an die Wand projiziert wurden, sahen zwar äußerst innovativ aus. Wie die Tanzenden das ganze beeinflussten, das blieb uns allerdings vollkommen verborgen. Vielleicht hätte die kleine Drohne, die herumflog, Licht ins Dunkel bringen. Aber sie blinkte einfach nur vor sich hin.

Und dann gabs auch noch einen Roboter, der statt einem Kopf einen 80er-Jahre-Computerbildschirm trug und nach jedem Einwerfen von Münzen ganz aufgeregt hüpfte – um dann sogleich einzuschenken. Wären wir Spielverderber, hätten wir vermutet, dass unter diesem Bildschirm ein Mensch steckte. Sind wir aber nicht.

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Kraft frei! Die starken Männer am Gewichtheberball

Posted in Party, Spocht by eminenz on 5. Februar 2012

Nicht mehr wegzudenken aus dem Wiener Ballkalender ist der legendäre Gewichtheberball – im Volksmund Stemmerball – im Schutzhaus Zukunft. Dieser Ball hat vieles zu bieten: Gestartet wird mit einem Gewichtheberbewerb, veranstaltet von der Wettkampfgemeinschaft Argos/Hermann. Starke Männer, die bis zu 160 Kilo in die Höhe stemmten. Fragen wir kurz bei Wikipedia nach, wie das Gewichtheben eigentlich funktioniert:

Das Gewichtheben ist eine schwerathletische Sportart, bei der eine Langhantel durch Reißen oder Stoßen zur Hochstrecke gebracht wird. Neben der Technik sind beim Gewichtheben insbesondere Schnelligkeit, Kraft, Koordination und Beweglichkeit für den Erfolg maßgeblich.

Kräftig haben die (meisten) Athleten im Schutzhaus gewirkt – die Koordination und Beweglichkeit wurde allerdings im Laufe des Ballabends ordentlich auf die Probe gestellt. Die Band spielte sich quer durch den Gemüsegarten – und man muss jetzt ein dreifaches “Kraft frei” für unseren Ballkoordinator anstimmen: Durch seine charmanten Anfeuerungen im Stil eines Heiratsmannes ist ordentlich Stimmung in die Bude gekommen. Da konnte sich keiner mehr an der Schnapsbar festhalten – hoch mit den Händen, Hände auf die Schultern, Polonaise (das sind diese schönen Tanzschlangen) durch den ganzen Saal getanzt.

Höhepunkt des Abends ist traditionell die um halb elf beginnende Mitternachtseinlage: Die Gewichtheber-Playbackshow, laut bejubelt, mit Polonaisen und Platz- bzw. Bühnensturm von uns begleitet. Die Stemmer haben verkleidet alles gegeben und mimten unter anderem Elvis, Falco und eine sonderbare Volksmusikband, von der mir der Name nicht und nicht einfallen will.

Einziger Wermutstropfen: Der Ballende ist viel zu früh angesetzt, wir hätten noch bis in die Morgenstunden weitertanzen können. Und einen Tadel noch an das Schutzhaus gerichtet: Wenn schon eine Schnapsbar, dann muss es unbedingt ein Gin Tonic  geben. Mit Gurke. Also für nächstes Jahr vormerken.

Wir sehn uns beim Gewichtheberball 2013. Oder beim Postlerball Ende Februar. Kraft frei!

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Kalaschnikow des Friedens

Posted in Русский Стиль, Wien 2.0 by eminenz on 7. August 2011

Die Kalaschnikow, die meistproduzierte Handfeuerwaffe der Welt, ist nicht unbedingt ein Symbol für Frieden. Ganz anders sieht das bei jener aus, die bei einem russischen Spezialitätengeschäft in der Wiener Burggasse angeboten wird. Hier werden zwei russische Symbole perfekt vereint: Eine Kalaschnikow aus Glas, gefüllt mit feinstem russischem Vodka, wahrscheinlich Русский Стандарт. Ein Traum geht in Erfüllung! Endlich kann man den Lauf der Kalaschnikow in den Mund nehmen und ausführlich trinken. Das ist doch ein Symbol für den Frieden, denn beim Saufen sind alle Völker vereint. Mein Vorschlag: Ab sofort werden die AK-47 ausschließlich aus Glas produziert und mit Vodka befüllt. Das wäre doch ein Beitrag zum Weltfrieden. Überigens verboten: In die Luft “schießen”! За здоровье!

Ki-Ka-Kinder-Perchtenlauf

Posted in XXX reloaded by eminenz on 30. November 2009

Brauchtum soll in der heutigen Zeit ja hochgehalten werden. Vor allem bürgerliche Parteien bestehen darauf, um die dahinsiechenden Sozialdemokraten ganz zertrümmern zu können. Desto mehr verwundert es, dass es in Loosdorf eine Perchtengruppe gibt. Der Ort ist erstens tiefrot und zweitens vom Brauchtum Perchtenlauf soweit entfernt wie Salsa in Vorarlberg. Lange könnte ich jetzt über Verschwörungstheorien nachdenken. Hab ich auch schon an einer anderen Stelle gemacht. Und ich bin schon damals zur Überzeugung gekommen, dass es besser ist, beim Perchtenverein zu sein, als den ganzen Tag zu saufen. Obwohl bei den Veranstaltungen der Perchten auch ganz schön gsoffen wird. Diesmal haben die Perchten-Väter ihre Perchten-Söhne in die Laafn gsteckt. Und fertig war der Kinder-Perchtenlauf. Ki-Ka-Kinder. Gefürchtet haben sich die Kleinsten. Zählt also zur Abschreckung. Und zurückgeschlagen haben die größeren. Zählt also schon zur Kampfausbildung. Äußerst interessant.

Funkyzeit mit blauem Aug

Posted in Party by eminenz on 11. November 2009

Die Party zum Schulterschluss von Digital und Grafik-Pool: Neben hochprozentigen Getränken, polternder Musik, akrobatischen Tanzeinlagen hats auch ein blaues Auge gegeben. Durch einen unabsichtlichen Ellbogen-Check. 16er-Blech sind in Hülle und Fülle übriggeblieben, dem nächsten “Restl-Saufen” steht also nichts im Weg.

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“Sog’ amoi!”: Rindsrouladen mit Zebra

Posted in Party by eminenz on 9. November 2009

Wenn der Gastgeber laut schreiend mit “Sog’ amoi” durch die Wohnung wirbelt, wenn die Rindsrouladen so groß sind wie gefüllte Meerschweinchen, wenn der Gastgeber mit seinen Sticks wild auf dem Sofa trommelt, wenn das Zebra im Wohnzimmer die Patschen streckt und die beiden Zwerge nebenan SM-Posen üben, wenn man sich mit Zimmerlinden-Blättern schmückt und wild herumhüpft – dann ist man beim Uwe zuhaus. Sog’ amoi!

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Wein und Spezi-Hans, alles kernig frisch

Posted in Szene by eminenz on 23. August 2009

Stammerdorfer Weintage 2009. Der ganze Ort auf den Beinen und der Wein ist hektoliterweise geflossen. Trotz regnerischem Wetter haben wir an den kulturellen Ergüssen teilgenommen: Da war mal der Männergesangsverein Stammersdorf. Und nicht zu vergessen der Spezi-Hans - Tanzmusik aus Kärnten verspricht er auf seiner Homepage (unbedingt anschaun, ein Lehrbeispiel des schlechten Geschmacks). Ein Alleinunterhalter, der wohl schon lang durch Bier- und Weingärten tourt – das sieht man ihm und seinem Synthesizer an.

Dann war da noch eine dreiköpfige Band, mit zwei Akkordeons, deren Name ich vergessen hab – danke an Astrid, es waren die Alpencasanovas – zu der wir den Zillertaler Hochzeitsmarsch getanzt haben. Stimmung haben sie ja reingebracht. Und auf ihrer Homepage geben sie die Richtung ganz klar vor: “Kernig frisch echt kärntnerisch”.

Also viel Musik aus Kärnten. Nicht schlecht gewesen wären einige traditionelle Schrammelmusiker. War aber doch mehr die Skihüttisierung und DJÖtziisierung gefragt…

Ganz und gar abgestürzt bei bestem Wien und Jausenbroten sind wir dann gegenüber vom Hauptprostamt beim Stand vom Dornröschenkeller.

Ja, feucht-fröhlich wars…

Weihnachtsbratl und Bier

Posted in Graue Kunst by eminenz on 15. Mai 2009

Aus der noch nicht gestarteten Serie “Die besten Plakate des Jahrhunderts”.

So hat man damals Werbung für Bockbier gemacht. Ja, zum Weihnachtsbratl ein Bockbier. Das schmeckt. Großartig! Und man kann sich richtig das Beisl vorstellen, in dem der Silverserver in den 50er-Jahren sein Bierlein getrunken hat…

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Ab an den Strand

Posted in Leben, Wien 2.0 by eminenz on 26. April 2009

Ganz schön schnell ist der Sommer über Wien hereingebrochen. So schnell, dass vorerst die Sommer-Bars am Donaukanal gar nicht reagieren konnten. Jetzt aber ist überall eröffnet. An der Strandbar Herrmann bekommt man wieder keinen Platz im Sand und muss sich mit Ultra-Bobos herumschlagen.

Geheimtipp ist daher die Adria. Dafür muss man nicht nach Italien. Zur Salztorbrücke reicht. Kleiner als der Herrmann-Strand, dafür viel gemütlicher. Und statt der Aussicht auf den Uniqa-Tower – der am Abend mit äußerst interessanten Lichtinstallationen bespielt wird sieht man auf den Ringturm, den ersten sogenannten Wolkenkratzer aus den 50er-Jahren, der damals in unserem Städtchen aufgestellt wurde. Und der hat auch was zu bieten: Von der Beleuchtung seiner Antenne kann man die Wettervorhersage ablesen. Obwohl: An der Adria müsst doch immer schönes Wetter sein…

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Steck dir dein Handy in den Arsch

Posted in Szene by eminenz on 22. März 2009

In Wien gibts die Donau und das Donau. Die Donau ist so blau so blau. Und das Donau ist ein sehr empfehlenswerter Club. Mit tollen Visuals, dadurch sieht das Lokal jeden Abend wieder anders aus. Und dadurch wird der Stuck, der ein bisschen an eine Kirche erinnert (Wer bitte weiß, was diese Räume früher beherbergt haben?) in ein ganz neues psychedelisches Licht gehüllt. Und das alles bei schamlos drauf los blubbender Musik.

Nicht zu vergessen: Das Donau ist das einzige Lokal in Wien, das einen Würstelstand integriert hat. Eine grenzgeniale Idee.

Ganz wichtig beim Donau: Von Zeit zu Zeit wird das Motto gewechselt, das in großen Leucht-Lettern an einer Wand prangt. Da hats zum Beispiel schon gegeben: “Für Gabi tu ich alles”.

Derzeit ist das Motto: “Steck dir dein Handy in den Arsch”. Hat mich insoweit beeindruckt, dass ich neben diesem Slogan gar nicht telefonieren wollt, weil ich mich irgendwie geniert hab. Beim Typen neben mir ist das ganz in die andere Richtung eingefahren, der hat sich sein Handy nämlich nicht in den Arsch gesteckt, sondern er hat stundenlang das Handy ans Ohr gehalten und telefoniert. Auch eine Möglichkeit, Widerstand zu leisten. In dem Fall gegen leuchtende Buchstaben.

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