Kärnten

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Altweibersommer am Klopeiner See

Eigentlich wäre eine Mountainbike-Downhill-Tour geplant gewesen. Doch ein technischer Defekt der Gondelbahn in Petzen ließ uns im Tal zurück. Also wurde ein Ausflug zum Klopeiner See aus den jochgesteckten Zielen. Und dieser See ist unser heutiger Tipp: Ganz friedlich liegt er bei St. Kanzian, kein Motorbootgeräusch stört die Idylle. Sogar die Tretboote sind schon aus dem Wasser gezogen und warten an Land auf die nächste Hauptsaison. Das Wasser ist klar und gebirgstemperiert, die Sonne zaubert prächtige Farbenspiele.

Nur den Wildwuchs an Verbotsschildern sollte die Gemeinde so bald wie möglich loswerden.

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Das wahrscheinlich hässlichste Denkmal der Welt

Ein Golf GTI aus Stein. Ein Denkmal für die Mobilität? Ein Geschenk der Ölkonzerne? Ein Mahnmal gegen die Umweltverschmutzung? Eine augenöffnende Installtation zur Protektion vor Staus? Oder einfach Parkplatzvernichtung? Alles falsch. Es handelt sich um das Denkmal in Reifnitz am Wörthersee für den Golf GTI. Eine Verneigung vor den Golf GTI-Fans, die Jahr für Jahr in den verschlafenen Ort einfallen und die Gemeinde damit reich gemacht haben. Und so dachte sich die Gemeinde: “Gib Stein” statt “Gib Gummi” – und stellte das wahrscheinlich hässlichste Denkmal der Welt auf. So hässlich dass man es mal gesehen haben muss.

Aufzug zum See

Seezugang am Wörthersee ist nicht für alle da. Privatgrund reiht sich an Privatgrund, der See ist gut versteckt hinter Zäunen. Auch für uns gabs einen Privatstrand – erreichbar per Brücke mit anschließendem Aufzug zum Strand und Bootssteg. High Society? Nein, wir sind ja runter gefahren.

Ein Schloß am Wörthersee

Roy Black und das “Schloß am Wörthersee”. Wer erinnert sich nicht an die erfolgreiche RTL-Serie In Velden steht vor dem Schloß, das jetzt als Luxushotel genutzt wird eine Büste des Künstlers, bei dem man ihn auch mit ungemeiner Fantasie nicht erkennen kann. Und was hat sich verändert in Velden? Der Wörthersee hat noch immer seine tief türkise Farbe und auch das Casino läuft noch so wie damals, ab und zu fahren Schösel mit Oldtimer durch die Stadt. Doch der Großteil der Touristen sind Pensionisten, typische Bustouristen, die sich vor der Schiffanlegestelle drängen und Fotos von der Roy Black-Büste machen. “News” hat vor einigen Wochen sogar getitelt mit “Ein Schluss am Wörthersee”. Das ist vielleicht einigermaßen drastisch formuliert. Ein gewisses Flair kann man dem kleinen Städtchen nicht absprechen. Wenn auch der See ganz sicher hinter Zäunen und Stacheldraht versteckt wurde. Wohl eine Nachwirkung der glorreichen jüngsten Kärntner Freunderlwirtschafts-Vergangenheit.

Der Turmbau auf dem Pyramidenkogel

Pyramidenkogel am Südufer des Wörthersees: Jahrelang stand hier eine Aussichtswarte, die an architektonischer Hässlichkeit kaum zu überbieten war, mit zwei unterschiedlich großen Plattformen die wie Fremdkörper auf dem Berg thronten. Dann wurde der Turm gesprengt und ein neuer errichtet. Am 20 Juni wurde die neue Attraktion eröffnet und ist nun der größte Holzturm der Welt. Angelehnt an die Grazilität einer Balletttänzerin dreht sich das Gebäude in die Höhe. Von zwei Aussichtsplattformen kann man einen atemberaubenden Blick über halb Kärnten erhaschen – und um schnell wieder hinunterzukommen ist eine Rutsche in den Turm integriert. Manche Schüler meinten nach dem Proberutsch zwar “Das ist ur fad”, wir schließen uns dieser Meinung allerdings nicht an.  Und empfehlen stattdessen die Forelle im angeschlossenen Restaurant.

Gipfel-runter-Stürmer

Die Gerlitzen. 1911 Höhenmeter und ein herrlicher Panoramablick über Ossiacher See, Wörther See, Drauschleife, Faaker See und das Kärntner Bergpanorama. Mit dem Paragleiter haben wir dann doch keinen Sprung gewagt – sondern wir sind gut 1400 Meter vom Gipfelhaus bis hinunter nach Bodensdorf am Ossiacher See gewandert. Zwischenstopps zur Stärkung warrn die Sepplhütte – und ein Streichelzoo beim Mathiasl kurz vor dem Ziel. Jedenfalls: Ausschließlich vom Berg runter wandern kann auch relativ anstrengend sein, mein Knie hat noch einige Tage ein schmerzhaftes Lied davon gesungen.

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Brandheißes Pflaster Ossiach

Ossiach, ein wunderschöner Ort am gleichnamigen Kärntner See. Das Stift hat eine jahrhundertelange Geschichte und dient jetzt nicht nur als Austragungsstätte des Carinthischen Sommers. Nur einige Schritte vom Stift entfernt: Eines der ältesten Häuser des Ortes, die Stiftsschmiede – etwa 1000 Jahre alt, dort soll sich das Planungsbüro für den Stiftsbau befunden haben. Wie es scheint, hab ich eines der letzten Bilder des intakten Hauses gemacht, einige Stunden nachdem wir mit dem Schiff weiterfuhren am See stand das Haus in Flammen (nicht mal im Urlaub hat man Ruhe vor nachrichtlichen Ereignissen). Jedenfalls staunten wir ziemlich, als wir am Abend wieder mit dem Schiff zurückreisten zum Ort gegenüber von Ossiach: Großer Feuerwehreinsatz und die stolze Stiftsschmiede war nur mehr eine Ruine. (Nur das Bild vom Brand selbst hab ich mir vom ORF ausgeborgt…) Übrigens: Der Besitzer will das Haus wieder aufbauen.