DIE GRAUE EMINENZ

iPad im Retro-Stil

Posted in Medien, Tech by eminenz on 14. Mai 2010

Apple ist wieder ein Meisterstück gelungen: Schon vor der Präsentation des Tablet-PCs iPad waren die Vorschusslorbeeren groß – und obwohl das neue “Wunderding” in Europa noch immer nicht erhältlich ist, überschlagen sich vor allem die Zeitungsherausgeber in Lobgesängen und Hymnen: Das iPad soll nämlich das Zeitung lesen revolutionieren, nach deren Meinung. Eine Zeitung 2.0 also? Sehr interessant vor dem Hintergrund, dass vor Jahren die Wichtigkeit des Internet von allen Herausgebern vollkommen verschlafen wurde bzw. es verabsäumt wurde, Bezahlmodelle zu entwickeln. Und nicht mal heute wird von den Verlagen genug Geld in die Entwicklung der Portale investiert.

Und das soll jetzt durch das simple Tablet-Gerät anders werden: Plötzlich springen alle auf die iPad-Euhorie auf, eigene Apps für das Tablet werden entwickelt. Und Apple hat die Euphorie bewusst geschürt, die Marketingfritzen wissen, wie man die Apple-Waffen am besten einsetzt.

Ich persönlich bleibe skeptisch: Vom Hype wird in einiger Zeit nicht viel bleiben. Ja, es ist ein interessantes Ding, das man da in den Händen hält. Aber ich wüsste nicht, wieso ich mir eines kaufen sollte: Da tut es das iPhone auch. Und ich hab nie nach dem Missing link zwischen iPhone und MacBook gesucht – und das soll es auch nicht sein. Und ob es das Zeitungslesen revolutionieren kann? Auch hier bleibe ich sekeptisch. Ich glaube, der Zeitungsleser wird nach wie vor das Papier bevorzugen. Investiert gehört in alle elektronische Dienste, Zeitung und deren Portale müssen mehr und mehr verschmelzen – Apps für ein jetzt gehyptes Tablet werden wohl nicht kriegsentscheidend werden.

Am meisten amüsiert beim iPad-Test hat mich das Spiel Labyrinth: Schon als Kind hatte ich ein solches aus Holz: Und das iPad hat so ziemlich die selbe Größe und durch Bewegung des Tablets kann man auf hunderten Ebenen durch verschiedenste Labyrinthe navigieren.

Ich gehöre halt zur Generation, die mit Pac Man und Donkey Kong aufgewachsen ist. Und dafür gibts im Netz endlich die richtige Erweiterung für das iPad: Es fungiert als Bildschirm für einen Mini-Spielautomaten im 80er-Jahre-Stil. Sinnlos zwar, denn das iPad reagiert auf Bewegungen des Geräts. Das macht dann den Joystick und die Feuertaste vollkommen überflüssig. Aber egal. Zumindest “Bild” ist auf den Aprilscherz (der auch so ausgezeichnet war!) von meedia.de hineingefallen. Aber den Kollegen vom Bild-Blog kann man nichts vormachen.

Supa samma: Die Suche nach dem Super-Praktikant

Posted in Medien, Politik, Tech by eminenz on 13. November 2009

Der ÖVP ist ja nichts zu blöd, um ihre junge Klientel – das sind die mit der “abgeschleckten” Frisur – zu bedienen. Und weil der Sepp Pröll jetzt ganz aufs Internetz und auf Netz  2.0 setzen will, haben die Herren in Schwarz geglaubt, dass sie mit der Suche nach Österreichs “Superpraktikant” voll durchstarten und punkten können. Das funktioniert vielleicht beim Jugendfunktionär 1.0 aus der Jungen ÖVP, woher gleich einmal größtes Lob und Unterstützung kam, aber nicht beim Rest der Jugend.

Da dachte man sich: Wir kupfern mal vom RTL-Pendant “Supertalent” ein Stückl vom Namen ab, weil solche Casting-Shows ja so gute Einschaltquoten bei den Jugendlichen haben. Aber es wurden grobe Fehler gemacht: Die Jungen aus der Parteibasis sind immer schmähstad, die Jugendlichen, die man erreichen will, nämlich junge Neuwähler fühlen sich durch die Wahl des Wortes “Praktikant” ziemlich vor den Kopf gestoßen. Denn: Tausende junge Menschen absolvieren jedes Jahr so genannte Praktika. Viele davon finden ohne Verträge statt, haben unklare Arbeitszeiten und werden nicht oder nur sehr schlecht bezahlt.

Schlecht kam auch an, dass die ÖVP das Praktikum nicht geschlechterneutral ausgeschrieben hat. Die Internet-User waren schnell und haben in Windeseile eine Schmäh-Homepage namens “Bist du Österreichs Vizekanzler” erstellt.

Vollkommen ins Auge gegangen ist die Mobilisierung der Jungen mit der “abgeschleckten” Frisur, nicht umsonst sind auf den vorderen Rängen eine Journalistin vom Falter, ein Clown und ein Werber. So sehen für Pröll also Praktikanten aus?

Blöd halt, dass die SPÖ sich in Schockstarre befindet – nur nichts falsch machen, sonst könnte man ja Wähler verlieren. Diese Super-Praktikant-Sache hätte sonst ja schön und virtuell torpediert werden können von den Jungen Roten – aber die haben sich ja auf Faxwahlen beim ORF spezialisiert.

Nicht um Schmähungen verlegen ist man auch bei den Audimax-Besetzern. Sie kreierten einfach die Wahl zum “Super-Wissenschaftsminister”. Der Gewinner wird zwar nicht fürstlich entlohnt, soll aber auch nicht leer ausgehen: Eine Woche Übernachtung im Audimax inklusive Halbpension wartet auf den Sieger. Auf der Homepage kann man jetzt zwischen Tintifax und Chuck Norris wählen. Wobei Chuck Norris einfach einmal Knackwatschen austeilen will im Wissenschaftsministerium.

Könnte man sich auch vorstellen für den Entwickler des VP-Castings.

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Wer noch immer nicht genug hat: Hier gibts die Bilder zu den Aktionen

Browser mit der Zunge gesteuert

Posted in Tech by eminenz on 2. April 2009

Die Aprilscherz-Maschinerie der Tech-Unternehmen hat uns einige schöne Sachen geliefert. Zum Beispiel hat der “Guardian” behauptet, dass sie ab sofort nur mehr auf Twitter erscheinen. Weil: Jede Geschichte ist in 140 Zeichen erzählbar.

Den besten Beitrag hat der Browser Opera eingebracht: Opera behauptete, mit “Face Gestures” Gesichtsmimik in Programmbefehle umsetzen zu können. Leider macht man sich beim Ausprobieren der “neuen Funktion” dabei eher lächerlich. Vor dem Besuch von Seiten mit pornografischem Inhalt warnt Opera: Unwillkürliche Gesichtsverzerrungen könnten unerwünschte Browserbefehle zur Folge haben.

Trotzdem: Wär doch lustig, wenn wir einfach in Zukunft Grimassen schneiden würden anstatt mit der Maus herumfahren…

Auf dem Video wird das sehr anschaulich erklärt:

>>Hier gibts weitere Aprilscherze

>>Und hier noch mehr von April!April!

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Die schwedischen Klickhuren

Posted in Medien, News by eminenz on 19. März 2009

Eine ganz neue Lohnpolitik bei einem Online-Portal in Schweden: Bei der schwedischen Internetzeitung “Nyheter24″ entscheidet die Zahl der Leser darüber, wie viel der Autor an einem Artikel verdient.

Ganzer Artikel auf taz.de

“Unser Lohnsystem soll widerspiegeln, wie tüchtig jemand ist. Wie viele tatsächlich an dem interessiert sind, was der Mitarbeiter produziert.” So verteidigt Patrik Sandberg, verantwortlicher Herausgeber der Internetzeitung Nyheter24, gegenüber der Zeitung des schwedischen Journalistenverbands, sein neues Entlohnungssystem. Das gründet einfach auf der Zahl der User, die auf die Texte der einzelnen JournalistInnen klicken.

Letztendlich entscheiden also die Leser, wie viel ein Mitarbeiter bei Nyheter24 verdient. Neben einem Grundlohn, der – was man offiziell nicht bestätigen will – bei umgerechnet etwa 1.500 Euro liegen soll, ist dieser “erfolgsabhängige” Lohnanteil für die MitarbeiterInnen als Anreiz gedacht, darüber zu berichten, “was die Leute interessiert”, so Sandberg: “Das ist ein einfaches Lohnsystem und wir sind ein kommerzielles Produkt.”

In Österreich läuft die Entwicklung hoffentlich in die andere Richtung: Hier will die GPA-djp die Online-Journalisten sobald wie möglich in den Journalistenkollektiv holen. Und bei den ersten Sitzungen zu den Kollektivvertrags-Verhandlungen sind erstmals drei Online-Journalisten im beratenden Gremium der GPA.

Solche Bezahlmodelle höhlen nicht nur die Kollektivvertragsrechte der Online-Journalisten aus, sondern führen auch dazu, dass nur mehr die Reichweite zählt und die journalistische Qualität absolut flöten geht.

Das muss man wohl im Auge behalten.

Das Nazi-Afferl

Posted in Medien, Politik, Tech by eminenz on 1. März 2009

Die Wahl in Kärnten ist geschlagen. Und die Leute haben ein “Jörg-Haider-Gedächtnis”-Kreuzerl auf dem Stimmzettel hinterlassen. Damit ist sichergstellt, dass Herr Landeshauptmann Dörfler auch noch zukünftig seine Witzchen reissen kann. Und dass man solch kompetente Leute wie Petzner und Scheuch noch länger ertragen muss. Danke, Kärntner!

Am Tag der Wahl hat Web 2.0 den Orangen noch ein Schnippchen geschlagen: Ein Affe mit Hakenkreuz-Binde am linken Arm zum Hitler-Gruss ausgestreckt prangerte am Sonntag Vormittag auf der Startseite der BZÖ-Homepage.

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Liab! Wem dieser Hack wohl eingefallen ist. So schön passend. Und so typisch, wie das BZÖ reagiert hat:

“Wir verurteilen diese undemokratische Vorgangsweise linker Webterroristen auf das Schärfste.”

Liebe “linke Webterroristen”. Gratulation für diese Aktion!

Gefunden auf DiePresse.com und Kleine.at

Obama flutscht!

Posted in News, Politik, Tech by eminenz on 21. Januar 2009

Jetzt ist er also angelobt, der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama. Und natürlich schießen jetzt überall die Obama-Devotionalien wie die Schwammerl aus dem Boden.

Bis jetzt das beste Fundstück: Der Obama-Dildo. Oder Massagestab auf altdeutsch. In gold und blau. Damit frau den Präsident auch wirklich überall und umfassend spüren kann. Der Werbespruch ist übrigens:

I want a BIG O!

Für 35 Euro ist man dabei! Wäre für sachdienliche Hinweise dankbar, wie sich das Ding so anfühlt. Und ob es vielleicht “Yessssss, we can!” schreit. Würd ja fast passen.

Mehr Infos auf  www.headostate.com

Und HIER gibts noch mehr vom Obama-Krimskrams.
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Posing!

Posted in Party, Reise by eminenz on 6. Januar 2009

Wenn man gemeinsam am Katschberg war, kann man sich auch nachher noch die schönsten Geschichten gegeneinander erzählen. Und weil die Mädels soooo schön gepost haben – überall wo’s blitzt sind sofort ihre Augen hingerichtet – hier ein Best of Fotos des Abends. Gaba und ich sind übrigens ganz schlechte Poser, sagen die Mädels. Verdammt.

Besser Schuh als Torte?

Posted in Graue Kunst, Medien, Politik by eminenz on 18. Dezember 2008

Arm ist er ja fast, der unselige Herr Bush jr. Da fährt er ohne schlechtes im Sinn zu haben – oder doch? – in den Irak, um sich dort verabzuschieden und hat sich eh nicht erwartet, dass ihm zugejubelt wird.

Dass man dann aber mit einem Schuh auf ihn schießt – ja damit hat er wohl auch nicht gerechnet. Man hätt es ihm gar nicht zugetraut, dass er so schnell ausweicht… Schad aber auch – der Kabas hat sich damals bei seiner Tortung nicht so schnell wegbewegen können.

Fast so schnell wie der Schuh-Schmeisser waren dann die Internetler: Wunderschöne satirische Abwandlungen der Schuhung und Spielchen kursieren im Netz. Ein Hoch dem Web 2.0!

Hier nur einige zur Auswahl…

Beginnen wir mal mit der Weihnachts-Version:

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Die Kicker-Variante – ganz genial: so schön geköpfelt…

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Hier die klassische Movie-Award-Shoe-Version:
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Die Gamer-Shoe-Variante:

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Die Matrix-Version:

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Und als Höhepunkt und Abschluss:

Die MontyPython-Version:

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Selbstverständlich. Der Mittwochs-Flash-Mob.

Posted in Flashmob, Szene by eminenz on 15. November 2007
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Networking – ich weiß was du gestern gesoffen hast!

Posted in Big Brother, Politik, Tech by eminenz on 5. November 2007

Schön langsam schlag ich mich derzeit durch alle Networking-Sites, die es so rund um den Erdball gibt.

Und ich war zu Beginn auch ziemlich fasziniert von den Möglichkeiten, von den Rückmeldungen, vom Netzwerken an und für sich (übrigens hat man früher dazu einfach “Freunderlwirtschaft” gesagt, aber mit N. ist das jetzt absolut positiv besetzt…).

Bis ich dann auf StudiVZ gestoßen bin und mal Fotoserien betrachtet habe.

Hier mal Abbildung Nummer 1: (Übrigens, die Namen habe ICH unkenntlich gemacht…)

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So – da hats mir als alter Datenschützer schon mal ein bissl die Haare aufgestellt: Bei jeder dieser charmanten Damen ist so eine Art Zielfernrohr, wenn man mit der Maus drüberfährt, erfährt man die Namen der Person und des Erstellers des Bild-Eintrags.Schön. Und das ganze ist auf den Profil-Seiten auch noch vernetzt – in etwa so: Auf 145 Bildern findest du Mr. X.

Kleiner Exkurs dazu:

Neue Features auf Facebook, an denen sich ein Streit entzündete, heißen “News-Feed” und “Mini-Feed”. Sie informieren Facebook-Mitglieder automatisch über Änderungen in den Profilen ihrer Freunde. Sie zeigen auch, wer wen als Kontakt hinzugefügt hat,…
(more…)

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