DIE GRAUE EMINENZ

Im Prater blühn’ noch immer die Christbäume

Posted in Stadtspaziergang, Wien 2.0, XXX reloaded by eminenz on 1. Januar 2013

Neujahrstag im Prater. Auf der Prater-Hauptalle ziehen wie üblich die Jogger ihre Bahnen. Auf Schritt und Tritt stolpert man über Reste von Silvester-Raketenb. Und im Wurstel-Prater ist es alles andere als ruhig. Das höchste Kettenkarussell der Welt kennt keine Winterpause. Wenige Meter daneben lassen sich halb Erfrorene von einer Riesen-Schlange in die Luft wirbeln. Und am Prater-Hauptplatz vor dem Riesenrad ist noch immer ein Weihnachtsmarkt – ich korrigiere: Wintermarkt. Denn mit dieser Bezeichnung können die Standln bis 6. Jänner offen halten. Mit grandiosem Glühmost. Und die Stimmung dort ist gar nicht so schlecht, wenn man sich die hässliche Architektur dieses Platzes wegdenkt. Frohes neues Jahr!

Kein XXX für ein U vormachen!

Posted in XXX reloaded by eminenz on 26. Dezember 2009

Oh du fröhliche – wiewohl auch nachdenkliche. Süßer die Glocken nie klingen – und sich wie ein Kreissägengeräusch in die Gehörgänge graben. Das Familienfest – ohne dass man den Großteil der Familie sieht. Doch der Kern bleibt. Und leise rieselt der Schnee, auch wenn es 10 Grad über Null hat. Ein Weihnachtsverweigerer? Nein, das bin ich nicht. Aber kritisch wird man die “stillste Zeit im Jahr” doch noch betrachten können. Und die Antennen in Form eines Elchgeweihs ausstrecken. Happy XXX!

Tagged with: , , ,

Ki-Ka-Kinder-Perchtenlauf

Posted in XXX reloaded by eminenz on 30. November 2009

Brauchtum soll in der heutigen Zeit ja hochgehalten werden. Vor allem bürgerliche Parteien bestehen darauf, um die dahinsiechenden Sozialdemokraten ganz zertrümmern zu können. Desto mehr verwundert es, dass es in Loosdorf eine Perchtengruppe gibt. Der Ort ist erstens tiefrot und zweitens vom Brauchtum Perchtenlauf soweit entfernt wie Salsa in Vorarlberg. Lange könnte ich jetzt über Verschwörungstheorien nachdenken. Hab ich auch schon an einer anderen Stelle gemacht. Und ich bin schon damals zur Überzeugung gekommen, dass es besser ist, beim Perchtenverein zu sein, als den ganzen Tag zu saufen. Obwohl bei den Veranstaltungen der Perchten auch ganz schön gsoffen wird. Diesmal haben die Perchten-Väter ihre Perchten-Söhne in die Laafn gsteckt. Und fertig war der Kinder-Perchtenlauf. Ki-Ka-Kinder. Gefürchtet haben sich die Kleinsten. Zählt also zur Abschreckung. Und zurückgeschlagen haben die größeren. Zählt also schon zur Kampfausbildung. Äußerst interessant.

Die schwedischen Klickhuren

Posted in Medien, News by eminenz on 19. März 2009

Eine ganz neue Lohnpolitik bei einem Online-Portal in Schweden: Bei der schwedischen Internetzeitung “Nyheter24″ entscheidet die Zahl der Leser darüber, wie viel der Autor an einem Artikel verdient.

Ganzer Artikel auf taz.de

“Unser Lohnsystem soll widerspiegeln, wie tüchtig jemand ist. Wie viele tatsächlich an dem interessiert sind, was der Mitarbeiter produziert.” So verteidigt Patrik Sandberg, verantwortlicher Herausgeber der Internetzeitung Nyheter24, gegenüber der Zeitung des schwedischen Journalistenverbands, sein neues Entlohnungssystem. Das gründet einfach auf der Zahl der User, die auf die Texte der einzelnen JournalistInnen klicken.

Letztendlich entscheiden also die Leser, wie viel ein Mitarbeiter bei Nyheter24 verdient. Neben einem Grundlohn, der – was man offiziell nicht bestätigen will – bei umgerechnet etwa 1.500 Euro liegen soll, ist dieser “erfolgsabhängige” Lohnanteil für die MitarbeiterInnen als Anreiz gedacht, darüber zu berichten, “was die Leute interessiert”, so Sandberg: “Das ist ein einfaches Lohnsystem und wir sind ein kommerzielles Produkt.”

In Österreich läuft die Entwicklung hoffentlich in die andere Richtung: Hier will die GPA-djp die Online-Journalisten sobald wie möglich in den Journalistenkollektiv holen. Und bei den ersten Sitzungen zu den Kollektivvertrags-Verhandlungen sind erstmals drei Online-Journalisten im beratenden Gremium der GPA.

Solche Bezahlmodelle höhlen nicht nur die Kollektivvertragsrechte der Online-Journalisten aus, sondern führen auch dazu, dass nur mehr die Reichweite zählt und die journalistische Qualität absolut flöten geht.

Das muss man wohl im Auge behalten.

Jetzt pinkeln wir unter den Sessel

Posted in Leben, News, Reise, Service by eminenz on 27. Februar 2009

Fliegen ist jetzt wahrlich kein Luxus mehr. Erst wird das Essen gestrichen, dann werden die Sitzreihen soweit zusammengerückt, dass man sich wie eine Sardine in der Dose vorkommt und jetzt muss man sich auch noch an einer Klofrau vorbeischummeln. Was kommt als nächstes? Pedale, damit Kerosin gespart wird?

Der irische Billigflieger Ryanair erwägt, seinen Passagieren Geld für den Toilettenbesuch abzunehmen. In Zukunft müssten die Reisenden möglicherweise für ihre

Bedürfnisse ein Pfund (1,12 Euro) bezahlen, sagte Airline-Chef Michael O’Leary am Freitag dem britischen Sender BBC. “Wir sehen uns derzeit die Möglichkeit an, einen Geldschlitz an den WC-Türen anzubringen.”

Das Unternehmen prüfe stets, wie die Flugtickets günstig bleiben könnten, erklärte O’Leary. Er glaube, niemand steige in ein Flugzeug ohne mindestens ein Pfund-Stück in der Tasche. Wie das Münzsystem auf Euro umzurechnen wäre, verriet er nicht.

Kritiker hielten Ryanair vor, “ganz tief gesunken” zu sein. Rochelle Turner vom Verbrauchermagazin “Which? Holiday” sagte, es würde Ryanair “Recht geschehen”, wenn die Reisenden dann weniger Geld für “überteuerte Getränke an Bord” ausgeben. Europas größter Billigflieger wird seit langem wegen Extrakosten für Gepäckaufgabe und Service an Bord kritisiert. Der Fluggesellschaft machen – wie anderen Airlines auch – sinkende Erlöse zu schaffen.

Gefunden auf DiePresse.com

Tagged with: , , , , , ,

Blauboad

Posted in Graue Kunst, Wien 2.0 by eminenz on 4. Januar 2009

Weil nurmehr so wenig Wienerisch gesprochen wird und das Derbe hochgehalten werden muss: Ein H. C. Artmann-Gedicht mit dem Namen “Blauboad” aus dem Buch “Med ana schwoazzn Tintn”. Zur Feier des Tages. Für die Gänsehaut.

i bin a ringlschbüübsizza
und hob scho sim weiwa daschlong
und eanare gebeina
untan schlofzimabon fagrom.

heit lod i ma r ei di ochte
zu einen liebesdraum –
daun schdöl i owa s oaschestrion ei
und bek s me n hakal zaum!

so fafoa r e med ole maln
wäu ma d easchde en gschdis hod gem –
das s mii amoe darwischn wean
doss wiad kar mendsch darlem!

i bin a ringlschbüübsizza
(und schlof en da nocht nua bein liacht
wäu i mi waun s so finzta is
voa de dodn weiwa fiacht . .)

Hans Carl Artmann, 1958

XXX Alert

Posted in Erotinator, XXX reloaded by eminenz on 23. Dezember 2008

Hastende Menschen in den Einkaufsstraßen. Saufende Menschen auf Weihnachtsfeiern. Die stillste Zeit im Jahr.

Rückzug. Abzug. Drück den Abzug.

Geltung. Sucht. Geltungssucht.

Filmriss. Seelenriss.

Besser Schuh als Torte?

Posted in Graue Kunst, Medien, Politik by eminenz on 18. Dezember 2008

Arm ist er ja fast, der unselige Herr Bush jr. Da fährt er ohne schlechtes im Sinn zu haben – oder doch? – in den Irak, um sich dort verabzuschieden und hat sich eh nicht erwartet, dass ihm zugejubelt wird.

Dass man dann aber mit einem Schuh auf ihn schießt – ja damit hat er wohl auch nicht gerechnet. Man hätt es ihm gar nicht zugetraut, dass er so schnell ausweicht… Schad aber auch – der Kabas hat sich damals bei seiner Tortung nicht so schnell wegbewegen können.

Fast so schnell wie der Schuh-Schmeisser waren dann die Internetler: Wunderschöne satirische Abwandlungen der Schuhung und Spielchen kursieren im Netz. Ein Hoch dem Web 2.0!

Hier nur einige zur Auswahl…

Beginnen wir mal mit der Weihnachts-Version:

1227386497401

Die Kicker-Variante – ganz genial: so schön geköpfelt…

1d3d9710_bushoverkoppen1

Hier die klassische Movie-Award-Shoe-Version:
iraqimage005

Die Gamer-Shoe-Variante:

iraqimage006

Die Matrix-Version:

iraqimage007

Und als Höhepunkt und Abschluss:

Die MontyPython-Version:

iraqimage0081

Tagged with: , , ,

Weihnachtsfeier im Klein Bonum

Posted in Party by eminenz on 14. Dezember 2008

Vom Spittelberg ins Stamperl

Posted in Leben, XXX reloaded by eminenz on 6. Dezember 2008

Kommt jetzt doch schön langsam Weihnachtsstimmung auf? Insgesamt treib ich mich ja doch sehr oft auf den Christkindlmärkten herum. Diesmal war der Spittelberg dran: Glühweinfaktor hoch, aber viel zu süß – und eingekauft haben wir auch, nicht ich, aber die Frau Unbekannte hat schon ein Geschenk für die Frau Mama.

Tagged with: , , ,
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 5.469 Followern an

%d Bloggern gefällt das: