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Die schwedischen Klickhuren

Eine ganz neue Lohnpolitik bei einem Online-Portal in Schweden: Bei der schwedischen Internetzeitung “Nyheter24″ entscheidet die Zahl der Leser darüber, wie viel der Autor an einem Artikel verdient.

Ganzer Artikel auf taz.de

“Unser Lohnsystem soll widerspiegeln, wie tüchtig jemand ist. Wie viele tatsächlich an dem interessiert sind, was der Mitarbeiter produziert.” So verteidigt Patrik Sandberg, verantwortlicher Herausgeber der Internetzeitung Nyheter24, gegenüber der Zeitung des schwedischen Journalistenverbands, sein neues Entlohnungssystem. Das gründet einfach auf der Zahl der User, die auf die Texte der einzelnen JournalistInnen klicken.

Letztendlich entscheiden also die Leser, wie viel ein Mitarbeiter bei Nyheter24 verdient. Neben einem Grundlohn, der – was man offiziell nicht bestätigen will – bei umgerechnet etwa 1.500 Euro liegen soll, ist dieser “erfolgsabhängige” Lohnanteil für die MitarbeiterInnen als Anreiz gedacht, darüber zu berichten, “was die Leute interessiert”, so Sandberg: “Das ist ein einfaches Lohnsystem und wir sind ein kommerzielles Produkt.”

In Österreich läuft die Entwicklung hoffentlich in die andere Richtung: Hier will die GPA-djp die Online-Journalisten sobald wie möglich in den Journalistenkollektiv holen. Und bei den ersten Sitzungen zu den Kollektivvertrags-Verhandlungen sind erstmals drei Online-Journalisten im beratenden Gremium der GPA.

Solche Bezahlmodelle höhlen nicht nur die Kollektivvertragsrechte der Online-Journalisten aus, sondern führen auch dazu, dass nur mehr die Reichweite zählt und die journalistische Qualität absolut flöten geht.

Das muss man wohl im Auge behalten.

Jetzt pinkeln wir unter den Sessel

Fliegen ist jetzt wahrlich kein Luxus mehr. Erst wird das Essen gestrichen, dann werden die Sitzreihen soweit zusammengerückt, dass man sich wie eine Sardine in der Dose vorkommt und jetzt muss man sich auch noch an einer Klofrau vorbeischummeln. Was kommt als nächstes? Pedale, damit Kerosin gespart wird?

Der irische Billigflieger Ryanair erwägt, seinen Passagieren Geld für den Toilettenbesuch abzunehmen. In Zukunft müssten die Reisenden möglicherweise für ihre

Bedürfnisse ein Pfund (1,12 Euro) bezahlen, sagte Airline-Chef Michael O’Leary am Freitag dem britischen Sender BBC. “Wir sehen uns derzeit die Möglichkeit an, einen Geldschlitz an den WC-Türen anzubringen.”

Das Unternehmen prüfe stets, wie die Flugtickets günstig bleiben könnten, erklärte O’Leary. Er glaube, niemand steige in ein Flugzeug ohne mindestens ein Pfund-Stück in der Tasche. Wie das Münzsystem auf Euro umzurechnen wäre, verriet er nicht.

Kritiker hielten Ryanair vor, “ganz tief gesunken” zu sein. Rochelle Turner vom Verbrauchermagazin “Which? Holiday” sagte, es würde Ryanair “Recht geschehen”, wenn die Reisenden dann weniger Geld für “überteuerte Getränke an Bord” ausgeben. Europas größter Billigflieger wird seit langem wegen Extrakosten für Gepäckaufgabe und Service an Bord kritisiert. Der Fluggesellschaft machen – wie anderen Airlines auch – sinkende Erlöse zu schaffen.

Gefunden auf DiePresse.com

Lack und Leder Ball: Der Mann mit der Flex am Stahlpenis

Es ist vollbracht. Der Lack- und Lederball 2009 auf Schloß Leiben ist über die Bühne. Und diesesmal lässt er mich etwas ratlos zurück.

Was heuer besonders aufgefallen ist: Die grottenschlechte Performance von Bands in der Galerie-Bar. Nur weil man eine Gitarre in der Hand halten kann muss man nicht gleich auftreten. Üben, meine Herren! Ich plädiere dafür, dass in der Galerie-Bar so wie in den letzten Jahren einfach wieder gut aufgelegt wird.

Und: Die Modeshows und vor allem Strips hatten leider ein meiner Meinung derart schlechtes Niveau, dass es schon wieder lustig war. Das nicht falsch verstehen: Wir haben uns gut amüsiert, man muss ja nicht immer die höchsten Maßstäbe ansetzten. Wie auch immer der Maßstab im Publikum angesetzt war – es sah zumindest nach guter Stimmung aus.

Trotzdem in die Nähe grottenschlecht einzuordnen, ich korrigiere, in die Kategorie “Bizarr”: Der Mann mit der Stahl-Penis-Verlängerung. Der sich nicht zu blöd war, dass er mit der Flex brav drauf herumfuhrwerkte. Und so Funken schleuderte. Die Funken sind nicht übergesprungen. Auszeichnung für die schlechteste Performance des Jahres.

Ein bisschen danebengegangen auch ist der Strip in einem Ballon. In den man fast nicht hineingesehen hat. Die Musik dazu: “99 Luftballons”. Diese Songauswahl bei einem Strip zeugt nicht unbedingt von Fingerspitzengefühl. Sollte doch etwas Verruchtes aus den Boxen klingen und nicht Neue Deutsche Welle. Klingt so wie: Kein Gefühl für Erotik…

Aber genug gelästert:

Ein Hoch auf die Veranstalter, dass sie diesen Event schon 13 Jahre über die Bühne bringen. Obwohl: Ein bissl gespart ist bei den Bühnen in den Kellerräumen worden. Die hats diesmal nicht gegeben. Oder waren die einfach zu gut versteckt?

Heuer leider auch beobachtet: So um 3 in der Früh wars schon aus mit Drängerei, Leute sind heuer früher heim wies ausschaut.

Aber: Lustig wars wieder. Getanzt und geschmust haben wir um die Wette. Und gesoffen sowieso. Nächstes Jahr wieder!

Aber überzeugen sie sich selbst. Hier gibts Bilder. Viele Bilder. Von meinen Mädels, den Ballbesuchern, den Wahnsinnigen, den Gestylten, den Erotik-Shows!

NEUE BILDER VON VIRGOSYSTEM EINGETROFFEN!!! RUNTERSCROLLEN!!

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LUST AUF MEHR

WEITERKLICKEN FÜR ALLE BILDER!!!!

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Die Bild-Zeitung und die Kunst des Titels

Also so einen Bock wie die Bild-Zeitung mit ihrem Titel über den Skifahrer Lanzinger, der ein Bein verloren hat, hat schon lang keiner mehr abgeschossen. Da erinnert man sich an alte Tage mit Täglich Alles: “Klestil, wann gibst du endlich deine Löffler ab?” oder “Was wurde aus Schweinchen Babe? Schnitzel!”
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Zum Bild-Artikel

 

Zensierte Ball-Nächte und die auferlegte Fröhlichkeit

Lack-und Leder-Ball in Leiben, Flüchtlingsball in Wien. Ich bin ja kein großer Ball-Geher. Zum Sportlerball zhaus zum Beispiel würden mich keine zehn Pferde inklusive Gespann bringen.

Aber diese beiden Bälle, die ja eigentlich große Parties sind, mach ich doch jedes Jahr. Obwohl ich ein Gegner des Faschings bin. Wieso glaubt die Gesellschaft, um jeden Preis in dieser Zeit lustig sein zu müssen? Das ist genauso unnötig wie der unsägliche Silvesterabend. Ich fürcht mich schon wieder ab August, wenn die ersten Leute fragen: “Und, was maxt zu Silvester?” Sonst gibtz scheinbar keine anderen Probleme.

Gottlob wird der Fasching in Wien weitestgehend ignoriert. Nicht so wie in den großen Karnevalsstädten in Deutschland mit großen Umzügen und tatü tata.

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Netzfundstück: Wir säubern Graz

Politik ist manchmal – oder meistens – grauslich. Im Fall des BZÖ Graz vor der Gemeinderatswahl stellt es einem sogar die Haare an Stellen des Körpers auf, an denen man keine vermutet hätte.

Sie wollen wieder einmal säubern. Hier mal zwei Unikate aus der orangen Postkarten-Aktion:

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Es geht aber noch grauslicher…

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So geht Haider mit Kritikern um. Eh nix Neues.

Ich stell das mal ohne Kommentar so rein. Gefunden auf http://www.ots.at

Nur die interessantesten Passagen habe ich hervorgehoben, für die Leut, die nicht viel Zeit haben oder funktionelle Analphabeten sind.

Viel Vergnügen!

PARTY-AVISO: Landeshauptmann Jörg Haider morgen, Freitag, um 23.00 Uhr bei Nikolo-Party im “Tollhaus” in Spittal an der Drau

Terminbekanntgabe

Klagenfurt (OTS) – Als Reaktion auf die Medienberichterstattung und die öffentliche Diskussion rund um einen Disco-Besuch des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider im “Tollhaus” in Spittal in der Drau wird Landeshauptmann Jörg Haider, morgen, Freitag um 23.00 Uhr neuerlich das “Tollhaus” in Spittal an der Drau besuchen und der dort stattfindenden “Nikolo-Party” beiwohnen.

Die Vertreter und Vertreterinnen der Medien sind herzlich eingeladen, den morgigen Besuch des Landeshauptmannes im “Tollhaus” in Spittal an der Drau zu begleiten, um sich vor Ort ein wahres und authentisches Bild über den Umgang des Landeshauptmannes mit Jugendlichen zu verschaffen.

Besonders herzlich eingeladen ist der deklarierte Haider-Hasser und Paradelinke Herbert Lackner vom Nachrichtenmagazin “profil”, der an dieser Stelle darauf hingewiesen wird, dass es eine Altersgrenze nach unten, aber keine nach oben gibt und er daher seinen Mitgliedsausweis vom Pensionistenverband der SPÖ nicht vorzuweisen braucht.

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