Archiv für den Monat November 2007

Punsch killt Weihnachten

Ich versteh es einfach nicht: Wieso wird diese Stadt, die einige sogar schön reden, immer schon ab Anfang November mit Punsch-Ständen verhüttelt und unkenntlich gemacht? Allein aus architektonischem Betracht ein Abstieg der Großstadt in die Untiefen von Skilehrer-Dj-Ötzi-Speib-Niveau.

Ab Dezember soll es halt so sein wie es ist, also ab sofort. Aber wenn ich die Besoffenen ach so sehnsüchtig auf das Fest der Liebe wartenden Voll-Koffern mit ihren Punsch-Fahnen von Glühwein zu Punsch zu Glühwein zu Punsch in der Stadt eilen sehe, dann geht mir wie man so schön sagt das G’Impfte auf.

Weihnachten ist schon lang nicht mehr das Fest der Liebe – es ist das Fest der Zwietracht, der Geschäftemacherei, der Habgier. Alles also da für den echten Wiener, der im Herzen ja ein richtiges Oaschloch ist.

Jetzt aber noch ein paar stimmige Bilder vom – schon wieder einer! – neuen XXXmarkt zwischen Naturhistorischem und Kunsthistorischem Museum. Die Bilder sind übrigens nur deshalb stimmig, weil der Markt schon geschlossen war, sich die Touristen-Gfrieser und die Weaner also schon ins Museumsquartier zur Punsch-Sauf-Orgie geschleppt hatten.

Mahlzeit, Prost und b’soffenes Fest in eichana b’soffenen Marille!

Am Am(t)

War heute auf dem Meldeamt für meinen Bezirk. Und war äußerst positiv überrascht: Freundlich bedient worden, rasche Erledigung, kompetente Antworten auf meine Fragen. Da braucht man ned raunzen, da wird schon Beamter 2.0 durchgeführt. Weiter so! Als nächstes sind die Postler dran!

Mediengruppe Online: Die After-Party

Die Mediengruppe Online hat diese Woche zum 4. Treffen gerufen. Und einige wollten einfach nicht nach Haus.

Natürlich dabei: Der Paparazzi von eminenz.biz.

Hinweis: Bilder vom Medientreffen auf www.mediengruppeonline.at

Hinweis und Einladung: Mediengruppe Online Treffen 4.0 SCHON ZU SPÄT

Treffen Mediengruppe Online 4.0

 

Liebe Onliner und Onlinerinnen, Schwestern im Herzen, Brüder im Geiste

Zum insgesamt vierten Mal möchten wir Euch zum Treffen der Mediengruppe Online einladen – zu einem netten Abend zwischen Erfahrungsaustausch, Vernetzung, Fachsimpeln und Smalltalk.

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Club Delphin

Äußerst skurril. Da trifft man seit über einem halben Jahr wieder eine Dame, die man damals nur einmal getroffen hat, die ich aber gerne öfters gesehen hätte, weil wir uns sehr gut verstanden haben – und ich immer auf der Suche nach Menschen bin, mit denen ich umgehen kann, und die mit mir umgehen können.

Sie hat sich damals nicht mehr gemeldet, weil sie bald nach unserem Treffen eine Beziehung angfangen hat. Hmmm.

Mädels! Wir Männer sind nicht immer nur darauf aus, euch sexuell und beziehungstechnisch auszuweiden! Nein. Das will ich euch mal in das Stammbuch schreiben. Also zumindest ich darf mich glücklich schätzen, in meinem engen Freundeskreis sehr viele Mädels vertreten zu haben – einige  haben sogar den Ehrentitel „Engerl“.

Mehr Engerl für die Welt! Und mehr Engerl für mich! 😉
Und @ Unbekannte Andrea: Widersprechenden Informationen zum Trotz kann es sehr enge und feste Freundschaften zwischen Mann und Frau geben.

Denk mall analog

Work in Progress: Mein Denk mall analog hat sich heute wieder stark verändert.

So schaut es jetzt aus: (Anklicken für das VIDEO!)

Ausflug in eine andere Welt

Beim Pädak-Fest.

Interessante soziologische Studien meinerseits.

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Elk-Test beim Publizistik-Fest

Echte Österreicher

Hab mir gestern aus meiner DVD-Sammlung den Klassiker „1. April 2000“ angesehn.

Ein österreichischer Film aus dem Jahr 1952 – also noch in der „Besatzerzeit“ entstanden, mit einem Promi-Aufkommen, das seinesgleichen sucht: Hilde Krahl, Josef Meinrad, Judith Holzmeister,Curd Jürgens, Hans Moser, Paul Hörbiger, Helmut Qualtinger, u.a.

Ich zitiere wikipedia: Es handelt sich um einen Science-Fiction-Film, der einerseits dazu dienen sollte, den Österreichern nach der Trennung Österreichs von Deutschland im Jahre 1945 ein spezifisches „österreichisches Bewusstsein“ zu vermitteln, das sich von Deutschland und damit auch vom Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust abgrenzte. Pikanterweise vertraute man diese Aufgabe einem Regisseur an, der während der Zeit des Nationalsozialismus erheblichen Einfluss auf das Filmschaffen hatte. Der Film arbeitet sehr argumentativ mit der landes-typischen Mentalität und retouchierter Historie (und neu gefundener Identität?).

1april2000.jpg

Das Filmchen ist am Anfang recht witzig: Der österreichische Ministerpräsident erklärt – eh kloa – in Schloß Schönbrunn vor den Besatzungsmächten die Unabhängigkeit von Österreich. Daraufhin zeigen die Mächte Österreich bei der Weltschutzkommission oder so ähnlich an – und die kommen mit einem Ufo zum Schloß Schönbrunn (mit dem Seitenhieb, dass sie vorher in Australia landen statt in Austria, soviel zum Selbstbewusstsein von Austria). Ufo-Landung vor Schönbrunn, juhuuu. Cool gedreht, hat was.

Diese Weltkommission (Vorsitz: Eine FRAU!!!) leitet ein Gerichtsverfahren (in der Hofburg!!!) gegen Österreich ein.

Und ab da wirds dann so richtig schleimig. Der österreichische Ministerpräsident, dargestellt von Josef Meinrad, bringt Beweise vor, dass Österreich kein Weltfriedensbrecher ist. Ihm gegenüber sitzen Vertreter aus allen Teilen der Welt, die sowas von patschert und eindimensional dargestellt werden, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt. Welchem Drehbuchautor es eingefallen ist, den Vertreter der arabischen Welt Hadji Halef Omar zu nennen, will ich gar nicht wissen.

Argumentiert wird hier mit der Geschichte Österreichs (hier natürlich alles nur herausgepickt und so dargestellt als ob Österreich seit tausenden Jahren NUR und NUUUURRR den Frieden auf der Welt sichern wollte). Und ganz komisch, aber typisch: Die Jahre ab 1938 – tja, die hats ja in der Geschichte Österreichs nicht gegeben, weil: Wir ham ja nix gwusst.

Wie die Welt-Vertreter überzeugt werden sollen, wird im Laufe des Films immer peinlicher. So wird die „Weinseligkeit“ hervorgekramt, Trachtenjanker werden ausgepackt. Gegen Ende des Films will man dann wirklich nur mehr speiben.

Ab und zu schämt man sich, ein Österreicher zu sein.

A Perfect Day

Ich zitier hier mal Lou Reed, der weiß wovon er spricht. Und ich hab so perfekte Tage auch nur selten. Aber an diesem Tag hat wirklich alles gepasst. Sogar die verlorene Zeit zwecks verpassten Zug hama alles andere als verplempert.

Bald wieder.