Networking – ich weiß was du gestern gesoffen hast!


Schön langsam schlag ich mich derzeit durch alle Networking-Sites, die es so rund um den Erdball gibt.

Und ich war zu Beginn auch ziemlich fasziniert von den Möglichkeiten, von den Rückmeldungen, vom Netzwerken an und für sich (übrigens hat man früher dazu einfach “Freunderlwirtschaft” gesagt, aber mit N. ist das jetzt absolut positiv besetzt…).

Bis ich dann auf StudiVZ gestoßen bin und mal Fotoserien betrachtet habe.

Hier mal Abbildung Nummer 1: (Übrigens, die Namen habe ICH unkenntlich gemacht…)

studivz.jpg

So – da hats mir als alter Datenschützer schon mal ein bissl die Haare aufgestellt: Bei jeder dieser charmanten Damen ist so eine Art Zielfernrohr, wenn man mit der Maus drüberfährt, erfährt man die Namen der Person und des Erstellers des Bild-Eintrags.Schön. Und das ganze ist auf den Profil-Seiten auch noch vernetzt – in etwa so: Auf 145 Bildern findest du Mr. X.

Kleiner Exkurs dazu:

Neue Features auf Facebook, an denen sich ein Streit entzündete, heißen “News-Feed” und “Mini-Feed”. Sie informieren Facebook-Mitglieder automatisch über Änderungen in den Profilen ihrer Freunde. Sie zeigen auch, wer wen als Kontakt hinzugefügt hat,…
…wer wo etwas kommentiert hat, wer einen Kontakt gelöscht hat oder wer sich welcher Gruppe angeschlossen hat.

Die Gegner der Neuerung befürchteten, dass das neue Feature für Stalking missbraucht werden könnte.

Auch nutzen Personalchefs schon seit längerem die Plattformen, um die Bewerbungen von Hochschulabgängern zu prüfen. Die eigentliche Neuerung der Feeds bei Facebook liegt darin, dass jeder mit dem neuen Werkzeug den Blicken anderer in einem höheren Maße ausgesetzt ist als zuvor.

–>All diese Zeilen stammen aus der Süddeutschen Zeitung, wers ned glaubt.

Meine Moral von der Gschicht:

Damen und Herren – natürlich, kann ich bestätigen – wir suchen ja grad drei Online-Redakteure (m/w) für DiePresse.com – und ich übernehme es höchstpersönlich, den Big Brother zu spielen.Und wenn ihr es mir so leicht macht wie auf StudiVZ, dass ihr die Bilder, auf denen ihr eingeraucht, besoffen und nackt herumhüpft, brav mit eurem Namen verknüpft, macht ihr es mir leicht, beim Vorstellungsgespräch mal ein wenig anders einzusteigen…

Ihr macht es den Datenjägern wirklich sehr leicht. Danke, sagt Mr. Big (Brother).

Man sieht sich – im Netzwerk.

Noch ein paar Links zum Nachdenken:

Wie Facebook einen Single entlobt

Der Umgang mit privaten Daten

Sie verkaufen eure Daten

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