Sowjetisch für Liebhaber


Im heute sogenannten „Allrussischen Ausstellungszentrum“, eine interessante Sehenswürdigkeit aus der stalinistischen Epoche der Sowjetunion. Seit 1939 werden hier die Errungenschaften der UdSSR in großen Pavillons mit den Insignien der Macht präsentiert.

Die Pavillons sind aber durch den Turbokapitalismus schon zweckentfremdet worden.

Ist schon ein komisches Gefühl, wenn man hinter der riesigen Lenin-Statue in den Tempel hineingeht und plötzlich reiht sich da drinnen ein Gschäftl nach dem anderen mit Westprodukten Ende nie. Der Lenin tät sich ja im Grab bzw. in seinem Mausoleum umdrehen.

A propos Mausoleum: Das war schon ein erhebendes Gefühl, das wird richtig zelebriert mit Wachen und langem Anstellen und Sicherheitskontrollen. Dann darf man im Mausoleum einmal um Lenin herumwandern. Ganz friedlich liegt er dort. Und schaut doch irgendwie aus wie eine Wachsfigur. So aus Wachs wie seine Ideen. Weil ihm gegenüber auf dem Platz im großen Gum-Kaufhaus werden nur mehr die teuersten West-Waren verscherbelt. Eine Stadt voller Gegensätze…

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