Archiv für den Monat Januar 2008

Über Polen und Minsk nach Moskwa mit dem Popschometer

Wenn einer eine Reise tut nach Moskau, dann sollte er das nicht mit dem Flugzeug machen, sondern mit der guten alten Eisenbahn. So haben wir uns das zumindest gedacht.
Und die 33 Stunden der Anreise haben schon was gehabt – langsame Annäherung an unser Reiseziel.
Wirklich ein tolles Erlebnis: Der Radwechsel an der Grenze zu Weißrussland, wo die Waggons plötzlich in eine riesige Halle gerollt werden und „auf’packlt“.
Und die immer gleiche Landschaft in Polen.
Und Minsk.
Und den russischen Speisewagen. Hat so ausgesehn wie ein Lokal aus dem 15. Bezirk, das man auf Schienen gestellt hat. Aber das Bier war schon mal gut und günstig. Will auch gar ned schimpfen – so ein Ostblockscharm hat schon eine gewisse Wärme.
Zwischendurch haben wir dann auch richtig gutes Kabarett gemacht. HERR K. und seine Eminenz haben den Popschometer-Sketch entwickelt und das haben wir dann in allen möglichen verteilten Rollen gespielt.
Ein paar Tage später dann auch in verschiedenen Sprachen. Aber dazu mehr ein andermal…

Rot ist der Platz am Roten Platz

Roter Platz in Moskau. Ein Jugendtraum geht in Erfüllung.

Ist noch in Erinnerung, wie man im Fernsehen die Bilder von den Paraden gesehen hat, wo die riesigen Raketen vorm Breschnev vorbeigerollt sind. Und jetzt ist mitten am Platz ein Eislaufplatz. Naja. Hat auch was von der Abschreckung verloren.

Jedenfalls schon einige kalte Schauer über den Rücken beim ersten Betreten und Vor-dem-Lenin-Mausoleum-Stehen. Dabei sind wir damals erst nur als Gegenpart zu den Nazis in unserer Klasse als Kommunisten aufgetreten. Aber dann haben wir uns damit beschäftigt. Und wollten daran glauben, dass der Real-Sozialismus funktionieren kann. Was man nicht alles glauben kann…

Русский Стиль

Moskau. Eineinhalb Wochen lang. Pulsierende Stadt. Teure Stadt. Imposante Stadt.

Hochsicherheitstrakt-Stadt. Metalldedektoren. Alkoholverbot zu Silvester. Disziplin.

Мавзолей В.И.Ленина.

Und viel mehr – werd ich in den nächsten Einträgen noch von dieser Weltstadt erzählen können.

Zuerst mal ein erster Schnappschuss, aufgenommen im Park bei den Sperlingshügeln:

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Nur ja nicht in die Luft schießen, könnte gefährlich werden. Ansonsten: Überall anders hin schießen ist den Russen wurscht 😉