Der Columbo in mir


Wie nah doch öfters Freude und Enttäuschung liegen können. Erst Freude über eine mutmaßliche Zuneigungsbekundung, dann Enttäuschung wegen Absage eines Termins.

Und im Hintergrund beginnen wieder Gedanken herumzuschwirren, blockieren das Denkvermögen, lassen das Gehirn nicht los und mich nicht frei.

Gedanken, bei denen das Negative im Vordergrund steht. Einfach zu schnell ins Ungleichgewicht gestoßen. Wegen zu hohen Erwartungen? An mich? An sie? Wahrscheinlich.

Ganz sicher eigentlich. Doch immer öfter komm ich mir vor wie der Herr Inspektor Columbo. Aber nur wegen dem schnoddrigen Aussehen. Und wegen seiner genauen Beobachtungsgabe und Analyse. Wegen seiner Aufklärungsarbeit. So weit bin ich auch schon.

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Der Unterschied: Columbo überführt Mörder. Und ich überführe mein Seelenleben. Das sich immer wieder ins Ungleichgewicht begibt. Ins Wanken kommt.

Was kann ich jetzt lernen vom Herrn Inspektor?

Schau ma sich mal dieses an:

Columbo ist ein ungepflegt wirkender, scheinbar begriffsstutziger Polizeibeamter. In Wahrheit ist er jedoch hochintelligent und löst seine Fälle durch sehr genaue Beobachtung von Details und kleinen Widersprüchen, während er fortwährend Zigarren raucht. Zu Columbos Charakteristik gehört, dass er sich oft beim Verlassen eines Raumes an der Tür noch einmal umdreht und dem Verdächtigen eine entscheidende Frage stellt, typischerweise eingeleitet mit „Da wäre noch eine Kleinigkeit …“ oder auch: „Ich hätte da noch eine Frage …“, oft mit charakteristisch erhobenem Zeigefinger.

Die Graue Eminenz ist ein ungeplegt wirkender, scheinbar begriffsstutziger Redakteur. In Wahrheit ist er jedoch hochintelligent und löst seine Seelenschmerzen und Liebeskummerphasen immer wieder durch sehr genaue Beobachtung von Details und kleinen Widersprüchen, während er fortwährend Zigaretten raucht. Zur Charakteristik der Grauen Eminenz gehört, dass er nicht immer gleich funktioniert, also mehr so wie ein Zwei-Phasen-Tabs: Monatelang M stellt er entscheidende Fragen, erreicht alle gesetzten Ziele, oft mit charakteristisch erhobenem Zeigefinger. Dann wieder monatelang zermartert er sich hingegen nur den Kopf über entscheidende Fragen, ohne sie zu stellen.

Monatelang war ich in der zweiteren Phase. Also auf in die erstere Phase. Und es entsteht der Graue Columbo.

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Ein Kommentar

  1. also, herr eiminenz, der du dich als columbo siehst. ich glaube ja, dass du eher im monkschen universum agierst. nirgends anstreifen und ein bisscchen ängstlich. weil sonst müsste man sich nicht so ein vorbild wie columbo suchen. monk rulez

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