Archiv für den Tag 15. Februar 2009

Learning English with Austrofred

Der „Champion“ ist wieder in der Stadt: Derzeit treibt Austrofred im Wiener Rabenhof sein Unwesen und will uns Englisch beibringen.

Ob die Übung gelungen ist, wissen wir jetzt nicht genau – da hätten wir die Zuschauer noch abprüfen müssen. Aber eine lustige Verarsche der pädagogischen Techniken ist diese Show auf jeden Fall.

Austrofred wuselt wie immer mit seinem Freddy-Mercury-Outfit über die Bühne und beschimpft das Publikum – obwohl diesmal eigentlich im Kindergeburtstags-Stil. Da hats schon mal mehr Pfeffer gegeben. Sehr schön aber, wie er ganz gereizt einfach eingschnappt ist und aufs Publikum spinnt und dann „Dienst nach Vorschrift“ macht.

Bester Moment: Die Diashow, bei der das Publikum im Chor alles dem Herrn Lehrer nachsagen muss. Inklusive Ambros-Verarschung. Und der hats verdient.

Das Publikum hätt ein bissl mehr von den hochphilosphischen und leicht proletoiden Betrachtungen des Herrn Fred verdient. Über das Leben, den ORF und den Austropop an sich. Mehr davon!

Leider gibts  keine neuen musikalischen Darbietungen. „Eich Dodln gib i Gas“ wär ein schöner Abschluss (auch für die Englisch-Ausbildung!), der fehlt leider auch. Bei so einer Bühne wie im Rabenhof springt bei den Musikeinlagen halt auch schlecht der Funke aufs Publikum über – da muss man schon auf ein Konzert von ihm und mal kreuz und quer zu seinen Queen-Versionen mit Austropop-Texten herumhampeln.

Ich vergeb trotzdem vier von fünf Sternen und empfehle: Anschaun. Weil: Austrofred is the Champion. Isn’t he?

austrofred

Apres Ski in Flachau

Flachau, der Heimatort von Hermann Maier. Ein relativ grauslicher Skiort. Dort schaut alles aus, wie wenns nur Kulisse wär und die Piefke-Saga längst Realität.

Wir warn dort in den Apres-Ski-Lokalitäten. Und wie es bei diesen Events so ist: Man muss schon halbwegs besoffen sein, um das Gegröle auszuhalten. Vom Hofstadl bis zum Musistadl.

Ganz grauslich: Der Hofstadl. Mit Ofenziegeln im Tittenstil. Und Sauf-Dröhn-Musik. Und alt sind wir uns drinnen vorgekommen. Und das nennt sich Apres-Ski-Tempel…

Ein bissl weniger grauslich: Der Musistadl. Eine Disco, die aussieht wie die alte Deko vom Musikantenstadl. Die Musik ist halbwegs ok, ein bissl zu volksdümmlich. Aber alles gut organisiert dort. Und die Tanzband, die dort aufgetreten ist, hat so richtig Stimmung gemacht und verdient meinen großen Respekt:  Wer Falco nachspielt, muss sich schon viel zutrauen – und sie warn nicht mal peinlich dabei.

Übrigens steht in Flachau das schiachste Denkmal der Welt: Das von Hermann Maier.