Archiv für den Tag 14. Mai 2009

Krampus und Nikolo

Endlich einmal ein Süssigkeiten-Automat, der korrekt befüllt ist! Leider nicht ganz zur Jahreszeit passend. Aber Krampus und Nikolo im Automaten haben jetzt sogar schon den Osterhasen überlebt. Kommt vielleicht davon, dass man sich nichts rausnehmen darf. Ist nur ein Schauobjekt im Technischen Museum. Und zwar zur Sonderausstellung „Geschmackssache“. Die ist bereits im Oktober gestartet, und damals wars ja fast zeitgemäß, dass hier Nikolo und Krampus rausgrinsen. Schad, dass man den Automat nicht bedienen konnte. Ich wollt dem Nikolo nämlich mal die Ohren langziehen und ihn so zum Osterhasen machen. Und das vor Pfingsten. Aber da gibts ja kein Viecherl dafür. Oder hat schon wer einen Heiligen-Geist-Schoko gesehn?

P4230671

A faire Milch: „Heimische Milchfee statt EU-Milchsee“

Derzeit läuft eine Plakat-Aktion für den Fortbestand der Milchbauern in Österreich: A faire Milch. Bin übrigens drauf hingewiesen worden, dass es dieses Milchprodukt eh schon ganz lange gibt. Mir fällts erst jetzt auf, wegen dem Plakat mit der Kuh, die einen Schatten mit Kreuz drauf wirft.

Ganz köstlich auf der Homepage: Das Milchipedia 😉 Ja, was man aus Milch so alles machen kann. Nicht nur Topfen. Und um was gehts der Aktion eigentlich?

A faire Milch ist 100 % aus Österreich. Nur wo „Guat. Fair.“ drauf steht, ist auch 100 % Zukunft für unsere heimischen Bauern drinnen. Genauer gesagt, jeder Liter davon wurde von einem österreichischen Milchbauer oder-bäuerin gemolken und von einer österreichischen Molkerei abgefüllt.

Hört sich ja fast ein bissl nach FPÖ-Werbung an. „Heimische Milchfee statt EU-Milchsee“ tät ich als Plakat mit dem grinsenden HC Strache vorschlagen. Die Blauen selbst sind aber wahrlich nicht in den heimischen Bio-Milchkübel gefallen, bevor sie zum dichten begonnen haben, nicht umsonst reimen sie zum Beispiel „Für Österreich da – statt für EU und Finanzmafia“. Schon ein bisschen holprig. Und dem Menschen, der „Abendland in Christenhand“ gereimt hat, will ich jetzt auch nicht unbedingt einen intellektuellen Tiefgang unterstellen. Gewählt werdens ja trotzdem wieder, die blauen Fratzen. Was solls. Der Österreicher lernt halt nicht dazu. Nicht in 1000 Jahren.

Aber wurscht, zuviel abgeschweift. Ich will die Bauern nicht in einen Topf mit den Blauen werfen! Im Gegenteil, der Milchpreis bringt die heimischen Milchbauern ziemlich in Bedrängnis. In meiner bäuerlich geprägten Verwandtschaft haben schon einige ihre Nebenerwerbslandwirtschaften aufgegeben, weil es sich einfach hinten und vorne nicht rechnet. Dazu hats in Wien ja vor einiger Zeit eine Demo gegeben. (>>Hier gibts Bilder dazu)

Nur mehr am Hof einer meiner Tante gibt es Viehwirtschaft. Ein uralter Stall voller Kühe. Lang, sehr lang, ich glaub seit die Wirtschaft bei meiner Oma aufgegeben worden ist, war ich nimmer in einem Kuhstall. Waren dann am letzten Wochenende Erinnerungen an die Kindheit. Der eigene Geruch, ich schreib jetzt nicht dass es stinkt. Das Ausmisten, das Gemuhe der Kühe. Hat was. Aber natürlich ein ziemlicher Arbeitsaufwand. Zweimal pro Tag den Stall machen. Und das fast nur für den Selbstkostenpreis. Also: Rettet die letzten Kleinbauern!

P4180598 P4180613

P4180621 P4180601