Varadero: Das All-Inclusive-Dorado


Varadero ist weltbekannt für seine schönen Sandstrände – und Abertausende Touristen tummeln sich dort auf der über 20 Kilometer langen Halbinsel ca. 140 Kilometer östlich von Havana.  Es ist die Domäne der All-Inclusive-Hotels – viele fahren dort zwei Wochen hin und erklären dann, dass sie in Kuba waren. Aber das stimmt so nicht ganz:  In Varadero lernt man Kuba nur bedingt kennen, Kubaner dürfen hier teilweise nicht mal rein.

Nur am Beginn der Halbinsel, wo wir waren, bekommt man einen kleinen Einblick in die kubanische Seele und das kubanische Leben. Die reichen Kubaner bzw. die guten Parteisoldaten dürfen am Beginn der Halbinsel urlauben. Und auch wir sind dort abgestiegen, im Hotel Herradura direkt am Strand.

Als „seelenlos“ wird Varadero in Reiseführern beschrieben – das stimmt bedingt leider sogar. Hier ist der Massentourismus zuhause. Als Einstieg in unsere Kuba-Tour war es aber ganz gut gewählt: Kubanisches Lebensgefühl in der Light-Version. Als kleiner Starter: Denn auch hier wird an den Oldtimer-Autos herumgeschraubt. Und auch hier gibts die Kubaner, die Siesta vor dem Haus machen. Und auch hier stehen die Kubaner mit dem Plachea-Rum-Tetrapack im Meer und kommen so ins karibische Feeling – und das am Atlantik.

Eigentlich wollten wir ja in einer Casa Particulare wohnen – so etwas wie eine private Frühstückspension. Aber das gibts – zumindest offiziell – in Varadero nicht. Aber trotzdem waren wir mal bei einer älteren Dame in ihrer Casa am ersten Abend – vermittelt hat sie uns dann aber „nur“ ein günstiges Hotel…

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