Weihnachten erledigt: Das Gansl ist geschlachtet


Herr Norbert hat zum Weihnachts-Gansl-Essen geladen. Damit ist Weihnachten vorgezogen erledigt. Nur mehr Knochen sind von der stolzen Gans übriggeblieben.

Das gute Gansl bleibt einem allerdings im Hals stecken, wenn man sich überlegt, welchen Leidensweg diese arme Kreatur sehr oft durchmachen muss, um auf unseren Gabentisch zu kommen. Die industrielle Tötungsmaschinerie unserer Wohlstandsgesellschaft schreckt nicht vor Tier-Folterungen zurück. Und das alles zur Profitmaximierung. Denn wozu sonst werden Gänse lebend gerupft? Um das Federkleid mehr als einmal verkaufen zu können. Und wozu werden Gänse gestopft? Der Mensch ist ein Untier. Gut, dass uns der Klimawandel alle wegspülen wird. Leider auch die armen Kreaturen, die schon unter uns Herrenmenschen leiden müssen.

Um auf das Gansl zurückzukommen: Wenn schon Gansl, dann Biogansl oder eines vom Bauer des Vertrauens, wo man auf artgerechte Haltung zählen kann!

In Österreich zwar verboten, wird das erbarmungswürdige Federvieh jedoch zu Tausenden in Ungarn für den französichen, deutschen bzw. österreichischen „Gourmet“-Markt gezüchtet und qualvoll gestopft.

Bevor diese pathologischen Organe („foie gras“) auf den Tellern herzloser „Feinschmecker“ landen, müssen die Gänse/Enten ein mehr-wöchiges Martyrium über sich ergehen lassen. Mehrmals täglich wird ihnen ein ca. 50 cm langes Metallrohr durch den Hals bis in den Magen eingeführt. Durch dieses Rohr wird täglich 1 kg verquollener, stark gesalzener Maisbrei in den Magen gepresst. Diese Menge entspricht ca. 20% des Körpergewichtes der Tiere!

Mehr Infos: Tierrechtsfilme.at

Das Lebendrupfen ist weit verbreitet. Die verängstigten Vögel werden mit gefesselten Beinen am Hals genommen und bekommen dann alle ihre Körperfedern ausgerissen. Die kämpfenden Gänse erleiden Verletzungen und werden nach ihrer schweren Prüfung zu ihren Leidensgenossen zurückgeworfen, bis sie wieder an der Reihe sind. Diese Qual, die von Tierchirurgen und sogar Gänsezüchtern als „extrem quälerisch“ beschrieben wurde, beginnt, wenn die Gänse erst acht Wochen alt sind. Sie wird dann in Intervallen von acht Wochen zwei oder dreimal wiederholt. Dann werden die Vögel geschlachtet.

Auch hierzu mehr Infos: Tierrechtsfilme.at

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Ein Kommentar

  1. … da bleibt einem die Gans wirklich im Halse stecken.. Bio Bio Bio sag ich da mal, der Bauer dem Mann/ Frau vertraut. Vielleicht mag ja einer der Gansquaeler das Rohr in den Bauch bekommen, und derweil kahlgerupft werden.. Unsere Merkur Gans war dann aber ein glueckliches, oesterreichisches Prachtexemplar so wie ich den Herrn Norbert verstanden hab.. Hofft mein Gewissen jetzt wenigstens mal! Und, sie hat doch so gluecklich geschmeckt. Gut recherchiert seine Eminenz!!

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