Tag: 1. Januar 2010

Zwa Brettln a g’führiger Schnee, juchee!

Ich gehöre zwar nicht zu den Zeitgenossen, deren Lieblingslied „Skifoan“ von Wolfgang Ambros ist, aber seit der letzten Ski-Saison hab ich wieder Blut gerochen – oder besser gesagt Pistenluft und Pistenlust. Vorher war ich fast zwei Jahrzehnte nicht mehr auf den zwei Brettln gestanden. Aber es macht wirklich Spaß, über die schneebedeckten Berge hinunterzuwedeln. Auch wenn die Jagatees in den Hütten so kotzgrauslich gemischt sind, dass man sie fast nicht hinunterbekommt.

Diesmal waren wir kurz vor Weihnachten auf der Piste in St. Johann/Alpendorf. Bei schönstem Wetter und klirrender Kälte. Mit „Griass enk“ wurden wir bei der Skihütte empfangen – ein SB-Restaurant im Rustikal-Stil, wo es nicht einmal Kaspressknödel gegeben hat. Schlimm. Noch schlimmer: Wie der Tourimus die Skigebiete in McDonaldisierte Standard-Gebiete verwandelt, die überall gleich auszusehen haben. Der Tourist will sich ja überall auskennen. Und das allerschlimmste: Apres Ski-Hütten. Mit einer Musikauswahl, dass einem zum Speiben sogar zu schad ist: „Ich hab ne Zwiebel auf dem Kopf ich bin ein Döner – denn Döner – macht schöhöhöner.“ Brrrrr.

Rodeln waren wir auch auf der Bürgerbergalm bei Radstadt. Und wie Herr Kollege M. richtig angemerkt hat: „Die hams ned drauf die Radstädter.“ Das sei einfach mal so dahingestellt.

Advertisements