Strache vom Kaiser aufgeplattelt


So ein blechern gekünsteltes leicht irritiertes Lachen hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache schon lang nicht mehr gezeigt. In der Satireshow „Wir sind Kaiser“ hatte er eigentlich nicht viel zu lachen: Mit Glace-Handschuhen ist er vom „Kaiser“ Robert Palfrader  nicht unbedingt angefasst worden.

Der Bläuling in der österreichischen Innenpolitik ist ein bisschen ins Wanken gekommen. Obwohl der Kaiser auch „alle Völker mag, wenn sie sich nur unterwerfen“, die Ausländerpolitik der FPÖ wurde ziemlich aufs Korn genommen: „Das Schnitzel ist aus Italien, der Kaffee und die Kipferl aus der Türkei, jetzt sogns amoi wos is do schlechtes dran? Wo kommt der Hass her – ham sie vielleicht bei einem All-Inclusive-Urlaub kein Schnitzel mehr am Buffet bekommen?“ Und nachdem Strache mit einem „Jawohl“ darauf antwortete, dass man bei Hof nur reden dürfe, wenn man gefragt würde, kommentierte das der Kaiser mit: „Na, das kann er aber gut, der Strache. Man könnt glauben, er hat eine paramilitärische Ausbildung.“

Schön auf der Schaufel war er und er konnte sich fast nicht runterwinden. Interessant: Er wollte partout mit seinen Wahlkampfsprüchen hausieren gehen, und das in einer Satire-Sendung. Der Kaiser ließ ihn aber eh „anrennen“. Parteiwerbung hat auch nichts verloren in einer Satiresendung. Schlecht gebrieft, Herr Strache. Und verwunderlich, dass es dazu keine OTS-Aussendung aus dem FPÖ gegeben hat a la „linkslinker ORF“.

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3 Kommentare

  1. interessant, dass dieser auftritt von den linksschwebenden so bewertet wird, als wenn strache einen fehler gemacht hätte. im endeffekt hat er aber nur bestätigt, was linke von ihm denken –> dass er nicht viel im hirn haben dürfte. seinen fans hat es aber sicher gefallen, wie er aufgetreten ist. hab auch schon munkeln gehört, dass diese jetzt nicht mehr so vom „kaiser“ begeistert sind. und: strache hat es auch geschafft, einige seiner themen wenn schon nicht durchzubringen wenigstens kurz anzuschneiden. ein zweischneidiges schwert also, wer da jetzt wirklich gut ausgestiegen ist. und ist nicht schlechte pr besser als keine?

  2. Respekt vor den Leistungen unseres Kaisers in dem Gespräch…und ich hab sehr gelacht. Dennoch sollte man solchen Untertanen keine Bühne bieten und schon gar nicht 2x hintereinander.

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