Bologna burns, aber springt der Funke über?


Demonstration gegen das neue Bologna-Studiensystem und die Konferenz zu dessen zehnjährigem Jubiläum in Wien. Laut ÖH haben zu Beginn der Kundgebung beim Westbahnhof 3000 mitdemonstriert – beim Marsch Richtung Hofburg wurden es dann aber viel mehr. Viele bekannte Gesichter hat man gesehen – die Demos im Zuge der Audimax-Besetzung sind ja noch nicht lange her. Ein bisschen dürfte aber trotzdem die Luft draussen sein nach monatelangen Protesten im vorigen Jahr, aber auch der Wintereinbruch hat sicher viele abgehalten vorm Gang auf die Straße.

Wogegen genau wird demonstriert? Zitieren wir die Seite „Bologna Burns“:

Bologna ist nicht nur der Name einer Stadt, sondern bezeichnet auch einen Hochschulreformprozess, der in den letzten 10 Jahren verheerende Auswirkungen auf die Universitäten ganz Europas gehabt hat.

Am 11. und 12. März 2010 wollen nun die Bildungs- und WissenschaftsministerInnen aus 46 Ländern das 10-jährige Bestehen des Bologna-Prozesses in Wien feiern. Aber sie werden nicht alleine sein – keine Party ohne uns!

Was ist jetzt wirklich drin in Bologna (nicht die Stadt, das wird auf „Bologna Burns“ auch dezidiert hingewiesen – „Kein Grund die Fackeln auszupacken – diese Webseite hat nichts mit der italienischen Stadt zu tun und wir haben natürlich auch nicht vor, diese anzuzünden.“)?

Die Bildungsminister von 29 Staaten haben 1999 im italienischen Bologna einen europäischen Hochschulraum vereinbart. Grundlage dafür ist eine einheitliche Studienstruktur mit den aufeinander aufbauenden Abschlüssen Bachelor, Master und Promotion.

Der Bologna-Prozess verfolgt drei Hauptziele: Die Förderung von Mobilität, von internationaler Wettbewerbsfähigkeit und von Beschäftigungsfähigkeit.

Das ist so ziemlich alles in die Hose gegangen. Ins Positive verändert hat sich dadurch allerdings so gut wie nichts. Im Gegenteil, alle sind unzufrieden. Studenten, Universitäten und das Ministerium wünschen sich eine Überarbeitung. Der Freiraum auf der Uni wurde vor allem bei Bachelor-Studien drastisch eingeschränkt. Da muss wohl noch einiges verändert werden.

>>>Bilder-Show: „Bologna Burns“ in Wien

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