iPad im Retro-Stil


Apple ist wieder ein Meisterstück gelungen: Schon vor der Präsentation des Tablet-PCs iPad waren die Vorschusslorbeeren groß – und obwohl das neue „Wunderding“ in Europa noch immer nicht erhältlich ist, überschlagen sich vor allem die Zeitungsherausgeber in Lobgesängen und Hymnen: Das iPad soll nämlich das Zeitung lesen revolutionieren, nach deren Meinung. Eine Zeitung 2.0 also? Sehr interessant vor dem Hintergrund, dass vor Jahren die Wichtigkeit des Internet von allen Herausgebern vollkommen verschlafen wurde bzw. es verabsäumt wurde, Bezahlmodelle zu entwickeln. Und nicht mal heute wird von den Verlagen genug Geld in die Entwicklung der Portale investiert.

Und das soll jetzt durch das simple Tablet-Gerät anders werden: Plötzlich springen alle auf die iPad-Euhorie auf, eigene Apps für das Tablet werden entwickelt. Und Apple hat die Euphorie bewusst geschürt, die Marketingfritzen wissen, wie man die Apple-Waffen am besten einsetzt.

Ich persönlich bleibe skeptisch: Vom Hype wird in einiger Zeit nicht viel bleiben. Ja, es ist ein interessantes Ding, das man da in den Händen hält. Aber ich wüsste nicht, wieso ich mir eines kaufen sollte: Da tut es das iPhone auch. Und ich hab nie nach dem Missing link zwischen iPhone und MacBook gesucht – und das soll es auch nicht sein. Und ob es das Zeitungslesen revolutionieren kann? Auch hier bleibe ich sekeptisch. Ich glaube, der Zeitungsleser wird nach wie vor das Papier bevorzugen. Investiert gehört in alle elektronische Dienste, Zeitung und deren Portale müssen mehr und mehr verschmelzen – Apps für ein jetzt gehyptes Tablet werden wohl nicht kriegsentscheidend werden.

Am meisten amüsiert beim iPad-Test hat mich das Spiel Labyrinth: Schon als Kind hatte ich ein solches aus Holz: Und das iPad hat so ziemlich die selbe Größe und durch Bewegung des Tablets kann man auf hunderten Ebenen durch verschiedenste Labyrinthe navigieren.

Ich gehöre halt zur Generation, die mit Pac Man und Donkey Kong aufgewachsen ist. Und dafür gibts im Netz endlich die richtige Erweiterung für das iPad: Es fungiert als Bildschirm für einen Mini-Spielautomaten im 80er-Jahre-Stil. Sinnlos zwar, denn das iPad reagiert auf Bewegungen des Geräts. Das macht dann den Joystick und die Feuertaste vollkommen überflüssig. Aber egal. Zumindest „Bild“ ist auf den Aprilscherz (der auch so ausgezeichnet war!) von meedia.de hineingefallen. Aber den Kollegen vom Bild-Blog kann man nichts vormachen.

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