Thievery Corporation live in Wien


Ein schönes Sommer-Konzert sollte es werden, in der Open-Air Arena. Das Wetter machte wie so oft einen Strich durch die Rechnung – das Konzert wurde in die Gasometer-Halle verlegt. Was sowohl Einschnitte beim Sound als auch bei der Stimmung bedeutete. Ich wär lieber mit Gummistiefeln im Dauerregen in der Open Air Arena gestanden.

Die Thievery Corporation, 1995 gegründet und unter anderem durch ein DJ Kicks Album von Kruder und Dorfmeister bekannt geworden, überraschten mit ihrer Bühnenperformance. Die zwei Masterminds zogen sich auf eine im wahrsten Sinne des Wortes Kommandobrücke zurück und ließen ihre Musiker vor ihren Füßen tanzen. Und das funktionierte sehr gut. Bei jedem zweitem Song andere Sänger auf der Bühne – fast ein bisschen Festivalstimmung kam hier auf. Das Kollektiv ist zu einer Ethno-Groove-Band geworden – mit Klängen aus Brasilien über Jamaika bis Indien.

Obwohl ihre Musik mit einer Melange aus Downbeat-, Lounge– oder Nu Jazz-Sounds mit Elementen des Bossa Nova, Dub und jamaikanischem Reggae doch chillig und ruhig angelegt ist überzeugten sie mit starken Live-Versionen. Der „Warning Dub“ fiel wuchtig aus und überforderte die Soundanlage des Gasometer. Viel Wirbel auf der Bühne, abwechslungsreich – und man sah es den Musikern an, dass sie Spaß bei der Sache haben. Gelungen!

>>KRITIK von Samir Köck

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