Freeparade: „Wer sich nicht bewegt, bewegt nichts“


Zum bereits vierten mal fand die Freeparade in Wien statt. Trucks mit DJs und lauter elektronischer Tanzmusik zogen vom Westbahnhof über die Mariahilfer Straße bis zum Resselplatz. Trotz wummernden Bässen und tanzenden Jugendlichen soll bei dieser Veranstaltung auf konkrete politische Anliegen aufmerksam gemacht werden: Der sogenannte „Mafia-Paragraf“ §278 wird scharf angegriffen  – alle Verfahren die unter diesen Paragrafen fallen, sollen beendet werden. Darüber hinaus wird gegen den Kapitalismus, gegen Sexismus, gegen Überwachung und für Solidarität demonstriert.

Ein Augenschein in der Mariahilfer Straße hat gezeigt, dass die einkaufenden Massen das Geschehen heute doch neugierig beäugt haben – es fielen jedenfalls keine bösen Worte. Inwieweit die Veranstalter damit mehr Verständnis für ihre Anliegen erreicht haben, bleibt aber abzuwarten.

In Österreich sind Demonstrationen ja meist unbeliebt, die Demo-Kultur ist so gut wie gar nicht ausgeprägt. Das bürgerliche Duckmäuser-Tum hat Vorrang. Und das Vertrauen in die Obrigkeit ist viel zu hoch ausgeprägt, es wird viel zu wenig hinterfragt.

Gut, dass sich noch viele finden, die auch nach Österreich eine Demonstrations-Kultur bringen wollen. Die Gewerkschaften sind dazu ja wohl nicht fähig – außer am ersten Mai. Aber das ist eine andere Geschichte.

>>Hier gibts alle Bilder

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