DIE GRAUE EMINENZ

Wiesen groovt

Posted in Konzert by eminenz on 25. Juli 2010

Jamiroquai, Gotan Project, Gil Scott Heron, Incognito beim Nova Jazz & Blues Night in Wiesen. Groovt. Funkt. Und: Interessantes Publikum. Mehr das zahlungskräftige, weil Vip-Bereich ausverkauft. Und mehr das ein bisserl ältere. Groovt. Funkt.

Menschenrechtsmarsch: Schuhplattler und Superhelden

Posted in Politik by eminenz on 21. Juli 2010

Aids-Marsch in Wien. Im Rahmen der Aids-Konferenz. Und der Ring war noch selten so bunt, obwohl die meisten in orangen T-Shirts auftraten, die ausgeteilt wurden. Bunt, weil multikulturell, vom Schuhplattler bis zum Trommler bis zum Tänzer. Und auch Superhelden durften nicht fehlen: Aus der Ukraine sind die Superhelden “Methadone Man und Buprenorphine Babe” angereist, die in ihren Comics für Drogensubstitutionsmittel werben.

Mittendrin: Gesundheitsminister Stöger, meist als “blass” bezeichnet, hier ganz vorn an der Front der Demonstranten. Später, bei der Kundgebung am Heldenplatz wurde er dann ausgebuht. Man sollte bei so einer internationalen Veranstaltung halt nicht in deutsch parlieren. Aber auch sonst ist Österreichs Beitrag zur Aidshilfe typisch österreichisch. Jetzt groß mitnaschen an der Umwegrentabilität der Konferenz – aber keine Kohle für die Aidshilfe rauslassen. Das kleinkarierte Österreich kommt also auch hier zum Vorschein.

An diesem Abend war das aber nur ein kleines Minus-Pünktchen. Stimmung beim Menschenrechtsmarsch perfekt. Ohne Kleinkariertheit.

>>Hier gibts alle Bilder und Berichte

Tanzen, tanzen, tanzen mit Prince in Wien: “We gotta keep it sexy”

Posted in Konzert by eminenz on 14. Juli 2010

Funky sexy groovy. Mein zweites Prince-Konzert in der Stadthalle nach dem vor über 15 Jahren auf der Donauinsel. Und Roger Prince Nelson hat nichts von seiner Ausstrahlung eingebüßt. Die Bühnenshow ist minimalistischer geworden. Dafür hat sich seine Professionalität, seine Bühnenpräsenz weiterentwickelt. Funk is in the House.

„Ihr seid am besten Ort der Welt – in diesem Augenblick“, hauchte Prince gleich zu Beginn ins Mikro. Und grinste. Das Publikum in der nicht ganz ausverkauften Stadthalle stimmte lauthals zu.

Zuvor war er, kurz nach 20 Uhr und nach minutenlangem Intro seiner Band, langsam auf die Bühne geschritten, griff zur Gitarre und startete den beinahe dreistündigen Hit-Marathon gleich mit seinem größten Treffer: „Purple Rain“. Von da an gab es kein Halten mehr: Weder im Publikum, noch auf der Bühne. Prince, von nun an in permanenter Bewegung, legte mit „Let’s Go Crazy“ nach. Seine Fans folgten dieser mit Hüftschwung vorgebrachten Aufforderung.

Die geplante Setlist – in einigen Boulevardmedien waren schon vorab Versionen veröffentlicht worden – warf Prince vollkommen über den Haufen. Überraschte schon sein Einstieg mit der eigentlich nicht als Konzertbeginn auf der Hand liegenden Hymne “Purple Rain”, erfand er sich ab dem Motto-Song des Abends “Let’s go Crazy” vollkommen neu.

Die verschiedenen Musikgenres, die er und seine hervorragende Band beherrschen, wurden in größere Blöcke geteilt. Nach 80er-Jahre Hits wie “1999″ im typischen Prince-Synthie-Stil folgten Stücke, auf denen Prince ausführliche und meisterliche Gitarren-Bluessoli ablieferte, von psychedelischen Projektionen im Stile der 70er Jahre begleitet.

Im nächsten Showteil konzentrierte sich Prince auf Soul – Höhepunkt war hier eine völlig neu als Duo interpretierte Version des Sinéad O’Connors-Hits “Nothing Compares 2U”.

Das Alter von 52 Jahren merkte man Prince Rogers Nelson dabei nie an, stets wirkte er cool, konzentriert, Herr der Lage. Er überließ für eine Umkleidepause seiner langjährigen Weggefährtin Sheila E. die Bühne – und dann ging es schneller, lauter und vor allem funkiger weiter. “We gotta keep it sexy”, lautete das Motto – hier sollte einfach nur getanzt werden. Und es wurde getanzt.

Auch auf der Bühne wurde getanzt: Prince ließ Tänzerinnen aus dem Publikum rekrutieren, die auf der Bühne mit ihm feierten, als seien sie am besten Ort der Welt. In diesem Augenblick waren sie es womöglich auch.

Insgesamt 16 Zugaben folgten: Unter anderem “Play That Funky Music”, “Controversy”, “Dance With Me In The Disco” und eine fulminante Funk-Version von “Kiss” – Prince kam für insgesamt fünf Zugabenblöcke wieder zurück auf die Bühne.

Die letzte dieser Zugaben kam für viele Zuschauer noch ziemlich überraschend – “Peach” spielte er als letzte Nummer bei schon aufgedrehtem Saallicht. Viele hatten da schon die Stadthalle verlassen. Obwohl sie gerne noch stundenlang mit Prince feiern wollten. Doch ein geplanter Club-Gig fiel ins Wasser.

>>Zur Kritik von Samir H. Köck

Die WM ist vorbei – der Tintenfisch ist gegrillt

Posted in Party, Spocht by eminenz on 12. Juli 2010

Wir haben einen neuen Weltmeister. Und Paul, die Orakel-Krake ist der eigentliche Gewinner dieser WM. Alle Spiele mit deutscher Beteiligung und das Finale korrekt vorausgesagt. Und ein Medienstar geworden. Dafür darf er jetzt auch in wohlverdiente Pension gehen.

Der Medienhype um Paul die Krake war schon sehr verwunderlich – Vorhersagen live im Fernsehen übertragen. Der Nachrichtensender n-tv mutierte gar zum Kraken-Sender, auf deren  Internet-Portal war dann auch ein grottenschlechtes Interview mit Paul nachgestellt.

Nach jeder Vorhersage Pauls gab es wütende Proteste und Drohungen von Fußballfans, ihn zu Tintenfischringen zu verarbeiten.

Und das ist jetzt auch ein Verdienst von Paul – Tintenfische und Oktopusse dürften sich derzeit ja ganz phantastisch verkaufen, jeder will jetzt mal gegrillte Stückchen probieren. So auch wir – wir haben den Bruder von Paul am Naschmarkt erstanden und ihn in Stammersdorf auf den Grill geschmissen. Obwohl die Fangarme am Grill etwas eigenartig aussehen, zu kleinen Teilen geschnitten schmeckt das lecker!

Nichtdestotrotz: Paul sollte dieses Schicksal erspart bleiben – viel Glück in deiner Orakel-Pension!

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Das Kraken-Orakel stellt sich gegen “Schland”

Posted in Satire, Spocht by eminenz on 6. Juli 2010

Ein Medienereignis, das an Skurrilität fast nicht mehr zu überbieten ist: Der Krake Paul aus dem Großaquarium Sealife in Oberhausen fungiert als Orakel für die Spiele der deutschen Nationalelf bei der Fußball-WM: Und diesesmal hat der Octopus eine Niederlage prophezeit:  Unter Beobachtung mehrerer Fernsehteams hat er sich für das mit der spanischen Flagge gekennzeichnete Muschelfleisch entschieden.

Der Nachrichtensender n-tv hat sogar live übertragen – mit einer Moderation wie bei einem Pferderennen, bei dem es um die Wurscht geht. Eine Sternstunde des Sportjournalismus.

Nach der Orakel-Vorhersage gingen die medialen Wogen hoch, bild.de war entsetzt:

„Paul kommt in den Topf“: Fan-Wut auf Kraken-Orakel

Der Verkauf von Tintenfisch dürfte auf jeden Fall in die Höhe schnellen, denn viele Deutschland-Fans sind sich einig: „Heute Abend gibt es Tintenfisch-Salat bei uns zuhause, dann wird alles gut.“

Bisher hat Octopus Paul alle deutschen Begegnungen der WM in Südafrika richtig “vorhergeschmeckt”, auch bei der Euro 2008 war er schon als Orakel im Einsatz – und damals sagte er nur das Finale falsch voraus – das war aber das Spiel Deutschland gegen Spanien.

Schon vor dem Spiel gegen Argentinien, das Paul richtig tippte (Deutschland hat 4:0 gewonnen), sorgte der Krake für Medienecho sogar in Argentinien:

Die Bild-Zeitung berichtete:

Geschmacklos! Die Argentinier drohen unserem Kraken-Orakel Paul mit dem Kochtopf, wollen ihn in die Paella schnippeln.

Der Oktopus aus dem Aquarium „Sea Life“ in Oberhausen hat alle deutschen WM-Spiele richtig getippt und für heute auf Sieg gesetzt. Paul hatte das Muschel-Leckerli aus dem deutschen Topf gefischt und den argentinischen verschmäht.

Das argentinische TV berichtete entsetzt darüber. Die Zeitung „El Dia“ druckt ein Rezept: „Es reichen vier normale Kartoffeln, Olivenöl je nach Geschmack und ein bisschen Pfeffer, um Krake Paul ein unbequemes Schicksal zu bescheren.“

Und wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, boten die Argentinier auch eigene Tierorakel auf:

Gegen das bisher unfehlbare Tier-Orakel, das einen deutschen Sieg im WM-Viertelfinale «vorhergesagt» hat, bieten die Südamerikaner in Buenos Aires und Mar del Plata die geballte heimische Tierwelt auf. Delfin Sayko, Seehund Macky, Schildkröte Jorge, Papagei Paco und die Promenadenmischung Clarito machten mit ihren Entscheidungen alles klar: 5:1 für Argentinien. Der internationale Tier-Spaß geht weiter.

Der Tintenfisch als Medienstar:  Es gibt eine eigene Facebook-Seite, die Tierschutzorganisation PETA wollte ihn freilassen und sogar Fälschungen wurden schon versucht -  ein Witzbold  hatte vorab ein gefälschtes Bild mit Paul auf dem spanischen Glas in Umlauf gebracht.

Interessant: Der Tintenfisch hat neun Gehirne – acht in den Fangarmen – und drei Herzen. Ob er sich wirklich für Fußball interessiert ist allerdings nicht überliefert.

Perfect Day

Posted in i.me.nenz by eminenz on 5. Juli 2010

Ab und an ist es genau gegenteilig, und dann kann man sich wieder an Lou Reed aufrichten. Zumindest probieren. Oder traurig sein, dass es nicht so ist. Und das seit 1972, da ist dieser Titel rausgekommen.

Just a perfect day,
Drink Sangria in the park,
And then later, when it gets dark,
We go home.
Just a perfect day,
Feed animals in the zoo
Then later, a movie, too,
And then home.

Oh it’s such a perfect day,
I’m glad I spent it with you.
Oh such a perfect day,
You just keep me hanging on,
You just keep me hanging on.

Just a perfect day,
Problems all left alone,
Weekenders on our own.
It’s such fun.
Just a perfect day,
You made me forget myself.
I thought I was someone else,
Someone good.

Oh it’s such a perfect day,
I’m glad I spent it with you.
Oh such a perfect day,
You just keep me hanging on,
You just keep me hanging on.

You’re going to reap just what you sow,
You’re going to reap just what you sow,
You’re going to reap just what you sow,
You’re going to reap just what you sow…

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