Archiv für den Tag 9. Dezember 2010

Underground-Sex

Sex sells. Neben diversen Unwahrheiten, Übertreibungen und boulevardesken Skurrilitäten setzt auch die Gratiszeitung „Österreich“ immer wieder auf dieses Thema. Diesmal ist die „Österrreich“-Redaktion im Internet fündig geworden: Auf einem YouTube-Video wird ein Pärchen gezeigt, das Sex in der Wiener U-Bahn hat. Für Österreich einen Blattaufmacher wert: „Sex in U-Bahn erregt die Welt.“ Ich will mir gar nicht vorstellen wie erregt die Ö-Redakteure sich das Video reingezogen haben. Den Film hat man auch ungeniert auf das „Österreich“-Portal oe24.at transferiert und wer sich doch nicht traut, dort hinzuklicken, der kann das ganze auch in Form einer Galerie ansehen.

Der Boulevard zieht also wieder einmal alle Register. Obwohl im Artikel vermerkt ist „Das Video lässt tatsächlich fast keine Fragen offen“ wird das Thema ausgeschlachtet. Also holt man den Chef des Erotikmagazins ÖKM, der „den Hype um das Video erklärt“. Und die Spitze des Grotesken ist am Ende des Artikels vermerkt: „Sie waren Zeuge des Vorfalls? Kontaktieren Sie uns unter der Adresse (…)“ – so will man wohl noch einige Nachzieher der Geschichte basteln. Vielleicht das Ganze nachstellen? Oder zeitgleich in allen U-Bahn-Linien Wiens?

Hier ist wohl wieder mal eine Grenze weit überschritten worden. Für die Quote wird alles gemacht („Zehntausende sahen sich inzwischen den Film auf oe24.at an“). Vielleicht waren die beiden U-Bahn-Porno-Stars ja von „Österreich“ engagiert?

„Österreich“-Chef Fellner schreckt einfach vor nichts zurück. Weils eh schon egal ist bei seinem Produkt. Glaubwürdigkeit? Ethik? Qualität? Nicht mit „Österreich“!

 

Grimmig dreinschaun

Wachpersonal hats nicht leicht: Bei der Bewachung von öffentlichen Gebäuden darf keine Miene verzogen werden, mehr noch – als Abschreckung muss so grimmig wie möglich dreingeschaut werden. Im Vergleich der Wachen – das linke Bild zeigt einen Wachmann vor dem Topkapi-Palast in Istanbul, das rechte einen vor dem Hradschim in Prag – gibt es aber einen eindeutigen Sieger: Der türkische Soldat schaut um einiges furchterregender drein als der tschechische.

Darüber flößt das Sturmgewehr im Anschlag natürlich mehr Respekt ein als der nicht bewaffnete tschechische Pförtner-Soldat. Eins zu null für die Türkei. Doch wenn die Türkei Europareife erlangen will, sollten die Wachen nicht unbedingt mit der Waffe im Anschlag vor öffentlichen Gebäuden stehen.

Um ein Haar

Haarverlängerung ist so einfach, wie hier demonstriert. Allerdings: Ich müsste bei dieser ökologisch und ökonomisch sehr zielführenden Haarverlängerung immer an der Seite dieser Dame bleiben. Wohl nicht möglich. Also bleibt meine Kappe meine Haarverlängerung. Auch ökonomisch…