Archiv für den Tag 20. Februar 2011

Europe is no Fortress

Europe is an Island.

Der europäische Gedanke dominiert vor dem europäischen Parlament in Strasbourg, hier an der Grenze zwischen Frankreich und Deutschland, symbolisch zwischen diesen beiden Ländern. Symbolisch auch meine Ehrfurchtsbekundung. Nicht nur Ehrfurcht, sondern auch ein bisschen am Pranger: Denn wohin steuert die EU? In Richtung „Fortress“. Und kaum mehr eine „Insel der Seligen“. Abschottung nach außen. Und ohne eine funktionierende außenpolitische Stimme. Die Revolutionen in den nordafrikanischen Staaten erwischen die EU auf dem falschen Fuß. Hat man diese Diktatoren doch immer hofiert, gute Geschäfte gemacht. Da wird nicht nach Menschenrechten gefragt. Da wird nicht nach den Lebensbedinungen gefragt. Wirtschaft geht vor allem. Und vor allem das Mubarak-Regime wurde auch aus geostrategischen Gründen unterstützt. Und wo bleibt die starke Stimme gegen das Abschlachten von Gadaffis Schergen in Lybien?

Jetzt stürmen wieder Tausende die Festung Europa – sie kommen mit ihren Schiffen von Tunesien nach Lampedusa – und werden wieder zurück abgeschoben.

Abschottung. Es krankt in Europa.


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Die Hoheitsabzeichen der Sowjetunion

Ich hatte einen Traum. In die Ritterrüstung geklemmt, aufs Pferd gesetzt, das nicht von hinten aufgezäumt war. Und in Richtung Sowjetunion gezogen. Als Herzbube, zur Eroberung dieses schönen Reiches. Die Rüstung war nicht notwendig, Diplomatie und nicht Duplomatie war gefragt. Denn: Die Sowjetunion war mir wohlgesonnen. Und legte die Waffen nieder. Was passierte hier? Ein Fehltritt von mir und meinem scheuenden Pferd. Dadurch verscherzte ich es mir mit einigen Sowjet-Teilrebupliken. Und darum zog ich von Teilrepublik zu Teilrepublik, und ich ließ die habsburg’sche kaiserliche Hochzeits-Diplomatie und die figl’sche Reblaus-Diplomatie spielen. Immerhin hatte zweiteres damals die Sowjetunion so wohl gesonnen, dass dieses große Reich den österreichischen Staatsvertrag unterzeichnete. Mein Pferd aber ward fort. Die Rüstung war weg. Ich war supernackt bis auf die Unterhose. So standen wir uns gegenüber und betrachteten uns. Und ich konnte endlich mein Geschenk übergeben. Mit allen Hoheitsabzeichen. Und großer Demut.

Wie es weiterging? Das werde ich in meinem nächsten Traum erfahren.

Dieses Exponat ist im Wiener Hotel „Le Meridien“ ausgestellt.