Das Tussi-Mobil


Ein schönes Fundstück aus Wien: Das Tussi-Mobil. Ganz in Pink. Und mit mehreren Playboy-Haserln aufgeklebt. Dass das Auto in Niederösterreich angemeldet ist, tut hier wahrscheinlich gar nichts zur Sache, Tussis dürften in ganz Österreich, ganz Europa, weltweit flächendeckend vertreten sein.

Jetzt stellt sich einmal die Frage: Was ist eine Tussi? Ist das Wort nur negativ besetzt? Und wieso fährt jemand mit einem so gestylten Auto durch die Welt und brüstet sich dadurch mit allen Attributen des Tussi-Tums?

Wagen wir einen Erklärungsversuch, was man unter einer Tussi versteht: Eine Tussi ist (meistens) eine Frau, die Menschen in erster Linie nach dem Äußeren beurteilt. Und was erschwerend hinzukommt:  sich selber auch. Für eine Tussi ist es vollkommen egal, welche inneren Werte ein Mensch vorzuweisen hat, denn es zählt eines: Rein äußerlich müssen alle Anforderungen erfüllt werden. Tussis sind mit ihrem Äußeren oft unzufrieden,  allerdings wird nach außen hin unerschütterliches Selbstbewußtsein gezeigt. Sehr oft wird das Wort Tussi als Schimpfwort verwendet.

Jetzt aber genug mit negativen Zuschreibungen. Viele Frauen spielen heute schon mit diesen Zuschreibungen. Wert auf sein Äußeres legen muss ja nicht negativ bewertet werden. Vielleicht entwickelt sich eine ganz neue „Generation Tussi“ – selbstsicher, top-gestylt und zufrieden damit. Und: Die Verbindung zwischen Äußerem und Inneren eines Menschen wird forciert, wenn das Äußerliche nicht gar zu „schlodrig“ ist. Wir sind hier aber für alle Diskussionen offen.

Der/Die Besitzer(in) des Autos will sich vielleicht gegen solche Zuschreibungen wehren. Oder er/sie ist bekennende Tussi (was das jetzt auch immer ist) und steht dazu. Leider konnten wir kein Statement dazu vom  Autobesitzer einholen.

2 Kommentare

  1. Sg. Graue Eminenz,

    nach der Lektüre Ihres Weblogs drängen sich mir einige Fragen auf:

    1. Ist Ihrer Meinung nach die Quote derer, die mit ihrem Äußeren unzufrieden sind, bei Tussis höher als bei Nicht-Tussis? Woraus schöpfen Sie denn diese Erkenntnis?

    2. An welchen äußeren und inneren Merkmalen kann man denn eine Tussi (respektive Nicht-Tussi) erkennen, nur damit ich es beim nächsten Mal weiß… nur falls die Dame nicht gerade mit dem hübschen Tussimobil vorfährt.

  2. Liebe(r) fuzzy!
    Es freut mich, sie hier begrüßen zu dürfen.
    Erstmal etwas Grundlegendes zu meinem Blogeintrag: Meine Thesen zum Tussi-Wesen sind nichts anderes als niedergeschriebene Hypothesen, die jederzeit widerlegt oder auch bestätigt werden könn(t)en. Auch mal geredet ohne viel nachzudenken. Die Diskussion ist auf jeden Fall eröffnet.
    Zu Ihren geschätzten Fragen:

    1. Hier gibt es viele Theorien die ich durchdacht habe: Auf der einen Seite strebt die Tussi zum (für sie/ihn) perfekten Äußeren, das jedoch nicht erreicht werden kann: Daher: Höhere Quote als bei Nicht-Tussis. Auf der anderen Seite muss man nicht eine Tussi sein, um mit seinem Äußeren unzufrieden zu sein – und der Parade-Tussi gelingt es durch den Einsatz ihrer Kampf-Mittel (z.b. durch das Bezirzen von finanziell potenten Sponsoren) leichter, sich zumindest selbst in den Anschein eines Zufriedenseins zu versetzen. Also vielleicht doch höhere Quote bei Nicht-Tussis.

    2. Das äußere Merkmal dürfte ein unangemessen „aufgetakeltes“ Auftreten sein, unter Umständen könnte man auch „schrill“ dazu sagen. Und als auffälligst inneres Merkmal würde ich den Umstand einschätzen, das eine Tussi keinen Wert auf genau dieses Merkmal legt. Nicht bei sich und schon gar nicht bei wem anderen.

    Das zum weiteren Diskussionsanstoß!🙂

    Gruß aus Wien
    Eminenz

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