Monat: April 2011

Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorten sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt’s im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückzusehen.
Aus dem hohlen, finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden;
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit‘ und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.

Johann Wolfgang von Goethe

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i mog an beda, an bedasü

Attwenger live im Wiener WUK: Die Herren Binder und Falkner haben wieder eindrucksvoll bewiesen, dass der Punk auch vor dem Akkordeon nicht halt macht. Speedlandler, Hip-Hop, Quetschen-Punk, Rock’n’Roll, Drum’n’Accordeon. „Flux“ heißt das neue Album und es ist flux zum Erfolg geworden. Der Opener des Albums – „Shakin My Brain“ – ist jetzt schon ein Klassiker: „ans is ma kloa you are shakin my brain, vo dem brauchma goa ned rehn“. Eindrucksvoll der Zwischenteil der Nummer mit „aint no sunshine wen she’s gone“, um abzuschließen mit dem ruf nach bedasü. Das Publikum im WUK ging bei dieser Nummer ab wie eine Horde Rockabillys – hochgehalten wurden einige pedasü-Sträuße und dann auf die Bühne geschmissen. Was Falkner folgendermaßen kommentierte: „Jetzt werma scho mit bedasü beschossen“. Jawoll meine Herren. Wenn das passiert, hat man es geschafft! Shakin my brain!

Tipp: Flux gibts live auch noch im Flex am nächsten Freitag zu bewundern.

Zahlen fürs Rauchen

Die halbherzigen Rauchergesetze in Österreich zeigen jetzt doch ein bisschen Wirkung. In vielen Lokalen ist der Qualm bereits verbannt. Was aber machen, wenn man ein Wirtshaus hat und die Leute trotz gültigem Gesetz rauchen lassen möchte? Man kassiert von den Gästen fürs Rauchen! Früher gab es die sogenannte Schwarzfahrer-Versicherung (ein Fonds der Österreichischen Hochschülerschaft, aus dem die Schwarzkappler-Strafen bezahlt wurden) , jetzt kommt die Raucher-Versicherung. Denn wenn der Wirt angezeigt wird, hat er immerhin schon von jedem Raucher abkassiert. Und wenn er nicht angezeigt wird, ist das wieder ein kleines Zubrot auf der Trinkgeldrechnung. Chapeau!

Ring-Radparade

5000 Menschen auf Rädern und kein Auto am Ring – so könnte es doch immer sein. Ist es leider nicht, aber bei der ersten Wiener Radparade wurde zumindest für einige Stunden der Ring von den Radlfahrern erobert. Und ich muss mich hier wiederum dafür stark machen, dass der Ring auto-frei wird. Der Ring den Wienern als Flaniermeile und Radweg! Und weg mit den Blechkisten namens Autos.

>>Hier gibts alle Fotos

Ich mag viel du

Ich mag viel du

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Dich

Ich mag dich

 

xxx