DIE GRAUE EMINENZ

Alles Fassade

Posted in Graue Kunst, Szene, Wien 2.0 by eminenz on 30. Juni 2011

Das Museumsquartier ist 10 Jahre alt. Zur Feier gabs einige Konzerte und eine Großbildprojektion von “Urbanscreen” auf das Leopold Museum.

Alles auf die Fassade. Alles Fassade. Ist das MQ denn nicht auch nur ein bisschen Fassade? Könnte da nicht mehr passieren? Auf jeden Fall: Es hätte ja noch viel mächtiger ausfallen sollen. Aber wie es in Wien halt so üblich ist, wurde das eigentliche Architekurprojekt Scheibe für Scheibe demontiert. Leopoldmuseum und MUMOK wurden soweit verkleinert, dass man diese beiden Museumsbauten von außen nur mehr erahnen kann. Der Leseturm ist der “Krone” zum Opfer gefallen, der es nichts ausmacht, dass hinter dem MQ ein absolut schiacher Flakturm steht – aber moderne Architektur verschandelt die Stadt. Klar, die “Krone” wird den Flakturm noch brauchen. Die nächste Türken-Belagerung kommt ja bestimmt. Und dann wird Staberl höchstpersönlich an den Flak-Geschützen sitzen. Oh mein Gott.

Genug geraunzt. Das MQ ist trotzdem eine schöne Kulturinsel in Wien. Auch wenn die Kunstprojektion nur Fassade war.

Autodrom. Der Klassiker.

Posted in Leben, Wien 2.0 by eminenz on 20. Juni 2011

Autodrom fahren – wen erinnert das nicht an seine Kindheit und Jugend. Damals, als das Autodrom zu uns in den Ort gekommen ist. Endlich einmal was los. Rein in die kleinen Flitzer und so viel wie möglich mit den anderen zusammencrashen. Damals hat man den Jeton noch um fünf Schilling bekommen – heute verlangt man mindestens zwei Euro fünfzig im Prater für eine Fahrt. Zumindest das hat sich also verändert.

Denn: Seit Jahrzehnten schaun diese Autoscooter vollkommen gleich aus. Und trotzdem sind sie auch für die heutigen Jungen ein Knüller. Anders als andere Sehenswürdigkeiten im Prater, die keinen mehr interessieren weil sie veraltet sind. Rund um die Autodroms haben sich die Achterbahnen und Fahrbetriebe vollkommen verändert. Immer höher, immer spektakulärer. Das Autodrom fährt noch immer so wie in den fünfziger Jahren.

Über hundert Jahre gibt es diese kleinen Stromautos mit der schon. Und es werden nochmal hundert werden. Noch immer ist man richtig eifersüchtig auf den Autoscooter-Einparker – der mit dem Generalschlüssel. Den wollten wir schon immer haben, diesen Multi-Jeton. Noch immer.

Auf jeden Fall zeitlos: Schön is so a Ringelspiel. Des is a Hetz und kost’ ned viel…

夢の城

Posted in Graue Kunst by eminenz on 14. Juni 2011

英語劇 パフォーマンス – Wiener Festwochen.

殊の他

岸田戯曲賞受賞、演技者ドラマ化第二弾と追い風モード真っ只中での
三浦大輔最新作です。事前にチラシやインタビューで、挑戦する姿勢
を窺わせていましたが、果たして作品は…。

マンションで共同生活をする男女8人。深夜。テレビゲームに興じる
者あれば、談笑する者もあり。やがて、一部の男女で性行為が始めら
れる。次々に相手も変わるスワッピング状態。そして夜は更けていく。
早朝。三々五々に目覚める男女。朝から性行為に及ぶ者もあれば、テ
レビゲームを始める者も。やがて、パチンコに行ったり、買い物に出
かけたり者、居残って者。夕方。各々、外で何かをして帰って来た者
達だが、当然のように性行為が始まったり。そんな中で、喧嘩が起き
たり、男同士で行為を始めようとしたり。夜。先ほどの喧騒は嘘のよ
うに穏やかに。まぁ、また性行為に及ぶ者やゲームに興じる者かだが。
晩飯が出来て、がっつく若者達。別に取り合いになったりすることは
ない。深夜。全員でカラオケに行って、一部の人間は泥酔してみたり。
そして、また夜は更けていく。

まず、さっさと結論を先に書いておきます。

面白かったか、面白くなかったかと問われれば面白かったです。不快
感は微塵もありません。でも、この作品を面白くないと言う人がいる
のも分かるし、不快に思う人がいるのも当然のことだと思います。>>

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Ausgebootet

Posted in Leben by eminenz on 13. Juni 2011

Boote, Schiffe, Tretboote, Segelschiffe, Dampfschiffe, Bootsflüchtlinge, Ausflugsboote, Touristenschiffe, Schinakl, Ruderboote, U-Boote. Die letzteren sieht man eher weniger. Aber jedenfalls viel Boots-Verkehr auf der Alten Donau.

Ganz nach dem Motto: “I steh aufs Gänsehäufl, auf Italien pfeif i”

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Schweltmeistel – Boulevard süß-sauer

Posted in Medien by eminenz on 2. Juni 2011

“Heute” entwickelt sich immer stärker in Richtung Boulevard. Allein in den Titeln wird verstärkt auf Ressentiments und Vorurteile Bezug genommen. Der Verdacht liegt nahe, dass durch den Wechsel in der Chefredaktion von Schmitt zu Ainetter eine massive Boulevardisierung eingesetzt hat. Will man etwa “Österreich” in der ganz weit außen liegenden Boulevardspur überholen?

Dieser Titel ist nur ein Beispiel. In dieser Weise das Vorurteil auszuschlachten, dass Chinesen kein R aussprechen können, das, meine lieben “Heute”-Macher, hat unser Kopfschütteln ausgelöst. Die feine Klinge sieht anders aus. Auch wenn es hier um einen “Schweltmeistel” geht. Boulevardtitel können auch gut gelingen, in diesem Fall rammt der Redakteur damit aber selbst das Schwert (Schwelt) in den Bauch – der Leser.

Gegenvorschlag: Wenn, dann muss man diese Idee auch durchziehen – im ganzen Artikel hätten R mit L ausgetauscht werden müssen. Oder wie wäre es überhaupt mit einer “chinesischen” Ausgabe von “Heute”? Wir sehen massives Einsparungspotential, weil man sich auf allen Tastaturen den Buchstaben R sparen könnte. Und diese Internationalisierung! Aber Achtung, liebe “Heute”-Chefredaktion – diese Idee lassen wir uns nur teuer abkaufen!

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