Der Adventkalender. Er lebt!


Adventkalender gibt es in vielen Ausformungen, auch im öffentlichen Raum. Jedes Jahr im Advent werden damit Rathäuser und andere Bauwerke neben Christkindlmärkten verschandelt. Dabei kann so ein Kalender auch künstlerisch wertvoll sein – so wie jener von Hubsi Kramar im Wiener Kabelwerk: Sein „Lebender Adventkalender“ ist mit lebendigen Künstlern gefüllt. Jeder von ihnen hat in seinem Kastl Platz für Theater, Gesang, Peformance; Kritik oder einfach was dem Künstler im Kastl grad einfällt. Hubsi Kramar selbst erklärte es im Chat von DiePresse.com so: „Das spannende ist, dass jeder Künstler einen Kubikmeter hat. Wie Waben kann man sich das vorstellen. Dann fliegt der Deckel des ersten Kästchens auf. Am Ende sind alle 24 Kästchen offen.“

Hinter jedem Kastl stecken dann Performances, die wie folgt betitelt sind: „2. Tag: Die Killlertaler Grützenfeger singen ein Weihnachtlied.“ Absolut phantastisch: Miki Malör, die die Finanzkrise mit einfachsten Mitteln so gut wie noch nie erklärte: Sie mampfte einfach soviele Münzen, wie sie in ihren Mund bekommen konnte – und nach kurzer Zeit musste sie diese Münzen wieder erbrechen. Malika Fankha und Leonhard Srajer füllten ihr Kästchen mit typisch wienerischem Mini-Revue-Theater: „Das Fleisch ist noch nicht weich.“ Lucy McEvil stellte sehr plastisch das „Himmlische Tor“ dar. Und zu guter letzt war man nicht mal überrascht, dass sich im letzten Kastl, dem 24., eine erhängte Maria vorfand.

Interessantes Konzept, großartiges Bühnenbild, man konnte lachen, man konnte weinen, man konnte nachdenken. Und staunen. Im nächsten Advent wieder im Kabelwerk.

2 Kommentare

  1. Oh du fröhliche – wiewohl auch nachdenkliche. Süßer die Glocken nie klingen – und sich wie ein Kreissägengeräusch in die Gehörgänge graben. Das Familienfest – ohne dass man den Großteil der Familie sieht. Doch der Kern bleibt. Und leise rieselt der Schnee, auch wenn es 10 Grad über Null hat. Ein Weihnachtsverweigerer? Nein, das bin ich nicht. Aber kritisch wird man die “stillste Zeit im Jahr” doch noch betrachten können. Und die Antennen in Form eines Elchgeweihs ausstrecken. Happy XXX!

  2. Hinter jedem Kastl stecken dann Performances, die wie folgt betitelt sind: “2. Tag: Die Killlertaler Grützenfeger singen ein Weihnachtlied.” Absolut phantastisch: Miki Malör, die die Finanzkrise mit einfachsten Mitteln so gut wie noch nie erklärte: Sie mampfte einfach soviele Münzen, wie sie in ihren Mund bekommen konnte – und nach kurzer Zeit musste sie diese Münzen wieder erbrechen. Malika Fankha und Leonhard Srajer füllten ihr Kästchen mit typisch wienerischem Mini-Revue-Theater: “Das Fleisch ist noch nicht weich.” Lucy McEvil stellte sehr plastisch das “Himmlische Tor” dar. Und zu guter letzt war man nicht mal überrascht, dass sich im letzten Kastl, dem 24., eine erhängte Maria vorfand.

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