Monat: November 2013

Fesch!

Fesch’Markt in der Ottakringer Brauerei: über 180 Jungdesigner, Künstler, Junggastronomen und Kreative stellten aus: Design, Kunst, Mode, Schmuck, Accessoires, Grafik und Produktdesign. Sie stellten nicht nur aus, sie verkauften auch, denn wie heißt es auf der Fesch’Makrkt-Homepage:

Von der Hand im Mund zu leben ist zwar sexy, aber unrealistisch.

Und das gab es zu sehen: Katzenlampen, bunte Kabelverteiler, weiche Polster, Schweine-USB-Sticks, Stoffpapageien, Gugelhups (oder -hupfe), Pommes-T-Shirts, Holz-Sonnenbrillen, Design-Stofftaschen, Totenköpfe, weiche Stoffponys, Holzgeweihe, Traumfänger, Karikaturen, Godkehlchen Cider, Strickhauben, Fe(ti)sch(e) und vieles mehr.

Advertisements

Und wann sterben wir aus?

Nichts für schwache Nerven: Die Sonderausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien: „Das Geschäft mit dem Tod. Das letzte Artensterben“. Für all jene interessant, die nach einem Museumsbesuch in den Keller weinen gehen wollen. Wir befinden uns im sechsten großen Artensterben, aber es unterscheidet sich von allen bisherigen: Die Ursache ist der Mensch. Durch Raubbau, durch Geschäftemacherei, durch Chemikalien, durch Handel mit geschützten Arten. Der Mensch ist grausam. Die Natur wird grausam zurückschlagen.

Die fabelhafte Welt der Traube-Nuss

In der letzten Zeit ist ein Plakat für ein Produkt von NÖM aufgefallen: Angelehnt an die Ästhetik des Filmes „Die fabelhafte Welt der Amelie“ wirbt man mit einem Joghurtbecher statt Audrey Tautou. Der Zusammenhang ist wahrscheinlich nur über einige Umwege herzustellen. Denn was hat ein Traube-Nuss-Joghurt genau mit der verspielten französischen Liebesgeschichte rund um die verträumte Amelie und den Foto-Automat-Nerd Nino zu tun? Ist es der Geschmack? Ist es der Verweis auf die Liebe auf den ersten Blick? Oder die Zerbrechlichkeit einer Liebe, die genauso schnell dahin sein kann wie ein Joghurt? Oder die Berufung, wie sie Amelie im Film hat, den Menschen eine Freude zu machen? Man kann die Intentionen der Kampagne nur erahnen.

Für Heiterkeit oder auf der anderen Seite mokiertes Kopfschütteln sorgen die abgewandelten Namen auf dem Fake-Filmplakat: Die „Paranuss-Studios“ setzen hier flugs Joghie Foster statt Jodie Foster auf die weibliche Hauptrolle. Keanu Reeves war wohl auch schon verplant – für ihn springt Keanuss Reeves ein. Der Regisseur heißt Clint Isstgut statt Clint Eastwood. An Stelle dieser Schauspieler würde ich ganz einfach mal eine Klage andenken  – denn wer will schon seinen Namen  vergenusswursteln lassen? Aber vielleicht hat NÖM das schon vorab abgeklärt – und ist daher nominiert für 3 Golden Grapes.

traubenuss